"Intensiv-Wochen", so bezeichnet Coach Jürgen Seeberger die vergangenen 14 Tage für die Alemannia. An insgesamt sechs Tagen wurde dreifach trainiert.

"Wir sind gut dabei, weil die Spieler fast vollzählig die Trainingseinheiten mitmachen können. Das muss immer das Ziel sein", zeigte sich Seeberger am Donnerstag zufrieden mit den ersten vier Wochen der Vorbereitung. Die Hälfte der Strecke bis zum Liga-Auftakt gegen Wehen Wiesbaden ist absolviert.

Professionell

Mit Mirko Casper und Thomas Stehle hält sich die Zahl der Ausfälle in Grenzen. Die Folge ist eine hohe "Netto-Trainingszeit". Auch ein Ergebnis der sorgsamen Leistungsdiagnostik, die Ende Juni absolviert wurde. "Ich kann einen Athleten nur dann optimal trainieren, wenn ich ihn gut kenne", erklärt Co-Trainer Jörg Jakobs, der für die Fitness zuständig ist.

Deshalb wurden in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln auch in einem Umfang wissenschaftliche Daten gesammelt, der noch nie so hoch war. "Früher ist man in den Wald gegangen, und wer als Erster wieder raus kam, war der Beste. Diese Zeiten sind längst vorbei", sagt Jakobs.

Jedem das Seine

Individualisierung lautet das Stichwort. "Wir haben mit Lewis Holtby einen 17-Jährigen dabei, der zum ersten Mal unter Profibedingungen eine Vorbereitung absolviert. Den muss ich anders belasten als einen erfahrenen Spieler", so Jakobs.

Und die Belastung war ziemlich hoch in den letzten Wochen, auf die anstehenden Spiele wurde dabei keine Rücksicht genommen, so dass die Beine in den Tests noch recht müde wirkten. "Völlig normal zum jetzigen Zeitpunkt", sagt Jakobs. "Wir werden die gute Grundlage in den nächsten Woche in Power und Tempo umsetzen", fügt Seeberger hinzu.