
Geduld für Paderborn und die Mittelfranken gefragt
SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn 07 0:2 (0:0). Stefano Marino (51.) und Filip Bilbija (86.) trafen für die Paderborner, die mit dem Sieg ihre Aufstiegsambitionen untermauerten. Fürth bleibt dagegen tief im Abstiegskampf stecken.
Der Tabellendritten beim Drittletzten – auf dem Papier eine klare Sache, doch im Sportpark Ronhof Thomas Sommer trafen zwei Teams aufeinander, die zuletzt mit unterschiedlichen Vorzeichen agierten.
Während die Ostwestfalen seit sieben Spielen ungeschlagen waren und nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Schalke lagen, endete Fürths beeindruckende Serie von vier ungeschlagenen Spielen am letzten Spieltag mit einer Niederlage gegen Karlsruhe.
Personell mussten die Gastgeber auf den formstarken Ex-Paderborner Dennis Srbeny verzichten, dafür kehrte Maximilian Dietz nach abgesessener Gelbsperre zurück. Bei den Gästen saß trotz seines Joker-Doppelpacks gegen Dresden Steffen Tigges zunächst auf der Bank.

Chancenreiche erste Hälfte ohne Tore
Trotz der unterschiedlichen Tabellenposition gestaltete sich die Anfangsphase ausgeglichen. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und kamen zu ersten Abschlüssen. Nach zehn Minuten versuchte es Noel Futkeu für die Hausherren, sein Schuss wurde jedoch geblockt.
Auf der Gegenseite prüften Laurin Curda (15.) und Stefano Marino (17.) ihr Glück aus aussichtsreichen Positionen. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Paderborn mehr und mehr das Kommando. In der 28. Minute verfehlte Marino per Kopf nach Flanke von Curda knapp das Ziel.
Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte jedoch das Kleeblatt: In der Nachspielzeit legte Sayfallah Ltaief mustergültig für Futkeu auf, der den Ball aus kurzer Distanz nicht im leeren Tor unterbringen konnte.
Marino und Bilbija sorgen für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel starteten die Fürther mit viel Schwung. Jannik Dehm hämmerte den Ball in der 47. Minute an die Latte. Doch die kalte Dusche folgte prompt: In der 51. Minute ging Paderborn in Führung.
Ein langer Ball von Dennis Seimen fand Marino, der nach einem Doppelpass mit Curda durchstartete und vor Silas Prüfrock die Nerven behielt – 0:1. Es war bereits das 100. Tor in Fürther Spielen dieser Saison, allerdings erst das 40. eigene bei 60 Gegentreffern. Die Gastgeber bemühten sich in der Folge um den Ausgleich. Der eingewechselte Lukas Reich traf in der 66. Minute nur den Pfosten.
Die Entscheidung fiel in der 86. Minute: Der ebenfalls eingewechselte Filip Bilbija verwertete eine Vorlage von Steffen Tigges zum 0:2-Endstand. Für Bilbija war es bereits sein zehnter Saisontreffer – in seiner fünften Zweitliga-Saison traf er damit erstmals zweistellig.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Fürth 1,02 - Paderborn 1,54
Schnellster Spieler: Reno Münz (SGF), 34,38 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 0:1 von Stefano Marino (SCP), 27 Prozent
Most Pressed Player: Branimir Hrgota (SGF), 22 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Maximilian Dietz (SGF), +3,88
