
Bei Debüt von Rene Wagner: FC kommt nach 0:2 Rückstand in Frankfurt zurück
Eintracht Frankfurt und 1. FC Köln haben sich am 28. Spieltag der Bundesliga-Saison 2025/26 mit einem 2:2 (0:0) getrennt. Jonathan Burkardt (66.) und Arnaud Kalimuendo (69.) brachten die Gastgeber mit 2:0 in Führung, bevor Jakub Kamiński (70.) und der eingewechselte Alessio Castro-Montes (83.) für die Kölner noch den Ausgleich erzielten. Für René Wagner war es das erste Spiel als Interimstrainer der Kölner nach der Entlassung von Lukas Kwasniok.
Mit einem neuen Mann an der Seitenlinie trat der 1. FC Köln am 28. Spieltag bei Eintracht Frankfurt an. René Wagner übernahm als Interimstrainer nach der Entlassung von Lukas Kwasniok, der nach dem 3:3 gegen Mönchengladbach seinen Posten räumen musste. Die Kölner kamen mit einer Serie von sieben sieglosen Spielen im Gepäck und standen nur zwei Punkte über dem Abstiegsplatz.
Frankfurt hingegen hatte unter Albert Riera die letzten drei Heimspiele zu null gewonnen und hoffte, den Abstand zu den Europapokalplätzen zu verkürzen. Der Spanier musste auf die verletzten Jean-Mattéo Bahoya, Nnamdi Collins, Kauã Santos und Rasmus Kristensen verzichten.

Torlose erste Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten
Die Gäste aus Köln erwischten einen vielversprechenden Start. Bereits in der ersten Minute zwang Jakub Kamiński Frankfurts Keeper Michael Zetterer zu einer Parade, den Nachschuss von Ragnar Ache konnte Zetterer ebenfalls entschärfen. Die Eintracht übernahm danach zunehmend die Kontrolle und kam durch Arnaud Kalimuendo zu ersten Abschlüssen. In der 24. Minute parierte Kölns Schlussmann Marvin Schwäbe einen gefährlichen Schuss von Ansgar Knauff, der zuvor bereits die Gelbe Karte gesehen hatte.
Die größte Chance der ersten Hälfte vergab Kalimuendo in der 35. Minute, als er allein auf Schwäbe zulief, aber am Kölner Keeper scheiterte. Auch Kamiński hätte die Gäste in Führung bringen können, doch sein Abschluss nach Zuspiel von Saïd El Mala wurde von Zetterer entschärft. So ging es torlos in die Kabinen.
Torreigen in vier Minuten
Nach der Pause nahm Riera einen Doppelwechsel vor und brachte Farès Chaïbi und Ayoube Amaimouni-Echghouyab für Oscar Höjlund und Knauff. Eine Entscheidung, die sich in der 66. Minute auszahlen sollte: Chaïbi drang in den Strafraum ein und legte perfekt für Jonathan Burkardt auf, der aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung einschob.
Nur drei Minuten später erhöhte Kalimuendo mit einem kraftvollen Schuss aus zwölf Metern auf 2:0 (69.). Doch die Kölner gaben nicht auf. Fast im direkten Gegenzug verkürzte Kamiński mit einem präzisen Abschluss auf 1:2 (70.). Innerhalb von vier Minuten fielen somit drei Tore, und die Partie war wieder offen.
Castro-Montes wird zum Kölner Helden
Wagner reagierte in der 82. Minute mit einem Dreifachwechsel und brachte unter anderem Alessio Castro-Montes für Tom Krauß. Ein genialer Schachzug, denn nur 34 Sekunden später traf der Joker nach Vorlage von Marius Bülter zum 2:2-Ausgleich (83.).
Frankfurt warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne, doch die Kölner Defensive hielt stand. Luca Waldschmidt (90.) und Kamiński (90.+6) sahen noch Gelbe Karten, am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr. Mit diesem wichtigen Punkt im Abstiegskampf feierte Wagner ein gelungenes Debüt an der Seitenlinie.
Man of the Match: Jakub Kamiński
Jakub Kamiński wurde verdient zum Spieler des Spiels gewählt. Der polnische Flügelspieler war mit sieben Torschüssen der gefährlichste Akteur auf dem Platz und erzielte den wichtigen Anschlusstreffer zum 1:2, der die Wende für den 1. FC Köln einleitete. Kamiński gewann zudem neun Zweikämpfe und lief mit 11,7 Kilometern die größte Distanz aller Spieler.
Der 24-Jährige zeigte sich auch defensiv stark und stand 20 Mal unter Gegnerdruck – nur Kalimuendo (24) auf Frankfurter Seite wurde häufiger unter Druck gesetzt. Mit seiner Dynamik und Durchschlagskraft war Kamiński der Dreh- und Angelpunkt im Kölner Offensivspiel und trug maßgeblich zum Punktgewinn bei.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Frankfurt 2,62 - Köln 2,98
Schnellster Spieler: Jonathan Burkardt (SGE), 34,4 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:0 von Arnaud Kalimuendo (SGE), 13 Prozent
Most Pressed Player: Arnaud Kalimuendo (SGE), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Hugo Larsson (SGE), +4,7
Fantasy Heroes: Marvin Schwäbe (1. FC Köln, 316 Punkte), Jakub Kamiński (1. FC Köln, 288 Punkte), Arnaud Kalimuendo (Eintracht Frankfurt, 308 Punkte)
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