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Köln jubelt nach dem Anschlusstreffer von Jakub Kamiński
Köln jubelt nach dem Anschlusstreffer von Jakub Kamiński - © IMAGO/Maximilian Koch
Köln jubelt nach dem Anschlusstreffer von Jakub Kamiński - © IMAGO/Maximilian Koch
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"War der große Wendepunkt": Kölner Comeback-Qualitäten in Frankfurt

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Der 1.FC Köln hat trotz eines 0:2-Rückstandes noch einen Punkt bei Eintracht Frankfurt entführen können. Ein glückliches Händchen bewies dabei Interimstrainer René Wagner, der sich allerdings Sorgen um seinen besten Torjäger machen dürfte.

Beide Frankfurter Stürmer treffen

In einem munteren Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln waren es lange Zeit die Torhüter, die mit ihren Paraden zu den Protagonisten der Partie gehörten und den Kasten ihrer Mannschaften sauber halten konnten.

Erst nach der Stundenmarke konnten zwei Frankfurter Stürmer jubeln. Nachdem mit Jonathan Burkardt in der 66. Minute der erste SGE-Angreifer getroffen hatte, schlug Arnaud Kalimuendo keine drei Minuten später per Volleyabnahme zu. Die Hessen schienen gegen einen angeschlagenen FC auf der Siegerstraße.

Kamiński mit besonderem Jubel

Die Rechnung haben sie jedoch nicht mit den Gästen gemacht, die direkt nach dem Anstoß in Person von Jakub Kamiński zum Anschluss kamen und dadurch nochmal Hoffnung schöpften. In der Schlussphase brachte Kölns neuer Interimstrainer René Wagner Marius Bülter, Luca Waldschmidt und Alessio Castro-Montes und bewies damit ein Goldenes Händchen.

Handgestoppte 34 Sekunden nach deren Einwechslung waren es Waldschmidt und Bülter, die die Kugel zu Abwehrmann Castro-Montes brachten, der wiederum nur noch einschieben musste. Der Jubel über den Ausgleichstreffer im Gästeblock war grenzenlos und verschafft dem FC einen immens wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

"Wir kämpfen uns nach dem 0:2 zurück ins Spiel, deshalb bin ich sehr zufrieden. Das spricht für unseren Charakter. Chapeau an die Mannschaft", sagte 1:2-Torschütze Kamiński und fügte hinzu: "Wir haben immer den Glauben daran, das muss im Fußball so sein. Es gibt so viele verschiedene Situationen auf dem Platz, wir werden immer bis zum Ende kämpfen. Mein schnelles Anschlusstor war der große Wendepunkt für uns." Nach seinem Treffer schob sich der "Man of the Match" den Ball unter das Trikot. "Meine Frau ist im 5. Monat schwanger", erklärte der Pole den schönen Jubel.

René Wagner gibt Saïd El Mala Instruktionen und coacht insgesamt sehr leidenschaftlich bei seinem Bundesliga-Debüt als Interimstrainer - IMAGO/DeFodi.de

"Jetzt ist Crunchtime"

Köln-Coach Wagner erlebte zwar eine "Achterbahnfahrt für alle", zeigte sich aber wie Kamiński zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. "Wir hatten eine schwere Aufgabe, haben umstellen müssen in der ersten Halbzeit. Riesenkompliment an die Jungs, dass sie das angenommen haben. Wir hatten über Charakter gesprochen vor dem Spiel, den haben sie gezeigt. Ich bin stolz auf die Jungs und wir nehmen gerne den Punkt mit."

Die Rheinländer haben in der Bundesliga gegen kein anderes Team so oft unentschieden gespielt wie gegen die Eintracht (31 Mal), umgekehrt teilte Frankfurt gegen kein Team so öfter die Punkte als gegen Köln. Vor dem hochbrisanten Duell mit dem Tabellennachbarn aus Bremen am 29. Spieltag könnte das Unentschieden den Geißböcken Mut machen. Schließlich haben sie bei einem Europapokal-Aspiranten einen Rückstand aufgeholt. "Jetzt ist Crunchtime. Am nächsten Wochenende zählt es gegen Bremen. Da wollen wir dreifach punkten", macht Tom Krauß eine Ansage.

El Mala angeschlagen raus

Bangen muss Tabellenfünfzehnte womöglich um Superstar Saïd El Mala, der in der 82. Minute humpelnd ausgewechselt werden musste. Genauere Informationen gab es nach dem Abpfiff noch nicht. Untersuchungen am Montag dürften Aufschluss darüber geben, ob es den 19-Jährigen ernsthaft erwischt hat. Klar ist: Ein Ausfall in den verbleibenden sechs Spielen würde den Kölnern so richtig wehtun.

Saïd El Mala muss angeschlagen ausgewechselt werden - IMAGO/Grant Hubbs