München - Am Freitag geht's wieder los! Die 2. Bundesliga startet in die neue Saison - drei Wochen vor der Bundesliga. Und die Fans können sich wieder auf eine spannende Runde freuen.

Denn in der 2. Bundesliga tummeln sich nicht nur traditionsreiche Clubs, auch mehrere Bestmarken gilt es zu knacken. bundesliga.de hat zur Einstimmung die Top-Fakten zur kommenden Spielzeit zusammengefasst.

Die Liga boomt

In der vergangenen Saison kamen im Schnitt knapp 15.000 Besucher zu den Spielen der 2. Bundesliga, dieser Wert sollte in dieser Spielzeit locker gebrochen werden. Zwar verließ mit Hertha der Zuschauerkrösus die Spielklasse, mit Eintracht Frankfurt, St. Pauli, Dresden, Braunschweig und Rostock kamen aber absolute Zuschauermagneten hinzu.

Ruhmreiche Clubs

Gleich vier ehemalige Bundesliga- bzw. DDR-Meister tummeln sich in der 2. Bundesliga - Eintracht Braunschweig (66/67) und 1860 München (65/66) standen in der Bundesliga bereits ganz oben, Dynamo Dresden und Hansa Rostock holten einst Titel in der ehemaligen DDR-Oberliga (Dresden acht Mal, Hansa ein Mal). Für Glanz und Tradition ist also gesorgt.

Hochklassig besetzt

Nur sechs Mannschaften der aktuellen 2. Bundesliga spielten noch nie in der Bundesliga (Ingolstadt, Fürth, Aue, Paderborn, FSV Frankfurt und Union Berlin), zwölf Vereine hingegen gehörten zum Teil über lange Jahre zum absoluten Erstliga-Establishment. Insgesamt absolvierten diese Vereine zusammen 7.638 Partien in der Bundesliga (Frankfurt mit 1.458 die meisten) - es weht also ein Hauch Bundesliga durch die 2. Bundesliga.

Der Ostmeister wird gesucht

Erstmals seit der Wiedereinführung der Eingleisigkeit spielen gleich fünf Mannschaften aus der ehemaligen DDR-Oberliga in der 2. Bundesliga (Aue, Cottbus, Dresden, Union und Rostock). Neben zu erwartenden rassigen Derbys wird zudem der "Ostmeister" ausgespielt, da aktuell keine Mannschaft mit DDR-Vergangenheit in der Bundesliga vertreten ist.

Auf Rekordjagd

Mit Michael Thurk verließ der von allen Aktiven beste Zweitligatorschütze die 2. Bundesliga (96 Treffer), doch seine Bestmarke wird nun gejagt - St. Paulis Marius Ebbers kommt auf 89 Zweitligatore, ihm fehlen also nur acht Treffer, um den Augsburger Thurk zu überholen.

Evergreen

Alemannia Aachen bestreitet die 28. Saison in der 2. Bundesliga - das ist absoluter Bestwert. Einen Novizen gibt es in dieser Saison hingegen nicht, alle 18 Mannschaften absolvierten in der Vergangenheit schon mehrere Zweitligaspielzeiten.

Jubiläum

Alemannia Aachen bestritt bislang 986 Zweitligaspiele, am 14. Spieltag zuhause gegen Duisburg steht also ein tolles Jubiläum an und die Westdeutschen absolvieren dann als 1. Verein das 1.000. Spiel in der 2. Bundesliga. 1860 wird am 2. Spieltag im Übrigen zum 500. Mal in dieser Spielklasse antreten (zuhause gegen Karlsruhe), feiert dann also ein kleineres Jubiläum.

Zweitliga-Meister

Gleich sieben Mannschaften aus der aktuellen 2. Bundesliga schlossen eine Zweitligasaison bereits als Meister ab (seit 74/75 - Karlsruhe, Bochum, Frankfurt, Rostock, Düsseldorf, 1860 München und St. Pauli). Wiederholt einer dieser Vereine diesen Erfolg oder gibt es einen neuen Meister?

Überlebenskampf

Aus dem aktuellen Starterfeld stieg Eintracht Braunschweig am häufigsten aus der 2. Bundesliga ab - bereits vier Mal musste die Eintracht nach einer Zweitligasaison den Weg in die Drittklassigkeit antreten.

Aufstiegserfahrung

Mit Bochum, Duisburg, Karlsruhe und St. Pauli schafften in der Vergangenheit vier Mannschaften bereits fünf Aufstiege aus der 2. Bundesliga in die Bundesliga (also seit 74). Der Rekordaufsteiger aus Nürnberg (sieben Aufstiege) ist allerdings nicht vertreten.

Gelingt der Durchmarsch?

Bislang sechs Mal schaffte ein Aufsteiger in nur einem Jahr den Durchmarsch in die Bundesliga (zuletzt Hoffenheim 2008) - gelingt nun Dresden, Rostock oder Braunschweig ein ähnliches Wunder und der direkte Marsch in die Bundesliga?

Überragender Aufsteiger

Eintracht Braunschweig ist ein solcher Durchmarsch durchaus zuzutrauen, waren die Niedersachsen in der vergangenen Drittligasaison doch überragend und stellten diverse Rekorde auf - nie zuvor in der kurzen Drittligahistorie feierte eine Mannschaft so viele Siege (26), holte so viele Punkte (85), schoss so viele Tore (81) und kassierte so wenige Gegentreffer (22) wie die Niedersachsen 10/11.