München - Mit zwei von drei gewonnenen Ligaspielen hat der Karlsruher SC den besten Saisonstart seit dem Bundesliga-Abstieg 2009 hingelegt. Am 4. Spieltag wollen die Karlsruher ihre Serie gegen Eintracht Braunschweig fortsetzen.

Der Freitag steht ganz im Zeichen der 2. Bundesliga, da die Bundesligisten aufgrund der Länderspielwoche erst am Samstag spielen. Die ersten beiden Zweitligaspiel starten am späten Nachmittag (Freitag, ab 17:45 Uhr im Live-Ticker). Im zweiten Duell empfängt Dresden die "Eisernen" von Union Berlin.


Karlsruher SC - Eintracht Braunschweig

Es ist ein paar Jahre her, seit sich die Spieler des Karlsruher SC und der Braunschweiger Eintracht gegenüberstanden. In der Saison 2006/07 siegte Karlsruhe mit 2:0. Überhaupt waren die Niedersachsen bisher willkommene Gäste im Wildparkstadion. Fünf Mal empfingen die Badener die "Löwen" dort und gingen am Ende stets als Sieger vom Rasen.

Und auch in der laufenden Saison präsentieren sich die Karlsruher in guter Form. Zuletzt gewannen sie inklusive DFB-Pokal zwei Pflichtspiele in Folge. Als Erfolgsgarant erwies sich Gaetan Krebs, der zwei Mal eingewechselt wurde und danach je ein Tor schoss. Der Top-Joker erwartet einen unangenehmen Gegner: "Es ist uns bewusst, dass das eine schwierige Partie wird, auch weil die Eintracht die beiden letzten Spiele verloren hat." Im Sturm erhält wohl Alexander Iashvili noch den Vorzug vor Krebs. Verlassen will sich KSC-Trainer Reiner Scharinger jedoch nicht nur auf seine Offensivspieler: "Wir dürfen gegen die konterstarken Braunschweiger nicht ins offene Messer laufen", sagt der Coach, der auf Rechtsverteidiger Florian Lechner (Entzündung am Schienbein) verzichten muss. Sebastian Schiek hat noch eine Rotsperre abzusitzen.

Braunschweig musste in den letzten Tagen empfindliche Rückschläge hinnehmen. Auf beeindruckende Leistungen in den ersten beiden Saisonspielen gegen 1860 München und Alemannia Aachen folgten zwei bittere Niederlagen. Die wurden den Niedersachsen immerhin von großen Namen zugefügt: Im Pokal verloren sie gegen den FC Bayern, in der 2. Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt. Beide Duelle endeten 0:3. Trainer Torsten Lieberknecht hat bereits Ideen für eine Neuordnung der Mannschaft: "Wir werden gezwungen sein, personell die eine oder andere Änderung vorzunehmen", teilte er mit. Dazu drängen ihn nicht zuletzt die Ausfälle von Stammspielern wie Keeper Marjan Petkovic. Statt ihm stellt Lieberknecht Daniel Davari ins Tor und verhilft dem 23-Jährigen so zum Zweitliga-Debüt. Die beiden Innenverteidiger Deniz Dogan (muskuläre Probleme) und Matthias Henn (ausgerenkter Ellenbogen) machen verletzungsbedingt ihre Plätze frei. Steffen Bohl hat immer noch mit einer Oberschenkelzerrung zu kämpfen.




SG Dynamo Dresden - 1. FC Union Berlin

Es ist eine Premiere in der 2. Bundesliga: Die Paarung SG Dynamo Dresden gegen 1. FC Union Berlin gab es bisher noch nie in der zweithöchsten Spielklasse.

Die sieglosen Dresdner unterlagen zuletzt 0:1 in Fürth und wollen gegen Union die Trendwende schaffen. Mit Pavel Fort und Cristian Fiel mussten in Franken gleich zwei Spieler mit einer Roten Karte vom Platz. Platz 16 nach drei Spieltagen veranlasste Coach Ralf Loose zum Handeln: Er holte mit Giannis Papadopoulos und Cidimar zwei neue Offensivkräfte. Besonders auf letzteren baut Loose: "Cidimar hat in der Ver­gangenheit bereits bewiesen, dass er Tore machen kann. Wir hoffen, dass ihm dies auch bei uns gelingt."

Union feierte beim 3:0 gegen Paderborn am vergangenen Freitag denersten Saisonsieg. Und Coach Uwe Neuhaus will mehr: "Auch nach dem Sieg gegen Paderborn dürfen wir den Druck nicht wegnehmen. Wir sind überzeugt von der eigenen Stärke." Die Form der Sachsen will er jedenfalls nicht unterschätzen: "Dynamo ist vielleicht ein bisschen angeschlagen. Aber das hat nichts zu bedeuten." Indes reißen in der Hauptstadt die Spekulationen um die Torwartposition nicht ab. Stammkeeper Marcel Hötteke fällt aus, sein Ersatzmann Jan Glinker ist ebenfalls angeschlagen. Im letzten Saisonspiel musste Union daher auf den dritten Torwart Kilian Pruschke zurückgreifen. Sollte Glinker bis zum Wochenende fit werden, steht er auch im Tor. Damit wäre er schon der dritte Torwart der Köpenicker im vierten Saisonspiel. Stürmer Silvio Carlos de Oliveira muss ebenfalls bangen (Blessur am Sprunggelenk). Für ihn stünde Halil Savran bereit.