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Darf Saïd El Mala nun auch zum ersten Mal im DFB-Trikot ran?
Darf Saïd El Mala nun auch zum ersten Mal im DFB-Trikot ran? - © IMAGO/Orhan Habash
Darf Saïd El Mala nun auch zum ersten Mal im DFB-Trikot ran? - © IMAGO/Orhan Habash
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Die Nächsten, bitte! Sie hoffen auf ihr DFB-Debüt unter Klopp

Für seine ersten Länderspiele hat sich Bundestrainer Jürgen Klopp etwas Neues einfallen lassen. 44 Spieler nimmt der Coach in zwei Kadern mit. Der Fokus gilt vor allem jungen Spielern, die sich nun zeigen dürfen. Dementsprechend könnte es auch einige Debüts geben: Im ersten Kader liefen bereits zahlreiche Spieler erstmals für Deutschland auf. Gegen Serbien und Griechenland winkt gleich acht Akteuren ihr Länderspiel-Debüt. bundesliga.de stellt sie vor.

Jürgen Klopp hat gerufen und ein XXL-Kader folgte seiner Einladung – einige Spieler zum Debütantenball. Denn in beiden Kadern stecken gleich mehrere Akteure, die vor ihrer Premiere bei der A-Nationalmannschaft stehen. Der Bundestrainer hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er junge Spieler entwickeln und ihnen das Selbstvertrauen für höhere Aufgaben geben kann. Für die Begegnungen gegen Serbien und Griechenland stehen acht Spieler bereit.

Noah Atubolu: In der vergangenen Saison führte der 24-jährige Torhüter den Sport-Club Freiburg bis ins Finale der Europa League, seit diesem Sommer steht Atubolu bei Ligakokurrent Eintracht Frankfurt unter Vertrag und macht auch dort wieder auf sich aufmerksam. Am 3. Spieltag der laufenden Saison stellte er mit dem sechsten parierten Strafstoß in Folge einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Jetzt darf sich Atubolu auch im Nationalteam beweisen.

Viel Potenzial für die Defensive

Jonas Urbig: Nach dem Rücktritt von Manuel Neuer steht mit dem 23-jährigen Jonas Urbig wieder ein Torhüter des FC Bayern München im Kader der Nationalmannschaft. Ähnlich wie Atubolu wird auch Urbig ein enormes Potenzial bescheinigt. Während er sich in dieser Saison noch nicht allzu oft auszeichnen konnte, spielte der gebürtige Euskirchener in der vergangenen Spielzeit in 14 Bundesliga-Spielen sieben Mal zu null. Dabei zeigte er starke Leistungen, die ihn nach seiner Rolle als Trainingstorhüter bei der WM zurück ins DFB-Team brachten.

Finn Jeltsch: Trotz seiner erst 20 Jahre ist Jeltsch bereits absoluter Stamm-Innenverteidiger bei Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart und verpasste in dieser Saison noch keine Minute. Er gewann solide 59 Prozent seiner Zweikämpfe und könnte in naher Zukunft auch unter Klopp eine wichtige Rolle einnehmen.

Felix Keidel: Der 23-Jährige könnte zum ersten deutschen Nationalspieler der SV Elversberg werden. Keidel, der in der letzten Saison ausschließlich als Außenverteidiger spielte, hat in der Bundeliga als Sechser eine neue Bestimmung gefunden und stand in allen vier Spielen in der Startelf. Zudem zeigt er sich torgefährlich: In Mönchengladbach setzte er am zweiten Spieltag einen Freistoß zum 3:3-Ausgleich traumhaft in den Winkel. 

Von der Insel ins DFB-Team

Vitaly Janelt: Der Mittelfeldspieler flog in Deutschland lange unter dem Radar und spielt bereits seit sechs Jahren in England. Auf den Wechsel vom VfL Bochum 1848 zum FC Brentford im Oktober 2020 folgte der direkte Aufstieg in die Premier League in seiner ersten Saison. Mittlerweile hat sich nicht nur der Verein aus dem Westen Londons, bei dem auch Nationalmannschaftskollege Kevin Schade spielt, in Englands höchster Spielklasse etabliert (aktuell Tabellenvierter), auch Janelt zählt in den vergangenen Jahren zu den konstantesten Spielern auf seiner Position.

Mika Baur: Der Sohn von Handball-Weltmeister Markus Baur führte den SC Paderborn 07 als absoluter Leistungsträger in die Bundesliga und sammelte dabei neun Torbeteiligungen (vier Tore, fünf Vorlagen). Im Sommer zog es den Mittelfeldspieler zum schottischen Meister Celtic Glasgow, mit dem er auch in der Europa League antritt. Vorläufiger Höhepunkt seines kometenhaften Aufstiegs ist die Nominierung für das DFB-Team.

Offensivpower aus der Bundesliga

Saïd El Mala: Der Youngster war einer der Durchstarter der letzten Bundesliga-Saison und viele hatten auch schon im Sommer mit einem WM-Ticket für den 20-jährigen gerechnet. El Mala hatte mit 13 Treffern maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des 1. FC Köln. Am letzten Spieltag bei den Bayern wurde El Mala zum zweitjüngsten Spieler der Geschichte, der sein 13. Saisontor erzielte (Horst Köppel war 1967/68 einen Tag jünger). In der laufenden Saison traf El Mala zum Saisonauftakt gegen Hoffenheim und gab zudem die meisten Torschüsse beim FC ab (10.). Nun soll er auch beim DFB für Furore sorgen.

Derry Scherhant: Der Freiburger Angreifer erwischte ähnlich wie sein Verein einen Traumstart in die laufende Saison. Scherhant stand in allen vier Bundesliga-Spielen des Sport-Club Freiburg in der Startelf, erzielte am vergangenen Spieltag gegen Bremen sein erstes Saisontor und gab zudem drei Torvorlagen. Ligaweit waren nur Leverkusens Ibrahim Maza und die beiden Bayern Stars Harry Kane und Michael Olise an mehr Torschüssen beteiligt als Youngster Scherhant (21).

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