Köln - Die jüngste Erinnerung der Löwen an die Roten Teufel ist positiv - mit 1:0 gewannen sie auf dem Betzenberg das letzte Duell. In der heimischen Allianz Arena wartet der TSV 1860 München allerdings seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Im Montagsspiel bietet sich die nächste Chance für eine Aufbesserung der Bilanz - und die wäre dringend nötig.

Mit nur elf Punkten aus den ersten zwölf Partien stehen die Münchner Löwen auf dem 14. Platz, durch einen Sieg könnten sie bis auf einen Punkt an den FCK (15 Punkte, 12. Platz) heranrücken. Löwen-Trainer Kosta Runjaic, der auch schon die Roten Teufel trainierte, sieht einige Parallelen zwischen den Clubs: "Beide haben schon bessere Zeiten gesehen, streben nach Höherem." Die aktuelle Tabellenlage bezeichnet er als "enttäuschend".

"Druck in positive Energie umwandeln"

Auch 1860-Geschäftsführer Thomas Eichin weiß um die Schwere der Aufgabe gegen Kaiserslautern: "Der Druck ist existent, aber das ist normal nach elf Punkten in zwölf Spielen. Diesen Druck müssen wir in positive Energie umwandeln, damit wir die nötige Schärfe haben."

Der 50-Jährige erinnert sich gerne an die letzte Montagspartie, die mit einem 2:1-Erfolg in Nürnberg endete. "Wir wollen das Spiel ähnlich erfolgreich gestalten. Wir müssen Punkte holen und am besten fangen wir damit gegen Kaiserslautern an!"

FCK zuletzt mit drei Zu-Null-Siegen

Die Gäste aus der Pfalz reisen mit dem Schwung von zuletzt drei Dreiern nach München (>>> Ergebnisse des FCK). Das ist für Tayfun Korkut aber natürlich kein Grund zum Nachlassen. "Mit der gleichen Leistungsbereitschaft und mannschaftlichen Geschlossenheit müssen wir auch am Montag antreten. Wenn wir nur ein bisschen weniger machen, wird es nicht reichen", so der Trainer.

Vor allem die Defensive des FCK stand sicher. Seit drei Partien hat die Abwehr um die beiden zentralen Spieler Ewerton und Robin Koch keinen Gegentreffer mehr zugelassen. Gute Nachrichten gab es auch aus der medizinischen Abteilung: Nach wochenlanger Verletzungspause steht Kapitän Daniel Halfar wieder zur Verfügung. Auch Tim Heubach ist wieder einsatzbereit. Noch etwas zu früh kommt die Partie vermutlich für Angreifer Jaques Zoua, Kacper Przybylko wird nach seinem Comeback gegen Union Berlin wieder pausieren.

Reise in die Vergangenheit

Das Duell wird für viele Beteiligte eine Reise in die Vergangenheit: Der ehemalige FCK-Coach Kosta Runjaic trifft das dritte Mal als Trainer auf Lautern (die beiden bisherigen Duelle bestritt er mit dem MSV Duisburg in der Saison 2012/2013; ein Remis, eine Niederlage).

Drei Löwen spielten schon für die Roten Teufel: Karim Matmour (2013-2015), Rodnei (2009-2012) und Stefan Mugosa (2014-2015, in der Rückrunde ausgeliehen an Erzgebirge Aue) standen schon beim FCK unter Vertrag. Daniel Halfar feierte im Jahr 2005 sein Bundesliga-Debüt im Trikot der Lauterer, zu Beginn der Saison 2015/2016 kehrte er zu seinem Heimatverein in die Pfalz zurück - von 2010 bis 2013 spielte er für 1860 (und außerdem noch für Arminia Bielefeld und den 1. FC Köln).

Auf Twitter geben sich beide Clubs kämpferisch: