Für den 1. FC Nürnberg fängt die Saison in der 2. Bundesliga erst jetzt so richtig an (ab 13:45 Uhr im Live-Ticker). Nach dem Rücktritt von Chef-Trainer Thomas von Heesen steht bei den Franken ein Neuanfang bevor.

Somit sitzt beim Spiel gegen Alemannia Aachen erst einmal der bisherige Co-Trainer Michael Oenning als Hauptverantwortlicher auf der Bank der "Cluberer".

Oenning setzt auf die Fans

Dieser kündigte auch direkt ein paar Umstellungen an. "Ich kann mir vorstellen, dass Spiro am Sonntag spielt", sagte der 42-Jährige.

Gemeint ist Innenverteidiger Matthew Spiranovic, der Jacques Abardonado in der Abwehrzentrale vertreten soll. Die rechte Seite wird wohl Dominik Reinhardt absichern.

Aber der neue Coach der Nürnberger hofft zusätzlich noch auf eine weitere Personalie - die des 12. Mannes. "Mir wäre am liebsten, wenn die Fans schon weit vorher hinter uns stehen. Es liegt aber natürlich auch ein Stück weit an der Mannschaft, diesen Vorschuss zurück zu zahlen", sagte Oenning.

Neue Voraussetzungen

Wenig begeistert über das turbulente Treiben in Nürnberg ist Jürgen Seeberger. "Alle Scouting-Daten, die wir gesammelt haben, können wir jetzt eigentlich in die Mülltonne schmeißen. Denn durch die Transfertätigkeiten und den Trainerwechsel herrschen jetzt ganz andere Voraussetzungen", erklärte Aachens Trainer am Freitag.

Somit könnte das Spiel für die Alemannia zur Lotterie werden. "Man kann nicht abschätzen, wie die Reaktion der Mannschaft auf den Rücktritt ihres Trainers ist", sagte der Coach. Dennoch sieht er für seine Mannschaft gute Chancen im Duell mit dem Bundesliga-Absteiger. "Wir müssen noch resoluter und hartnäckiger werden, damit wir einen Punkt mitnehmen oder sogar gewinnen."

Die personelle Situation bei den "Schwarz-Gelben" ist nahezu perfekt. Einzig Mirko Casper ist nicht einsatzbereit. Die zuletzt verletzten Cristian Fiel, Thomas Stehle und Kapitän Reiner Plaßhenrich sind für die Partie gegen Nürnberg fit.


St. Pauli - Rot-Weiß Oberhausen

Beim FC St. Pauli ist die Situation vor der Partie gegen Aufsteiger Oberhausen nicht die allerbeste. Die Hamburger haben bisher erst einen Zähler sammeln können und schlagen sich dazu mit personellen Problemen herum. Gegen RWO ist der Einsatz von Toptorschütze Florian Bruns (drei Treffer) wegen einer Rippenprellung gefährdet und auch Rouwen Hennings ist nach einem Infekt noch nicht wieder topfit.

Beim Gegner Rot-Weiß Oberhausen erwartet man zwar offensiv spielende Gastgeber, sieht das aber eher als Vorteil. St. Pauli wird das Heimspiel gegen uns unbedingt gewinnen wollen und deswegen nach vorne marschieren. Darin sehe ich auch eine Chance für uns", sagte RWO-Trainer Jürgen Luginger. Am wichtigsten sei jedoch, "Ruhe zu bewahren und sich nicht von der Hektik anstecken lassen".


TuS Koblenz - SV Wehen Wiesbaden

Bei der TuS sieht sich Trainer Uwe Rapolder nach wie vor mit erheblichen Verletzunssorgen konfrontiert. Insgesamt fehlen dem 50-Jährigen neun Spieler verletzungsbedingt. Somit setzt Koblenz nach weiterhin auf die noch unbezwungene Defensive. "Die Null muss stehen", gab Rapolder als Motto aus.

Hinten sicher stehen möchte auch der Gegner. SVWW-Trainer Christian Hock fordert aber auch vorne mehr von seiner Mannschaft: "Wir werden versuchen, hinten möglichst wenig zuzulassen, müssen vorne die Abschlüsse konsequenter suchen und torgeiler sein", sagte er am Donnerstag.


FSV Frankfurt - SpVgg Greuther Fürth

Die noch sieglosen Gastgeber aus Frankfurt sehnen den ersten "Dreier" nach ihrem Aufstieg in die 2. Bundesliga herbei. Ob Teamchef Tomas Oral personelle Veränderungen vornehmen wird lässt er zunächst offen: "Eventuell werden wir eine defensivere Variante wählen und das Mittelfeld verstärken, aber darüber möchte ich noch eine Nacht schlafen."

"Das ist eine gestandene Zweitligamannschaft aus dem oberen Tabellendrittel", sieht Oral indes den Gegner aus Fürth. Die SpVgg will ihren Aufwärtstrend nach dem 5:2-Erfolg gegen St. Pauli fortsetzen und den nächsten Sieg landen. Verzichten muss Fürrths Coach Benno Möhlmann gegen die Bornheimer in jedem Fall auf den rotgesperrten Abwehrchef Martin Meichelbeck.


Rot Weiss Ahlen - 1860 München

Für Aufsteiger Ahlen geht es nach der 0:3-Pleite gegen Augsburg am vergangenen Spieltag darum, wieder Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Ob gegen die "Löwen" Keeper Dirk Langerbein nach seinen gesundheitlichen Problemen wieder zwischen die Pfosten rückt ist derzeit noch ungewiss. "Ich bin zwar optimistisch, aber ich habe schon zweimal einen Rückschlag erliiten, deswegen bin ich mit einer Prognose vorsichtig", so der Schlussmann im "kicker".

Bei den Münchnern läuft es derzeit noch nicht rund. Als einziges Team in der 2. Bundesliga sind die Schützlinge von Trainer Marco Kurz noch punktlos. "Die Spieler haben in Ahlen keinen großen Druck, weil der Fokus auf mir liegt", lenkt Kurz die Aufmerksamkeit auf seine Person. "Über einfache Strukturen müssen wir wieder die nötige Sicherheit bekommen", sieht er einen Ansatz zur Besserung.

Das bewerkstelligen muss der "Löwen"-Coach in jedem Fall ohne die verletzten Berkant Göktan, Markus Schroth und Lars Bender. Mit den ersten Zählern soll es in Ahlen dennoch etwas werden.