
Späte Wende: Die Hertha bleibt das Maß aller Dinge
Hertha BSC hat trotz Rückstand mit 2:1 (1:1) in Dresden gewonnen. Jón Dagur Thorsteinsson traf doppelt für die Berliner (29., 80.), Patrice Čović hatte Dresden zunächst in Führung gebracht (10.). Ein Kopfballtor der Gäste wurde nach Check durch die Video-Assistenten wegen Handspiels aberkannt.
SG Dynamo Dresden begann druckvoll und ging bereits in der 10. Minute in Führung: Patrice Čović leitete den Treffer über die rechte Seite selbst ein, spielte einen Doppelpass mit Vincent Vermeij und traf aus 16 Metern unten rechts zum 1:0. Die Berliner fanden zunächst nicht ins Spiel, steigerten sich aber im Laufe der ersten Halbzeit.
In der 29. Minute glich Jón Dagur Thorsteinsson mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern zum 1:1 aus. Kurz vor der Pause parierte Tim Schreiber noch stark gegen Oluwaseun Victor Adewumi (45.+1).
Aberkanntes Tor und später Siegtreffer
Nach der Pause erhöhte Hertha den Druck. In der 57. Minute köpfte Adewumi vermeintlich zum 2:1 ein, der Treffer wurde nach Check durch die Video-Assistenten wegen eines Handspiels bei der Ballannahme aberkannt. Dresden hatte in der Schlussphase durch Christoph Daferner zwei gute Gelegenheiten (79. und 82.), traf den Ball aber nicht ins Tor.
In der 80. Minute war es erneut Thorsteinsson, der aus 22 Metern unten rechts zum 2:1 für die Berliner traf, nach Vorlage von Mads Pedersen. Damit drehte Hertha BSC die Partie und brachte den Vorsprung über die verbleibende Spielzeit und steht nach sechs Siegen aus den ersten sechs Saisonspielen – Berliner Startrekord – an der Tabellenspitze.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Dresden 0,96 - Hertha BSC 3,11
Schnellster Spieler: Oluwaseun Victor Adewumi (BSC), 33,49 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 2:1 von Jón Dagur Thorsteinsson (BSC), 5 Prozent
Most Pressed Player: Josip Brekalo (BSC), 16 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Josip Brekalo (BSC), 3,58




