Köln - Zum zwölften Mal treffen der FC Ingolstadt und der TSV 1860 München am Montagabend (ab 20 Uhr im Liveticker) in der 2. Bundesliga aufeinander.

Der gastgebende Tabellenführer aus Ingolstadt konnten in den vergangenen Aufeinandertreffen erst einen einzigen Sieg feier (fünf Remis, fünf Niederlagen).

Hasenhüttl: "Wollen das Spiel für uns entscheiden"

Das soll sich nun ändern, geht es nach FCI-Coach Ralph Hasenhüttl. "Natürlich wollen wir auch dieses Spiel für uns entscheiden", sagte Hasenhüttl im Vorfeld der Partie gegen 1860. Seine Mannschaft wird "sehr gut vorbereitet" sein, denn die Ingolstädter hatten eine außergewöhnlich lange Pause. Zehn Tage lagen zwischen dem 1:1 beim VfR Aalen und der "oberbayerischen Derby", wie das Spiel zwischen den "Schanzern" und den "Löwen" von beiden Seiten genannt wird.

Gerade mal knapp 40 Minuten Fahrtzeit liegen zwischen den Arenen der beiden Kontrahenten. Klar, dass da Derby-Stimmung aufkommt. Erstmals in dieser Saison war der Audi Sportpark schon Tage im Vorfeld eines Spiels ausverkauft. 15.000 Zuschauer werden insgesamt da sein. Die Löwen bringen 3.000 Anhänger mit. "Ein lange gehegter Wunsch geht in Erfüllung - wir sind ausverkauft", sagte Hasenhüttl.

Nuancen werden entscheiden

"Nur" vier Punkte hat der Tabellenführer der 2. Bundesliga in diesem Jahr bisher geholt, was den FCI-Coach aber nicht nervös werden lässt: "Wir haben im vergangenen Herbst nicht so dominiert, wie es rückblickend nun dargestellt wird und werden auf künftig nicht wie der FC Bayern München durch die Liga fegen. Wir sind uns bewusst, wie eng es jede Woche zur Sache geht. Auch in den nächsten Wochen werden oftmals Nuancen darüber entscheiden, ob wir als Sieger vom Platz gehen."

Sein Offensivspieler Stefan Lex ließ in diesem Kontext durchblicken: "Wir wissen um unsere Stärken und konzentrieren uns vor allem auf unser Spiel. Das habe den FCI in den bisherigen 22 Auftritten stark gemacht." Personell kann Ingolstadt fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Danny da Costa ist nach seinem Schienbeinbruch noch nicht einsatzbereit.

Fröhling: "Können befreit aufspielen"

Doch auch der neue Löwen-Coach Torsten Fröhling freut sich auf das oberbayerische Derby und versucht den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen, die trotz des Erfolgs über den FC St. Pauli weiterhin tief im Abstiegskampf steckt. "Wir können dort befreit aufspielen. Der Druck, dass wir unbedingt gewinnen müssen, ist nicht so groß wie gegen St. Pauli. Uns wird nicht viel zugetraut. Trotzdem wollen wir erfolgreich spielen."

Fröhling erwartet von der Mannschaft eine ähnlich engagierte und leidenschaftliche Leistung wie bei seinem Debüt. "Wir müssen aber mutiger sein, fußballerisch mehr bringen", fordert der Coach. "Man kann nicht in jedem Spiel das Glück erzwingen. Ich erwarte von den Jungs, dass sie mit breiter Brust rausgehen und drauf losspielen."

Eine gute Chance

Optimistisch stimmt Fröhling der positive Umgang miteinander. "Wenn einer einen Fehler macht, dann stehen alle zusammen, unterstützen sich gegenseitig. Genau das wollen wir rauskitzeln, dass alle 25 Mann im Kader nur ein Ziel verfolgen." Dazu kehre das Selbstvertrauen zurück. "Das sind alles gute Kicker. Aber laufen und kämpfen allein reicht nicht. Wir müssen mental einfach stärker sein."

Mit den Fans im Rücken glaubt der Löwen-Coach an eine erfolgreiche Partie beim Spitzenreiter: "Jedes Spiel fängt bei Null an und muss erst mal gewonnen werden. Gemeinsam haben wir auch in Ingolstadt eine gute Chance." Er muss dabei allerdings auf Moritz Volz (Muskelfaserriss), Rodri, Bedia und Fejsal Mulic (alle Trainingsrückstand) verzichten.

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