Hausmening - Zum Abschluss seines Trainingslagers stand für den FSV Frankfurt die Revanche des Pokalendspiels von 1939 auf dem Programm: Das erste Aufeinandertreffen mit Rapid Wien seit der damaligen 1:3-Niederlage.

Diesmal als Testspiel in Hausmening, etwas mehr als eine Stunde Fahrt vom Domizil im Schloss Mühldorf entfernt. Unter den Augen von rund 3.000 Zuschauern, darunter FSV-Vizepräsident Ludwig von Natzmer, hatte Timm Golley nach sechs Minuten mit einem direkten Freistoß die erste gute Aktion.

Auf der Gegenseite prüfte Thanos Petsos FSV-Torwart André Weis mit einem Distanzschuss, eine Minute später setzte Philipp Schobesberger knapp drüber. In der 18. Minute war es Robert Beric, der aus spitzem Winkel knapp am Pfosten vorbeizielte. Rapid kam immer stärker, nach 32 Minuten war es dann soweit: Unordnung in der Frankfurter Hintermannschaft, André Weis versuchte zu retten – letztlich brauchte aber Florian Kainz den Ball völlig frei nur noch zur Wiener 1:0-Führung über die verwaiste Linie zu drücken. In der 39. Minute schickte Schiedsrichter Julian Weinberger dann Timm Golley nach Meckern und einem Foul mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Kurz vor dem Pausenpfiff musste André Weis nochmal gegen Schobesberger retten.

Kampf zu Zehnt

Zur zweiten Hälfte wechselte FSV-Cheftrainer Tomas Oral fast komplett durch, und es war Denis Mangafic, der mit einem ersten Distanzschuss auf’s Wiener Tor zielte. In der 49. Minute machte es Stefan Nutz besser und ließ Sören Pirson aus 20 Metern keine Chance: 2:0 für Rapid. In der 78. Minute traf Philipp Prosenik den Pfosten. Ganz wehrlos wollte sich der FSV Frankfurt aber nicht ergeben: Papa Ibou Kebe setzte in der Schlussphase einen Fallrückzieher am Tor vorbei, den Tom Beugelsdijk obendrein knapp verfehlte. Am Ende stand die erste Niederlage im sechsten Spiel unter Tomas Oral.

"Wir sind heute in der 1. Halbzeit nicht ins Spiel gekommen, zu zehnt wurde es dann natürlich nicht leichter", so FSV-Cheftrainer Tomas Oral. "Nach der Pause haben wir gegen einen qualitativ guten Gegner dann mehr Laufbereitschaft gezeigt und haben besser gegen den Ball gearbeitet."

Aufstellung FSV Frankfurt

1. Halbzeit: Weis – Barry, Ballas, Oumari, Epstein – Engels, Kruska, Hornschuh, Golley (39. Gelb-Rote Karte) – Kapllani, Dedic

2. Halbzeit: Pirson – Huber, Gugganig, Ballas, Bittroff (63. Beuchelsdijk) – Mangafic, Konrad, Kruska, Perdedaj – Dedic (63. Kebe)

Tore: 1:0 Schobesberger (32.), 2:0 Nutz (49.)