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Saïd El Mala bei der FC-Saisoneröffnung
Saïd El Mala bei der FC-Saisoneröffnung - © IMAGO/Thiemo Rudolph
Saïd El Mala bei der FC-Saisoneröffnung - © IMAGO/Thiemo Rudolph
bundesliga

Saïd El Mala bleibt beim FC: Die Krefelder Naturgewalt

Saïd El Mala hat einen extrem außergewöhnlichen Werdegang hinter sich – ebenso außergewöhnlich seine Vertragsverlängerung beim 1. FC Köln trotz zahlreichen Interesses von Spitzenteams. Und so einzigartig wie sein Weg auf die große Fußballbühne ist auch seine Spielweise. Sein unglaublicher Instinkt könnte für Köln zum Trumpf werden.

Wer kurz nach seinem 19. Geburtstag die Bundesliga im Sturm erobert, hat seinen Jahrgang in der Regel schon zu Jugendzeiten dominiert. Bei Saïd El Mala war das ganz anders. 2021 hing die Profikarriere des heutigen Shootingstars am seidenen Faden.

In der U15 wurde er bei Borussia Mönchengladbach aussortiert und sah seinen großen Traum schon geplatzt. "Der 15-jährige Saïd dachte sich, das war's. Ich wusste nicht, was ich tun sollte", erinnerte sich der pfeilschnelle Offensivspieler in einem Interview auf dfb.de an diesen Schlüsselmoment.

El Malas Premierentreffer gegen Freiburg

Durchbruch in der 3. Liga

Zum Glück überzeugte ihn sein älterer Bruder Malek, weiterzumachen. Über den TSV Meerbusch ging es zum FC Viktoria Köln, wo er sich in den Vordergrund spielte. In der U19-Bundesliga überzeugte der dribbelstarke Rechtsfuß 2023/24 und debütierte im Februar 2024 für die Viktoria in der 3. Liga.

Bereits im Sommer 2024 nahm dann der 1. FC Köln El Mala – genau wie seinen Bruder Malek – unter Vertrag, lieh sie aber aufgrund der damaligen Transfersperre direkt wieder an die Viktoria aus. Ein kluger Schachzug, denn 2024/25 startete Saïd in der 3. Liga mit 13 Treffern durch.

Dennoch war das Tempo, mit dem er sich auch beim FC und in der Bundesliga behauptete, atemberaubend. Gleich bei seinem zweiten Einsatz gelang ihm sein erster Treffer – und wie die meisten seiner 13 Saisontore war es eine äußerst sehenswerte Bude. Erst ein Dribbling gegen zwei Spieler, dann ein Abschluss mit dem ersten Kontakt, der in seiner Schnörkellosigkeit an die Kölner Legende Lukas Podolski erinnert – deren Rückennummer 10 er nun bei Köln übernimmt.

Instinkt als großes Plus

"Wenn ich den Ball kriege, überlege ich nicht viel, sondern handele instinktiv. Ich liebe es, ins Eins-gegen-eins zu gehen", beschrieb El Mala anfangs seiner Zeit beim FC seine Spielweise – und trifft damit auch den Nerv von "Prinz Poldi". "Diese Straßenfußballer-Mentalität, dieses Eins-gegen-eins, dieses Tempo – das sind genau solche Jungs, davon brauchen wir mehr", schwärmte dieser im Express über El Mala.

Seine furchtlose Spielweise soll nun die Offensive der Geißböcke erneut beleben. Dabei könnte es von unschätzbarem Wert sein, dass El Mala seine Problemlösungen nicht an der Taktiktafel eines NLZ gelernt hat. Vielmehr verlässt sich der 19-Jährige häufig auf seinen Instinkt. Gerade gegen tief stehende Gegner könnte er so für die entscheidenden Überraschungsmomente sorgen.

El Mala suchte ständig die Eins-gegen-eins-Situationen, ligaweit gingen letzte Saison nur vier Spieler (Diomande, Olise, Nusa, Díaz) häufiger ins Dribbling als er, der von diesen Duellen gute 49 Prozent für sich entschied.

Der Dribbelkönig aus Krefeld

Der Konterkönig der Liga

Dank seiner Schnelligkeit und Abschlusstärke ist der gebürtige Krefelder aber auch im Umschaltspiel eine Waffe. El Mala war 2025/26 schnellster Kölner (Top-Speed 35,9 km/h) und münzte sein Tempo auch erfolgreich um: Seine fünf Kontertore waren alleinige Ligaspitze.

Diese Mischung macht es, die für den FC in der neuen Saison zum Trumpf werden könnte. Denn nicht nur El Malas Weg zum Profi und seine Verlängerung bei den Domstädtern kommen außergewöhnlich daher – sondern vor allem seine Spielweise.

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