20 Tage vor dem Auftakt zur neuen Spielzeit am 7. August nutzten wieder zahlreiche Zweitligisten die Gelegenheit, um sich der Wunschformation für den Saisonstart zu nähern. bundesliga.de präsentiert die Spiele im Überblick.

SV Philippsburg - Karlsruher SC 1:11 (1:5)

Auf dem Rückweg aus dem Trainingslager in Baiersbronn machte der Karlsruher SC am Samstagnachmittag beim Bruchsaler Kreisligist SV Philippsburg Station und siegte mit 11:1 (5:1) Toren.

Auf Karlsruher Seite kamen zwei Testspieler zum Einsatz. In der ersten Halbzeit konnte der mazedonische Nationalspieler Filip Ivanovski sein Können unter Beweis stellen. In den zweiten 45 Minuten kam Darko Mesic im linken offensiven Mittefeld zum Einsatz. Geschont wurden aufgrund muskulärer Probleme Gaétan Krebs, Christian Timm, Christian Demirtas sowie Stefan Buck.

Der KSC ging vor rund 1500 Zuschauern bereits in der 5. Minute durch Ivanovski in Führung. Es folgten Treffer von Marco Engelhardt (09., 13.) und Patrick Dulleck (20.), ehe wieder Ivanovski (27.) zum 5:0-Zwischenstand traf. Den Ehrentreffer der Philippsburger erzielte Cihan Kaya in der 35. Minute. Nach der Halbzeit erzielte der KSC binnen sieben Minuten die Treffer sechs, sieben und acht. Verantwortlich hierfür zeichneten Macauley Chrisantus (46., 52.) und Patrick Dulleck (49.). Wiederum Chrisantus (73.) sowie Matthias Cuntz (85.) und Simon Zoller (88.) per Kopf sorgten für den 11:1-Endstand.

KSC: Kornetzky (46. Nicht) - Mutzel (46.Rupp), Matthias Langkamp (46. Heinrich), Sebastian Langkamp (46. Rutz), Schäfer (46. Blum) - Stindl (46. Mesic), Aduobe (46. Staffeldt), Engelhardt (46.), Dulleck - Iashvili (46. Chrisantus), Ivanovski (46. Zoller)


1860 München - FC Aberdeen 1:0 (1:0)

Durch ein gelungene Aktion von José Holebas (44.) besiegten die "Löwen" vom TSV 1860 München den FC Aberdeen in Bad Wimsbach mit 1:0 und zeigten sich dabei defensiv sehr diszipliniert und gut organisiert. Erstmals durfte der Rumäne Florin Lovin mit einer Gastspielerlaubnis für die "Löwen" ran. Der 25-Jährige von Steaua Bukarest hinterließ 72 Minuten lang im defensiven Mittelfeld einen guten Eindruck. Die Gespräche mit dem Rumänen und seinem Club Steaua Bukarest, so "Löwen"-Sportdirektor Miki Stevic, seien bisher gut verlaufen, es wären aber noch Details zu klären.

Auf dem Spielfeld wurde zunächst Rasenschach geboten, ohne dass Langeweile aufkam. Beide Teams gingen sehr diszipliniert und gut organisiert in der Defensive zu Werke, was die Arbeit für die Offensivreihen erschwerte. Es dauerte bis zur 44. Minute, bis überhaupt die erste Torchance des Spiels zu verzeichnen war.

Nach einer Kombination über mehrere Stationen wurde auf der linken Seite José Holebas freigespielt. Der versuchte es mit einem Linksschuss aus 20 Metern, der jedoch zunächst geblockt wurde. Den "Rebound" erkämpfte sich der 24-Jährige selbst, legte sich das Leder vor und zog mit seinem linken Hammer aus 16 Metern ab. Nach der Pause boten sich den "Löwen" einige weitere gute Einschussmöglichkeiten, doch es blieb schließlich beim 1:0-Erfolg.

1860: 1 Kiraly - 2. Rukavina, 5 Felhi, 19 Ghvinianidze, 14 Holebas - 8 Ignjovski, 24 Lovin - 15 Aigner, 10 Rösler - 11 Lauth, 31 Djokaj.

Wechsel: Schäffler für Djokaj (46.), Hoffmann für Felhi (60.), Camdal für Lovin (73.), Pappas für Ignjovski (76.), Mlapa für Lauth (76.), Lushtaku für Aigner (80.), Jungwirth für Rukavina (83.).


Rot-Weiss Essen - MSV Duisburg 2:5 (2:3)

Mit einem souveränen 5:2 (3:2)-Erfolg bei Rot-Weiss Essen startete der MSV Duisburg in das Testspiel-Wochenende. An der Hafenstraße war bereits nach 17 Minuten vor 2.500 Zuschauern alles klar. Nach furiosem Start führte der MSV durch Treffer von Gastspieler Kristoffer Andersen (8.), Sandro Wagner (10.) und Maicon (17.) und hatte die Partie völlig im Griff.

Erst ein leichter Schlendrian kurz vor dem Seitenwechsel ließ die Gastgeber durch einen Doppelschlag durch Mölders (42.) und (45.) rankommen. Doch Dorge Kouemaha (53.) und ein Egentor von Broniszewski (59.) stellte den Abstand wieder her. Trainer Peter Neururer hatte wie gewohnt in der Pause komplett durchgewechselt. Neben Andersen kamen auch die U19-Jugendlichen Serkan Özdemir und Berkast Alui zum Einsatz. Am Sonntag spielt der MSV um 15 Uhr auf dem Bocholter Hünting gegen eine Kreisauswahl.

