Zusammenfassung

  • Zahlreiche Stürmer haben die Chance auf die Nachfolge von Marvin Ducksch als Torschützenkönig der 2. Bundesliga
  • Simon Terodde und Fiete Arp wollen den 1. FC Köln beziehungsweise den Hamburger SV zurück in die Bundesliga schießen
  • Auch andere Angreifer wie Andreas Voglsammer, Sebastian Andersson oder Lukas Hinterseer schielen auf die Torjägerkanone

Köln – 18 Treffer durfte Marvin Ducksch als Torschützenkönig der vergangenen Spielzeit in der 2. Bundesliga verbuchen und schoss damit Aufsteiger Holstein Kiel fast zum Aufstieg in die Bundesliga. Der Angreifer hat den Sprung in die Beletage des deutschen Fußballs mit seinem Wechsel zu Fortuna Düsseldorf dennoch geschafft – nicht nur deshalb wollen ihm eine stattliche Zahl von Zweitliga-Stürmern folgen. bundesliga.de stellt die heißesten Kandidaten auf die Torjägerkanone vor.

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Simon Terodde (1. FC Köln)

© imago / Team2

25, 25, 16 – das ist die Trefferausbeute der letzten drei Spielzeiten, in denen Simon Terodde in der 2. Bundesliga stürmte. Der Angreifer ist der direkte Vorgänger von Marvin Ducksch und schickt sich an, auch sein Nachfolger zu werden: 2015/16 war der 1,92 Meter große Stürmer im Trikot des VfL Bochum nicht zu stoppen, ein Jahr später schoss er den VfB Stuttgart zur direkten Rückkehr in die Bundesliga. Das soll dem 30-Jährigen nun auch beim 1. FC Köln gelingen, der nach dem bitteren Gang in die 2. Bundesliga den Wiederaufstieg anpeilt.

Fiete Arp (Hamburger SV)

© imago

Blutjung und doch heiß gehandelt: Auf Fiete Arps schmalen Schultern ruhen rund um den Hamburger SV große Hoffnungen. Der 18-jährige Angreifer, ein Eigengewächs des einstigen Bundesliga-Dinos, ist bei den Hanseaten ein wichtiger Baustein im Bemühen um den direkten Wiederaufstieg. Der jüngste HSV-Torschütze der Bundesliga-Geschichte verlängerte sogar kurz vor Saisonstart seinen Vertrag bei seinem Herzensverein um ein weiteres Jahr. Ein starkes Zeichen, das sich für den Absteiger auch sportlich auszahlen soll: Der Junioren-Nationalspieler will mit seinem Torriecher für Feierstimmung im Norden sorgen.

Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV)

© imago / Michael Schwarz

Das gilt auch für einen Hamburger Mannschaftskollegen, dessen Qualitäten vor dem gegnerischen Tor unbestritten sind: Pierre-Michel Lasogga, von seiner Leihe zu Leeds United (31 Spiele, zehn Treffer) an den Volkspark zurückgekehrt, soll beim HSV wieder an alte Zeiten anknüpfen. Dass der bullige Angreifer in der 2. Bundesliga durchaus zu treffen weiß, zeigt seine Bilanz von 14 Treffern in 32 Partien für Hertha BSC. "Wenn wir nun auf Mannschaften treffen, die tief stehen, ist ein Strafraumstürmer wie Pierre ein sehr wichtiges Element", setzt HSV-Coach Christian Titz auf die Dienste des 26-Jährigen, der 2013 zu den Hanseaten wechselte.

Lukas Hinterseer (VfL Bochum)

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Er kam, sah und traf wie am Fließband: Vom FC Ingolstadt 04 im vergangenen Sommer zum VfL Bochum gewechselt avancierte der österreichische Neuzugang zum treffsichersten Angreifer des Ruhrpott-Clubs. 14 Tore in 31 Partien – eine Quote, die sich durchaus sehen lassen kann. Highlight der Saison für den 1,92-Meter-Sturmtank: Im Auswärtsspiel beim SV Sandhausen gelang dem Tiroler ein Dreierpack, der VfL Bochum befreite sich somit von allen Abstiegsängsten. Insgesamt blühte Hinterseer unter Robin Dutt auf, erzielte acht seiner 14 Saisontore unter der Leitung des aktuellen Bochumer Trainers.

