München - Vier Partien gehen am Dienstag - dem Auftakt des 16. Spieltags in der 2. Bundesliga - über die Bühne: Der 1. FC Kaiserslautern trifft auf den SSV Jahn Regensburg und könnte mit einem Sieg den Druck auf Tabellenführer Eintracht Braunschweig erhöhen.

1860 München empfängt im ersten Heimspiel unter dem neuen Trainer Alexander Schmidt den SC Paderborn. Zudem müssen Dresden und Bochum in ihren Heimspielen punkten, um sich von der Abstiegszone zu entfernen (alle Dienstagsspiele ab 17:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Nur noch drei Zähler beträgt der Rückstand der "Roten Teufel" auf Tabellenführer Eintracht Braunschweig vor der Partie gegen den SSV Jahn Regensburg. Mit einem Sieg könnte die Mannschaft von Franco Foda vorübergehend zumindest wieder auf Rang 2 der Tabelle vorrücken. Damit dieses Vorhaben gelingt, muss sich aber die Offensivleistung der Lauterer gegenüber dem 1:0-Auswärtserfolg beim FSV Frankfurt erhöhen. Dabei nicht mithelfen kann Mohamadou Idrissou, der gegen den FSV seine fünfte Gelbe Karte der Saison sah. Außer den drei Langzeitverletzten Enis Alushi, Chadli Amri und Ilijan Micanski hat Foda aber keien Ausfälle zu beklagen.

Ganz anders sieht es auf der Gegenseite aus. Nach der bitteren 1:3-Niederlage gegen den VfR Aalen steckt der SSV Jahn Regensburg weiter auf Tabellenrang 17 fest. Erschwerend kommt hinzu, dass sich im Duell der Aufsteiger auch noch Oliver Hein (Bänderriss in der Schulter) und Philipp Ziereis (Bänderriss im Knie) schwerer verletzten. Beide Spieler stehen den Regensburgern wohl erst nach der Winterpause wieder zur Verfügung.

In Kaiserslautern fehlen zudem Stammtorwart Michael Hofmann wegen einer Schleimbeutelentzündung sowie der frühere Nationalspieler Christian Rahn, der an einem Muskelfaserriss laboriert. Die Aussichten für die Gäste könnten besser sein. Auch weil der 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison noch eine weiße Weste gegen Aufsteiger zu verzeichnen hat.



Schiedsrichteransetzungen

Wenig Geschmack findet der neue "Löwen"-Trainer Alexander Schmidt an der Englischen Woche, weil er kaum mit der Mannschaft arbeiten konnte. Nur drei Tage nach seinem Debüt als Chefcoach bei Union Berlin (2:2), feiert der 44-Jährige seine Heimpremiere gegen den SC Paderborn. Dabei hätte Schmidt gerne noch ein paar Dinge mit seinem Team eingeübt. "Einige Sachen wurden in Berlin gut umgesetzt. Darauf wollen wir gegen Paderborn aufbauen, ein überzeugendes Spiel zeigen und drei Punkte holen", sagte der Trainer der Münchner.

Kai Bülow, der in Berlin noch geschont wurde, wird genau wie Grigoris Makos nach abgesessener Sperre wieder im Kader stehen. Dagegen positionierte sich Schmidt bei Sebastian Maier, der gegen Union sein Startelf Debüt gab, nicht eindeutig. Eventuell gönnt er ihm gegen Paderborn eine Verschnaufpause.

Mit einem kleinen Kader reist der SCP zum Auswärtsspiel nach München. Kurzfristig musste auch Kapitän Markus Krösche aufgrund eines fiebrigen Infekts absagen. Deshalb werden die Paderborner nur mit 17 Mann in die englische Woche starten. "Wir wollen offensiv agieren", kündigte Trainer Stephan Schmidt an. Voraussichtlich werden die Ostwestfalen mit zwei Stürmern - Philipp Hofmann und Deniz Yilmaz - auflaufen. Die Stammkräfte Alban Meha (Knie), Deniz Naki (Oberschenkel) und Jens Wemmer (Schambein) fehlen.



Schiedsrichteransetzungen

Nach dem Punktgewinn in Paderborn trifft die SG Dynamo zu Hause auf den Aufsteiger VfR Aalen. Der Neuling ist furios in die Saison gestartet und hat bereits vor dem 16. Spieltag zehn Punkte mehr auf dem Konto als die Dresdner. "Sie haben ihre Stärken in der Defensive und strahlen mit Kontern im Angriff viel Gefahr aus", weiß Trainer Ralf Loose über den kommenden Gegner, der bisher vier Mal in der Fremde gewinnen konnte.

Die Hoffnungen, dass die Spieler die zuletzt gezeigten Leistungen erneut abrufen können, überwiegen bei ihm trotz neuer Verletzungssorgen. So fällt Pavel Fort, der sich in Paderborn in guter Verfassung zeigte, mit einem Muskelfaserriss aus, dafür rücken Mickael Pote nach Sperre und auch Cristian Fiel wieder in den Kader.

Die Aalener konnten durch den jüngsten 3:1-Erfolg beim SSV Jahn Selbstvertrauen tanken, als sie die Partie in der Schlussviertelstunde noch zu ihren Gunsten drehten. Diesen Schwung aus Regensburg will der VfR nun mitnehmen in das zweite Auswärtsspiel innerhalb von fünf Tagen. Andreas Hofmann kehrt nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre in den Kader zurück. Das Trainerteam kann also bis auf Selim Aydemir (Knie) aus dem Vollen schöpfen.



Schiedsrichteransetzungen

Was der 1. FC Köln für den VfL ist, ist der VfL für FSV Frankfurt: ein absoluter Alptraumgegner. Die Hessen haben bislang in fünf Pflichtspielen versucht, gegen den VfL zu gewinnen - nie ist es ihnen gelungen. Dem kommenden Gegner bescheinigt Bochums Trainer Karsten Neitzel einen bislang guten Saisonverlauf, trotz der zuletzt mageren Ergebnisse. "Ich habe das Hertha-Spiel am 2. Spieltag gesehen. Das war der Auslöser für einen gelungenen Saisonstart."

Grundsätzlich hält Neitzel für die Partie gegen den Tabellen-Neunten "Änderungen für möglich", gleich mehrere Formationen schweben ihm vor. "Gegen Köln sind wir nicht in die Zone gekommen, wo es dem Gegner weh tun kann oder muss", bemängelte der 44-Jährige. Gegen die Bornheimer fallen Marc Rzatkowski (Muskelfaserriss), Slawo Freier (Innenband-Teilriss), Andreas Luthe (Meniskus-OP) und Patrick Fabian (Kreuzbandriss) aus.

Die Gäste aus Frankfurt sind nach einem sehr guten Saisonstart ins Schleudern geraten. Drei Mal in Folge verlor die Truppe von Trainer Benno Möhlmann zuletzt, das soll sich in Bochum ändern. "Wir sollten diesen Ärger, den wir auch auf uns selbst haben, ruhig mitnehmen nach Bochum, weil wir im gegnerischen Strafraum mehr Willensstärke zum gegnerischen Tor brauchen, um Tore zu erzielen", findet Möhlmann. Der 58-Jährige muss beim VfL Bochum auf Zafer Yelen (Sprunggelenkbeschwerden), Gledson (Meniskusoperation), Marcel Gaus (Schambeinentzündung), Emre Nefiz (Rotsperre), Marcel Kaffenberger (Sprunggelenkverletzung) und Tufan Tosunoglu (Reha nach Quadrizepsmuskelriss) verzichten.




Schiedsrichteransetzungen