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Das Topspiel war von Zweikämpfen geprägt
Das Topspiel war von Zweikämpfen geprägt - © IMAGO/Thomas Voelker
Das Topspiel war von Zweikämpfen geprägt - © IMAGO/Thomas Voelker
2. Bundesliga

Verdienter Sieger im Topspiel zwischen Lilien und Hannover

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Hannover 96 hat beim direkten Konkurrenten SV Darmstadt 98 einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Maurice Neubauer (14.) und Stefán Thórdarson (56.) trafen für die Niedersachsen, die mit diesem Erfolg zwischenzeitlich auf den Relegationsplatz vorrücken.

Ein Duell auf Augenhöhe mit großer Bedeutung im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga stand am Samstagabend auf dem Programm. Der SV Darmstadt 98 und Hannover 96 gingen punktgleich als Tabellennachbarn in die Partie. Während die Lilien zuletzt einen Dämpfer in Bielefeld hinnehmen mussten, war Hannover seit neun Spielen ungeschlagen.

Personell mussten die Gastgeber auf ihre Leistungsträger Isac Lidberg und Kai Klefischverzichten. Für sie rückten Fynn Lakenmacher und Merveille Papela in die Startelf. Bei Hannover starteten Elias Saad für den gelbgesperrten Daisuke Yokota sowie Ime Okon für Kolja Oudenne.

Schuss ins Glück: Neubauer erzielt die Führung - IMAGO/Joaquim Ferreira

Neubauer bringt Hannover in Führung

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der Killian Corredor nach einem Zusammenprall behandelt werden musste, hatte Hannover die erste nennenswerte Chance. Benedikt Pichler kam nach einer Flanke von der linken Seite zum Kopfball, verfehlte aber das Tor (9.).

Fünf Minuten später machte es sein Teamkollege besser: Maurice Neubauer fasste sich aus 21 Metern ein Herz und traf mit einem wuchtigen Schuss neben den rechten Pfosten zur Führung für die Gäste (14.). Die Hannoveraner übernahmen anschließend die Kontrolle und hatten durch Benjamin Källman, der für den verletzten Pichler eingewechselt wurde, zwei gute Möglichkeiten.

Doch Marcel Schuhen im Darmstädter Tor verhinderte mit starken Paraden einen höheren Rückstand (24., 43.). Die Lilien kamen erst nach einer halben Stunde zu ihrer ersten Chance durch Lakenmacher, der aber knapp vorbeischoss (29.).

Thórdarson entscheidet die Partie

Darmstadt kam mit mehr Elan aus der Kabine und versuchte, den Druck zu erhöhen. Ein Freistoß von Matej Maglica aus 25 Metern wurde jedoch geblockt (49.). Als die Lilien am Drücker schienen, schlug Hannover eiskalt zu: Nach einer wunderbaren Chipflanke von Waniss Taibi mit dem Außenrist köpfte Stefán Thórdarson zunächst auf Schuhen, verwertete aber den Abpraller per Kopf zum 0:2 (56.).

Lilien-Coach Florian Kohfeldt sah nach Protesten die Gelbe Karte, da er monierte, dass der Ball beim vorausgegangenen Freistoß nicht geruht habe. Die Hausherren gaben sich nicht auf und brachten mit Marco Richter für Papela mehr Offensivkraft (63.). Trotz erhöhten Risikos und mehrerer guter Chancen durch Fraser Hornby gelang ihnen jedoch kein Treffer. Der Schotte vergab zwei Großchancen (76., 88.) und traf in der Nachspielzeit nur die Latte (90.+2).

Darmstadt fehlt die Durchschlagskraft

Die statistische Überlegenheit der Lilien in der zweiten Hälfte – mehr Ballbesitz und insgesamt mehr Abschlüsse – konnte nicht in Zählbares umgemünzt werden. Der eingewechselte Yosuke Furukawa sorgte mit seinen Dribblings für Gefahr, sein Schuss aus spitzem Winkel wurde jedoch von Hannover-Keeper Nahuel Noll per Fußabwehr geklärt (85.).

Trotz sechs Minuten Nachspielzeit und einer Schlussoffensive mit einem Lattenknaller von Hornby blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg für die Gäste. Hannover präsentierte sich vor dem Tor deutlich effizienter und zeigte mit einer xGoals-Wert von 2,03 gegenüber Darmstadts 1,08, dass sie die besseren Chancen herausgespielt hatten. Mit diesem Sieg zieht Hannover in der Tabelle an den Lilien vorbei und setzt die Aufstiegskonkurrenten unter Druck.

Stefán Thórdarson bejubelt seinen Treffer zum 2:0 - IMAGO/Joaquim Ferreira

Bundesliga Match Facts
xGoals: Darmstadt 1,08 - Hannover 2,03
Schnellster Spieler: Ime Okon (H96), 34 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Maurice Neubauer (H96), 4,88 Prozent
Most Pressed Player: Fynn-Luca Lakenmacher (SVD), 26 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Matej Maglica (SVD), +4,7