MSV erste Halbzeit: Herzog - Adler, Schlicke, Grlic, Grund - Tararache, Maicon, Andersen, Sahan - Wagner, Özdemir

MSV zweite Halbzeit: Starke - Korzynietz, Tiago, Fahrenhorst, Veigneau - Bodzek, Tiffert, Yankov, Ede - Alui, Kouemaha


SV Schonnebeck - Rot-Weiß Oberhausen 0:2

Rot-Weiß Oberhausen schlägt Schönnebeck im Essener "Stadion am Hallo" mit 2:0 (0:0). Trotz optischer Überlegenheit und einigen guten Gelegenheiten, gelang RWO im ersten Durchgang kein Treffer.

Nach dem Seitenwechsel machten die "Kleeblätter" dann kurzzeitig ernst und gingen durch Ronny König (48.) und Mike Terranova (52.) in Führung. Testspieler Jens Bäumer wurde nach einer guten Stunde Spielzeit ausgewechselt und wird nicht verpflichtet.

Der Sportliche Leiter Hans-Günter Bruns wollte das Ergebnis und die Partie richtig einsortiert wissen: "Die Jungs waren nach dem Trainingslager total platt, aber in solchen Spielen sieht man andere Dinge wie unbedingten Einsatzwillen und die Bereitschaft, auf die Zähne zu beissen."

RWO: Dietz - Pappas (46. Petersch), Miletic (70. Asenso), Schlieter (46. Uster), Bäumer (65. Schüßler) - Landers (65. Heppke), Gordon (46. Kruse), Stoppelkamp (70. Borutzki), Schmidtgal (46. Embers) - Jamal (46. König), Terranova (65. Schönfeld)


SV Blau-Weiß Schotten - FSV Frankfurt 0:9 (0:5)

Der FSV Frankfurt hat im Anschluss an die Heimfahrt aus dem Miesbacher Trainingslager Station bei der 100-Jahr Feier von Blau-Weiß Schotten gemacht. Gegen den Kreisoberligisten landete der Zweitligist einen nie gefährdeten 9:0 (5:0)-Erfolg.

FSV-Dauerbrenner Sead Mehic kam am besten aus den Startlöchern und setzte mit dem 0:1 nach sieben Minuten die erste Duftmarke. US-Stürmer Matthew Taylor erhöhte nach 20 Minuten auf 0:2. Nach seinem Solo war er beim zweiten Versuch erfolgreich. Den dritten Treffer markierte wieder Mehic, den vierten wieder Taylor. Sein Kopfball nach einer Flanke von Pa Saikou Kujabi landete in der 35. Minute im Netz. Auch Matias Esteban Cenci sorgte in der Offensive für viel Wirbel und wurde dafür mit dem 0:5 per linken Außenrist belohnt. Kurz danach musste er mit einer Muskelverhärtung das Feld verlassen.

In der zweiten Hälfte setzten sich besonders Christian Müller und Benjamin Pintol in Szene. Das neunte Tor entstand nach einem Zusammenspiel der beiden, zuvor hatten sie jeweils schon einen Treffer erzielt. Dajan Simac traf zusätzlich per Handelfmeter.

FSV Frankfurt, erste Halbzeit: Alvarez - Simac, Klitzpera, Ledesma, Voigt - Pintol, Mehic, Coulibaly, Kujabi - Cenci, Taylor.

FSV Frankfurt, zweite Halbzeit: Alvarez - Ledesma, Simac, Klitzpera, Voigt - Müller, Coulibaly, Albayrak, Bouhaddouz - Ross, Pintol


Hansa Rostock - Lyngby BK 0:0

Zum Abschluss des Trainingslagers hat Hansa Rostock am Sonnabend in Kühlungsborn noch ein Testspiel gegen den dänischen Zweitligisten Lyngby BK absolviert. Nachdem die Mannschaft am Vormittag - um den Platz im Ostseebad nach den wolkenbruchartigen Regenfällen zu schonen - ihre Trainingseinheit in Rostock absolviert hatte, trennte man sich am Abend von den skandinavischen Gästen 0:0 unentschieden.

Vor der Pause sahen die 3.000 Zuschauer ein Spiel ohne große Höhepunkte. Der einzige echte Torschuss der ersten halben Stunde war ein 25-Meter-Freistoß von Martin Retov, den der dänische Keeper Rune Pedersen aber parieren konnte (18.). Und die größte Chance der Gäste vor der Pause hatte Christian Gytkjar, dessen 20-Meter-Schuss Torhüter Alexander Walke aus dem unteren Eck holte (38.). Die letzte Möglichkeit, mit einer Führung in die Kabinen zu gehen, vergaben die Hanseaten schließlich eine Minute vor dem Pausenpfiff. Kevin Schlitte hatte sich bis zur Grundlinie durchgesetzt, doch sein Rückpass auf den mitgelaufenen Fin Bartels war nicht präzise genug.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Hanseaten dann ihre beste Phase. Nach einer Flanke von Bastian Oczipka kam Tobias Jänicke sechs Meter vor dem Tor zum Kopfball, traf das Gehäuse allerdings nicht (48.). Und auch ein Schuss von Fin Bartels, der nach einem langen Retov-Ball und einer Kopfballablage von Mario Fillinger in Szene gesetzt worden war, ging knapp am Tor vorbei (53.). Doch die Dänen hatten ebenfalls noch zwei gute Torchancen. Bei einem schnellen Konter rettete Orestes im letzten Moment gegen Kristiansen (69.) und einen Gytkjar-Schuss aus Nahdistanz konnte Walke glänzend parieren (77.), So blieb es am Ende beim leistungsgerechten Unentschieden.

Hansa: Walke - Schöneberg, Orestes, Sebastian, Carnell (46. Oczipka) - Retov, Bülow (46. Schröder) - Schlitte (46. Jänicke), Fillinger - Kern (46. Kroos), Bartels (70. Schied)


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