Andreas Voglsammer (DSC Arminia Bielefeld)

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Seinen endgültigen Durchbruch in der 2. Bundesliga durfte Andreas Voglsammer in der vergangenen Spielzeit feiern: 13 Treffer verbuchte der gebürtige Rosenheimer, der in allen Saisonspielen von Arminia Bielefeld zum Einsatz kam. Für das anstehende Jahr hat sich der körperlich äußerst robuste 26-Jährige viel vorgenommen: „Es ist noch immer Luft nach oben. Ich will den nächsten Schritt machen“, erklärte Voglsammer im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Setzt der in der Jugend des FC Bayern München ausgebildete Angreifer sein Vorhaben in die Tat um, ist er ein heißer Kandidat auf die Torjägerkanone.

Sebastian Andersson (1. FC Union Berlin)

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Mit der Empfehlung von zwölf Saisontoren stößt Sebastian Andersson von Absteiger 1. FC Kaiserslautern zum 1. FC Union Berlin. In der Hauptstadt will der Schwede an seine Quote aus der Spielzeit 2017/18 anknüpfen und diese an der Alten Försterei noch ausbauen: „Es soll besser laufen als letzte Saison“, erklärt der 27-jährige Stoßstürmer, der bereits zwei Länderspiele für Schweden absolviert hat. Im Angriff der Berliner soll der kopfballstarke Andersson zunächst den an der Achillessehne verletzten Sebastian Polter ersetzen, später dann mit ihm zusammen für Torgefahr sorgen. Ein Auftrag, der dem 1,90 Meter großen Angreifer liegen dürfte!

Moussa Kone (SG Dynamo Dresden)

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Ein vielversprechendes Halbjahr macht bei Moussa Kone Lust auf mehr: In der Winterpause vom FC Zürich zu Dynamo Dresden gewechselt sorgte der senegalesische Angreifer schnell für Furore, erzielte in der Rückrunde sieben Treffer in 14 Partien. Pfeilschnell, flexibel einsetzbar und abschlussstark: Der 21-jährige Kone zählt zu den aufregendsten Angreifern in der 2. Bundesliga. Insbesondere im Zusammenspiel mit Sturmkollege Lucas Röser ist es für jede Zweitliga-Defensive schwer, den 1,75 Meter großen Offensivmann zu stoppen. Es würde wenig verwundern, wenn Kone auch in der anstehenden Spielzeit für Furore und jede Menge Dynamo-Treffer sorgt.

Christian Beck (1. FC Magdeburg)

© imago / Christian Schroedter

Dass Christian Beck ein echter Knipser ist, hat der Angreifer in der 3. Liga zu genüge gezeigt: 49 Tore erzielte der kopfballstarke 30-Jährige in den vergangenen drei Spielzeiten für den 1. FC Magdeburg. Mit 13 Treffern war Beck auch ein wichtiger Faktor beim Aufstieg des ostdeutschen Traditionsvereins in die 2. Bundesliga. Nun will sich der in Erfurt geborene Sturm-Routinier, der bereits mehr als 100 Tore für den FCM erzielt hat, auch eine Klasse höher beweisen: Die Klasse dazu, da sind sich alle rund um den Europapokal-Sieger von 1974 sicher, hat der 1,96-Meter-Hüne definitiv. "Das schaffen, was noch keiner geschafft hat" war Becks Motto vor dem Aufstieg – das gilt sicherlich auch für die kommende Zweitliga-Saison.

Thomas Reinscheid

Video: Die kuriosesten Tore 2017/18