
"Zurück dorthin, wo wir hingehören": Der VfB meldet sich in Leverkusen zurück
Den Stuttgartern gelingt dank eines taktischen Kniffs von Trainer Sebastian Hoeneß der Befreiungsschlag. "Mit guten Spielen, mit viel Energie und Power", will der VfB wieder zurück nach oben.
Mit drei Niederlagen in vier Ligaspielen und einem Arbeitssieg im Pokal in Paderborn kam der VfB Stuttgart mit wenig Selbstvertrauen nach Leverkusen. Mit dem 4:2 gegen die Werkself hat die Hoeneß-Elf nun aber ein Zeichen gesetzt und sich etwas von der Gefahrenzone abgesetzt. Dabei war nicht nur das Ergebnis entscheidend, sondern auch die Art und Weise, wie es zustande kam.

Taktischer Kniff
Hoeneß hätte in Leverkusen abwarten und kontern lassen können. Er entschied sich jedoch dagegen. Mit einer Dreierkette und den offensiven Schienenspielern Jamie Leweling und Chris Führich setzte er auf Zugriff. "Wir wollen nicht abwarten, was die Leverkusener vorhaben, sondern das Spiel in jeder Phase möglichst selbst bestimmen", erklärte der 44-Jährige schon vor dem Anpfiff.
Dass der Plan aufging, zeigte sich vor allem in der Kompaktheit nach vorn. Mit Leweling, der zum 2:0 einschob, und Führich als Schienenspielern gewann der VfB Räume, in denen sich seine kreativen Spieler entfalten konnten.
Das Trio, das den Unterschied macht
Denn beim VfB funktioniert wieder das Zusammenspiel im Sturm, das in den letzten Wochen nur auf dem Papier nach Offensivzauber klang. So entstand das 1:0 aus einem Doppelpass von Deniz Undav und Bilal El Khannouss und das 4:1 aus einer Kombination, die Undav mit einem Blick für den mitlaufenden Mitspieler krönte.
Im Anschluss an das Spiel geriet Ermedin Demirović ins Schwärmen über Undavs Spielmacher-Qualitäten: "Die Bälle, die er spielt, haben wenige auf dem Schirm. Nicht nur bei uns, sondern in der gesamten Bundesliga sehe ich wenige, die so ein Auge für den Mitspieler haben." Und weiter: "Er ist so wichtig für uns, egal, ob er Tore schießt oder nicht." El Khannouss krönte zudem seinen Auftritt mit dem Distanzschuss zum 3:1.