München - Während für die meisten Clubs in Kürze der wohlverdiente Urlaub ansteht, stehen für andere Vereine noch ganz heiße Partien auf dem Programm. So auch für die Kicker des VfL Osnabrück und Dynamo Dresden.

Beide Clubs stehen sich in den Relegationsspielen zur 2. Bundesliga gegenüber. Osnabrück als Drittletzter der 2. Bundesliga, Dynamo als Drittplatzierter der 3. Liga. Der Sieger aus Hin- und Rückspiel (20. und 24. Mai) spielt in der kommenden Spielzeit in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, der Verlierer tritt in der 3. Liga an.

Dynamo gewinnt Krimi in Offenbach

Und so träumt ganz Dresden nach dem Abstieg im Jahr 2006 von der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Dynamo sicherte sich erst am letzten Spieltag der 3. Liga mit einem Sieg in Offenbach die Teilnahme an den Vergleichen gegen die Niedersachsen.

Als Dani Schahin den Ball nach 74 Minuten ins Offenbacher Tor drückte, kannte der Jubel keine Grenzen. Der Angreifer erzielte für seine Dresdner den entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg in Offenbach, der Dynamo Platz 3 und die Chance auf die 2. Bundesliga sicherte. Schahin riss sich das Trikot vom Körper, rannte in Richtung des mit 3.000 Dynamo-Anhängern gefüllten Fanblocks am "Bieberer Berg" und wurde von seinen Mitspielern fast erdrückt. "Das Gefühl war kaum zu beschreiben. Ich habe den Ball nicht richtig getroffen, trotzdem ging er rein. Die Freude ist übergroß, und wir werden jetzt richtig feiern", sagte Schahin.

"Mit dem Aufstieg tschüs sagen"

Allerdings auch nicht zu ausgelassen, denn bereits am Freitag (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) steht für den früheren Bundesligisten das erste Relegationsspiel gegen den VfL Osnabrück im heimischen "glücksgas stadion" auf dem Programm. "Wir sind als Team sehr eng zusammengerückt und wollen weiter unsere Moral zeigen", sagte Dynamo-Kapitän Thomas Hübener.

In Dresden ruhen die Hoffnungen auch und vor allem auf Stürmer Alexander Esswein. Der Angreifer erzielte für die Sachsen in der aktuellen Spielzeit 17 Treffer in der 3. Liga. Zum Abschied - Esswein wechselt im Sommer zum 1. FC Nürnberg in die Bundesliga - möchte er Dynamo gerne die Teilnahme an der 2. Bundesliga schenken."Es wäre schön, wenn ich mit dem Aufstieg tschüs sagen könnte!", so Esswein.

Starker Wille gefragt

Doch das wird natürlich kein leichtes Unterfangen. Denn der VfL Osnabrück wird seinen Platz in der 2. Bundesliga nicht freiwillig räumen. Zudem holte sich der VfL beim 1:0-Auswärtssieg in Ingolstadt noch eine gehörige Portion Selbstbewusstsein.

"Die Relegation war unser Minimalziel. Wir wollen das Projekt Klassenerhalt erfolgreich zu Ende führen, jetzt müssen wir gegen Dresden zeigen, dass wir unbedingt wollen", sagte VfL-Trainer Heiko Flottmann.

Gefragt ist also der unbedigte Wille. Beide Teams müssen noch zwei Mal bis an die Schmerzgrenze gehen. Erst danach gibt's Urlaub...


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