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Bundestrainer Jürgen Klopp hat einige Fragen vor dem Duell mit Serbien zu klären
Bundestrainer Jürgen Klopp hat einige Fragen vor dem Duell mit Serbien zu klären - © IMAGO/Marc Schueler
Bundestrainer Jürgen Klopp hat einige Fragen vor dem Duell mit Serbien zu klären - © IMAGO/Marc Schueler
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Torhüter, Kapitän, System: Klopp muss gegen Serbien Antworten finden

Ein Punkt aus zwei Spielen, ein fast komplett neuer Kader und mehrere offene Personalfragen: Vor dem Nations-League-Duell mit Serbien muss Jürgen Klopp wichtige Entscheidungen treffen. Jonas Urbig steht vor seinem Debüt, Nico Schlotterbeck und David Raum gelten in Abwesenheit von Joshua Kimmich als Kandidaten für die Kapitänsbinde. Spielerisch braucht Deutschland zudem neue Lösungen.

Für Jürgen Klopp beginnt gegen Serbien gewissermaßen der zweite Teil seines Starts als Bundestrainer. Nach dem 1:1 in den Niederlanden und dem 0:1 gegen Griechenland steht Deutschland in der Nations League erst bei einem Punkt. Nun kommt am Donnerstagabend Serbien nach München - und mit dem dritten Spiel stellen sich gleich mehrere Fragen, die über diese Partie hinaus zukunftsweisend sein dürften.

Eine davon betrifft das Tor. Vieles deutet darauf hin, dass Jonas Urbig sein Debüt für die A-Nationalmannschaft geben wird. Der Keeper des FC Bayern München sitzt gemeinsam mit Klopp auf dem Podium der Abschlusspressekonferenz am Mittwochabend. Das ist beim DFB eigentlich traditionell ein deutliches Indiz für einen Startelfeinsatz. Offiziell bestätigt ist seine Nominierung für die erste Elf allerdings noch nicht. Urbig wäre nach Marc-André ter Stegen und Alexander Nübel bereits der dritte Torhüter, den Klopp in dieser Länderspielphase einsetzt.

Auch die Kapitänsfrage ist offen. Joshua Kimmich gehört nicht zum zweiten Aufgebot und fehlt damit gegen Serbien. Als naheliegender Kandidat gilt Nico Schlotterbeck. Der Dortmunder bringt 30 Länderspiele mit, übernimmt auch beim BVB Führungsverantwortung und gehört zu den erfahreneren Spielern des ansonsten jungen Kaders. Mit David Raum und Serge Gnabry stehen weitere Alternativen fürs Kapitänsamt bereit.

Über Elversberg in die DFB-Elf

Wichtiger als alle personellen Entscheidungen ist allerdings die Frage, wie sich Deutschlands Spiel verändert. Gegen Griechenland fehlten dem DFB-Team über weite Strecken Tempo, Dynamik und Risiko. Gerade gegen einen tief verteidigenden Gegner gelang es zu selten, mit vertikalen Pässen hinter die gegnerischen Linien zu kommen. Viele Ballkontakte führten zu wenig Raumgewinn, gefährliche Situationen blieben entsprechend rar.

Zu den Spielern, die für neue Impulse sorgen könnten, gehört Saïd El Mala. Der Kölner steht vor seinem ersten A-Länderspiel und bringt genau jene Eins-gegen-eins-Qualität und Unbekümmertheit mit, die einem zuletzt häufig statischen deutschen Offensivspiel guttun könnte. Auch Florian Wirtz, Serge Gnabry und Lennart Karl erweitern Klopps Möglichkeiten in der Offensive.

Jonas Urbig und Noah Atubolu sind die Kandidaten fürs DFB-Tor gegen Serbien
Jonas Urbig und Noah Atubolu sind die Kandidaten fürs DFB-Tor gegen Serbien - IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jenni Maul

Der Druck ist dabei durchaus vorhanden. Nach zwei Spieltagen beträgt Deutschlands Rückstand auf Tabellenführer Griechenland bereits fünf Punkte. Serbien wiederum wartet ebenfalls noch auf den ersten Punkt. Ein deutscher Erfolg würde deshalb nicht nur Klopps ersten Sieg als Bundestrainer bedeuten, sondern auch die Situation in der Gruppe deutlich entspannen.

Gegen Serbien soll der zweite DFB-Kader zeigen, ob aus den ersten beiden Spielen bereits die richtigen Schlüsse gezogen wurden.

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