Los Barrios - Im zweiten Testspiel von Eintracht Braunschweig während des Trainingslagers ging es in Los Barrios torreich zu. Am Ende müssen sich die Löwen dem FC Luzern allerdings 3:5 geschlagen geben. Für die Schweizer waren Lezcano (9.), Schneuwly (17.), Hyka (47./51.) und Winter (74.) erfolgreich. Auf Seiten der Blau-Gelben trafen Khelifi (48.), Düker (60.) und Kessel (90.).

Löwen-Trainer Torsten Lieberknecht tauschte im Vergleich zum gestrigen Testspiel gegen Mainz seine Anfangsformation komplett. Elf neue Akteure standen von Beginn an auf dem Feld. Für den ersten Aufreger auf dem Platz war allerdings ein Hund verantwortlich. Kurz nach dem Anpfiff störte der neugierige Vierbeiner die Begegnung, und es folgte eine kurze Unterbrechung.

Die Blau-Gelben fanden nicht richtig ins Spiel und wurden so direkt zu Beginn kalt erwischt. Ihnen fehlte die Ordnung sowie der nötige Zugriff auf die Partie. Ein Missverständnis zwischen Matthias Henn und Mohammad Baghdadi sorgte für einen Ballverlust im Aufbauspiel. Diesen bestrafte Lezcano sofort und brachte die Schweizer in Führung (9.). Die Braunschweiger kamen weiterhin nicht zum Zug. Nach einem Angriff des FCL konnte die Hintermannschaft der Niedersachsen den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern, sodass die Schweizer erneut aussichtsreich zum Abschluss kamen. Eintracht-Schlussmann Marjan Petkovic entschärfte die Situation allerdings im Nachfassen (14.).

Luzern spielbestimmend

Die Luzerner blieben über weite Strecken die Aktivposten. Nach einer Flanke von der rechten Außenseite fehlte die Absprache im Eintracht-Zentrum. Das Leder landete beim völlig freistehenden Schneuwly. Der 29-Jährige bedankte sich und baute die Führung für sein Team aus (17.). Für die Blau-Gelben ging nach vorne nur wenig, der Gegner hingegen verschaffte sich durch die deutlich höheren Spielanteile auch mehr Torraumszenen. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden die Braunschweiger aber etwas aktiver. Jedoch scheiterten die ersten Angriffsambitionen meist an der Strafraumgrenze.

Im zweiten Durchgang ersetzte Julius Düker zunächst Bakenga in der Sturmspitze. Die erste Aktion nach Wiederanpfiff gehörte aber erneut den Schweizern. Nach einem Ballverlust landete das Spielgerät bei Hyka. Der Albaner zog aus knapp 20 Metern ab und erzielte das 0:3 (47.). Postwendend verkürzten die Löwen aber auf 1:3. Düker legte den Ball im Strafraum quer auf Salim Khelifi. Der 20-Jährige traf zum Anschluss (48.). Jetzt schienen die Niedersachsen Blut geleckt zu haben. Zwei Minuten später versuchte Jan Hochscheidt einen Schlenzer von der Strafraumgrenze. Allerdings senkte sich der Ball etwas zu spät (50.)

Offener Schlagabtausch im 2. Abschnitt

Aber auch die Schweizer spielten weiter munter mit. Nach einer Flanke wehrte Petkovic noch den ersten Kopfball ab, doch beim zweiten Schuss von Hyka musste sich der Braunschweiger Keeper geschlagen geben (51). Die Löwen konnten kurze Zeit später schon wieder verkürzen. Kapitän Dennis Kruppke brachte eine Flanke von rechts in die Mitte. Dort lauerte Düker und köpfte das Leder freistehend zum 2:4 in die Maschen (60.).

Zwar wechselte Lieberknecht nach einer guten Stunde noch einmal siebenfach, aber die frischen Akteure konnten die Partie nicht mehr entscheidend beeinflussen. Obwohl die Braunschweiger im zweiten Durchgang mehr Ballbesitz in ihren Reihen hatten und zu einigen Torabschlüssen kamen, erzielte der FCL den nächsten Treffer. Ein strammer Schuss von Winter ließ Petkovic erneut keine Chance und stellte das zwischenzeitliche 2:5 her (74.). Mit dem Schlusspfiff betrieben die Blau-Gelben allerdings noch ein wenig Ergebniskosmetik. Benjamin Kessel köpfte nach einem Freistoß zum 3:5 ins Gehäuse der Schweizer (90.).

Eintracht Braunschweig: Petkovic - Sauer (68. Kessel), Decarli, Henn, Baghdadi (68. Hedenstad) - Vrancic (68. Boland), Pfitzner (68. Theuerkauf) - Kruppke (68. Korte), Hochscheidt (68. Nielsen), Khelifi (68. Zuck) - Bakenga (46. Düker)

Tore: 0:1 Lezcano (9.), 0:2 Schneuwky (17.), 0:3 Hyka (47.), 1:3 Khelifi (48.), 1:4 Hyka (51.), 2:4 Düker (60.), 2:5 Winter (74.), 3:5 Kessel (90.)

Zuschauer: circa 100