Hamburg - Der FC St. Pauli hat sich in der 2. Bundesliga mit einem Heimsieg Luft verschafft und ins Tabellenmittelfeld katapultiert. Vor 29.063 Zuschauern am ausverkauften Millerntor gaben die Hanseaten im Duell der Kult-Klubs Union Berlin mit 3:0 (1:0) das Nachsehen.

Christopher Nöthe (23.) war per Foulelfmeter zum 1:0 für die Norddeutschen erfolgreich. Vorausgegangen war eine Notbremse von Björn Jopek an Ante Budimir, die mit der Roten Karte geahndet wurde.

Knackpunkt Platzverweis

"Dass es ein Elfmeter war, ist keine Frage. In dieser Situation war es, wie so häufig in den letzten Wochen, ein individueller Fehler, der dazu führte, dass wir den Dingen hinterherlaufen müssen. Man muss aber neben dem Strafstoß die zusätzliche Rote Karte nicht geben“, sah Union-Coach Norbert Düwel den Knackpunkt des Spiels in der Elfmetersituation.

Marc Rzatkowski (73.) machte dann mit seinem Treffer alles klar. Die Vorarbeit leistete John Verhoek, der zwei Minuten vor dem Abpfiff mit einem sehenswerten Schuss von der Strafraumgrenze für den Endstand sorgte. Durch die Niederlage rutschten die Eisernen von der Spree auf Relegationsplatz 16 ab.

Meggle hochzufrieden

"Was die Jungs gezaubert haben über 90 Minuten, war schon toll. Sie haben genau das gemacht, was wir wollten und vor allem die Null gehalten", sagte St. Paulis Trainer Thomas Meggle bei Sky.

Am Millerntor holten die Berliner weder in der 2. Bundesliga noch in der Regionalliga einen Sieg (drei Unentschieden und fünf Niederlagen). In der 17. Minute hatte Union-Kapitän Damir Kreilach freistehend eine große Chance für die Gäste verpasst. In der 27. Minute bot sich wiederum Kreilach per Freistoß eine gute Gelegenheit, doch der Ball verfehlte das Tor knapp. Budimir (31.) per Kopf hatte für die St. Paulianer noch eine Chance zur Resultatserhöhung.

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