Der 1. FC Kaiserslautern gegen die TuS Koblenz (Fr., ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!) - gute Erinnerungen haben die "Roten Teufel" nicht gerade an dieses "kleine" Rheinland-Pfalz-Derby.

Das Hinspiel gewann nämlich die TuS dank guter Chancenauswertung mit 5:0 gegen die "Roten Teufel". Außerdem tat sich der aktuelle Fünfte der Tabelle in den vergangenen Jahren immer wieder schwer gegen die "Schängel": 2006 gab es zuletzt einen knappen Sieg zu feiern, danach verlor Kaiserslautern das Duell vier Mal in Folge.

Lakic greift wieder an

Um ihre Aufstiegschancen zu wahren, sollten die Lauterer ihre Negativserie am besten gegen Koblenz beenden. Und es gibt gute Nachrichten vom Betzenberg: Mehrere Spieler scheinen rechtzeitig für dieses wichtige Spiel wieder fit zu werden.

Toptorjäger Srdjan Lakic (zehn Treffer) kann nach seinen Waden- und Fersenproblemen seit Dienstag wieder mit der Mannschaft trainieren und wird wahrscheinlich im Derby spielen können.

Rapolder hat die Qual der Wahl

Die Abwehrspieler Manuel Hörnig und Fabian Müller konnten beide wieder intensivere Laufeinheiten absolvieren. Abwehrspieler Martin Amedick musste sich allerdings nach seinem Lauftraining wieder zur medizinischen Betreuung begeben, und wann Kapitän Axel Bellinghausen in den Kader zurückkehren kann, ist immer noch ungewiss.

TuS-Trainer Uwe Rapolder sieht die "Teufel" in der Favoritenrolle, verlangt aber gleichzeitig von seiner Elf, das Niveau der vergangenen Spiele zu halten. Denn nicht nur gegen Lautern wurden die letzten vier Spiele gewonnen, sondern auch die letzten vier Ligaspiele. Rapolder kann bis auf den jungen Lars Bender weiterhin auf den gesamten Kader zurückgreifen und hat somit vor allem im Mittelfeld mehrere taktische Optionen.


TSV 1860 München - FSV Frankfurt

Ähnlich ist die Situation in München: Der TSV 1860 steht im Mittelfeld der Tabelle, hat aber aktuell eine Tendenz nach oben. Und der neue Trainer Uwe Wolf hat seiner Mannschaft eingebläut, dass es möglich ist, "noch mal oben angreifen zu können." Bislang gab es in zwei Spielen zwei Siege unter dem neuen Coach, der gegen den FSV auf Daniel Bierofka (Schambeinentzündung) und die beiden langzeitverletzten Antonio Di Salvo und Markus Schroth sowie den kurzfristig an einer Grippe erkrankten Julian Baumgartlinger verzichten muss.

Der Gast aus Frankfurt konnte zuletzt im Kampf gegen den Abstieg gegen Kaiserslautern punkten und reist nicht nur als Sparringspartner in der Allianz Arena. "Patric Klandt spielt, da gibt es keine Diskussion"", stellte Team-Chef Tomas Oral im Vorfeld des Spiels klar. Der wegen einer Roten Karte in Oberhausen gesperrte Keeper kehrt wieder ins Team zurück. Auch sonst kann das Trainerteam des FSV Frankfurt weitgehend aus dem Vollen schöpfen, nur Henrich Bencik befindet sich noch im Aufbautraining.

Ansonsten möchte Oral "nicht viel reden, wir brauchen Punkte. Wir müssen jedes Wochenende 100 Prozent abrufen. Mit Laufbereitschaft und Glaube an unsere eigene Stärke können wir viel erreichen."


1. FC Nürnberg - Rot Weiss Ahlen

Die Mittelfranken weisen eine eindrucksvolle Bilanz auf: Seit 407 Minuten sind sie im heimischen easyCredit-Stadion ohne Gegentor. Da kommt der Gegner aus Ahlen nicht ungelegen, der im gesamten Saisonverlauf erst 29 Treffer erzielte. "Club"-Trainer Michael Oenning will zwar geduldig, aber doch zielstrebig die drei Punkte gegen den starken Neuling erarbeiten, sein Team, so Oenning, "signalisiert mir die klare Bereitschaft dazu." Fehlen werden Peer Kluge wegen einer Gelb-Sperre und der angeschlagene Ilkay Gündogan.

Die Gäste aus Westfalen konnten mit ihrem Interims-Trainer Bernd Heemsoth am vergangenen Wochenende mit 2:1 gegen SV Wehen Wiesbaden gewinnen, und es sieht so aus, als ob Heemsoth auf die gleiche Startelf bauen kann. "Es gibt keinen Grund, mit anderen Spielern in die Partie zu gehen", gibt der Coach seinen Stammspielern für Freitag einen Freifahrtschein. Zumal Linksfuß Sebastian Pelzer noch nicht wieder fit ist.

Allein der Einsatz von Innenverteidiger Nils Döring ist noch gefährdet, weil der 28-Jährige erkältet ist. Doch die Taktik steht für den Übergangstrainer ohnehin bereits fest. "Es gilt, die Räume eng zu machen", sagte Heemsoth, der "keinen Firlefanz" machen will, "um irgendwen zu überraschen", sondern auf eine stabile Defensive baut.