Alemannia Aachen geht mit guten Vorsätzen in die zweite Saisonhälfte und nimmt das gute Gefühl eines überzeugenden 4:1 im Testspiel gegen Roda Kerkrade mit in die Freitagspartie gegen den KSC (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Wenn wir so spielen wie gegen Roda speziell in der ersten Hälfte oder sogar eine bessere Leistung abliefern, wäre ich zufrieden", sagt Coach Michael Krüger, der "ein Duell auf Augenhöhe" erwartet.

Meijer warnt vor den Gästen

Sportdirektor Erik Meijer warnt vor den Badenern: "Wir wissen über Karlsruhe, dass sie ein sehr gutes Trainingslager hatten und Eintracht Frankfurt in einem sehr starken Spiel mit 3:0 geschlagen haben. Das ist ein schwerer Gegner."

Gegen die Badener muss Trainer Krüger auf Verteidiger Aimen Demai verzichten, der in Duisburg die 5. Gelbe Karte gesehen hat. Der Franzose wird von Mirko Casper ersetzt.

Ob es weitere Änderungen geben wird, ließ der Coach offen. Mit Babacar Gueye könnte Benny Auer einen zweiten Stürmer an die Seite gestellt bekommen. "Das ist eine Option", so Krüger.

Drei weitere Verletzte beim KSC

Den Gegner aus Karlsruhe plagen unterdessen Personalsorgen. Die Verletztenliste der "Blau-Weißen" ist erneut länger geworden. Neben den Langzeitverletzten Matthias Langkamp, Massimilian Porcello und Christian Timm stehen Trainer Markus Schupp gleich drei weitere Akteure nicht zur Verfügung. Alexander Iashvili hat mit muskulären Problemen zu kämpfen und Godfried Aduobe leidet an einem Einriss in der Wade.

Ebenfalls fehlen wird Michael Blum, der am Neujahrsmorgen kollabiert war und frühestens in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Gute Nachrichten gibt es hingegen von Gaétan Krebs, der nach langer Verletzungspause wieder in den Kader zurückkehren wird.

Die Gastgeber sind in dieser Saison übrigens nicht gerade als heimstark aufgefallen. Lediglich drei Partien konnten sie in ihrem neuen Stadion am Tivoli für sich entscheiden. Für den KSC wäre ein Auswärtssieg hingegen eine Premiere: Noch nie konnten die Karlsruher in Aachen gewinnen.




1. FC Union Berlin - Rot-Weiß Oberhausen

Nach einer furiosen Startphase, ist Union Berlin am Ende der Hinrunde etwas die Luft ausgegangen. Der Aufsteiger startet am Freitagabend von Platz 7 in die Rückrunde und bekommt es zum Auftakt mit den abstiegsbedrohten Gästen aus Oberhausen zu tun (Platz 14). Union Berlins Trainer Uwe Neuhaus warnt seine Spieler davor, das Spiel gegen die Rheinländer auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir brauchen Geduld, hohes läuferisches Engagement und Aggressivität um den zu erwartenden Defensiv-Riegel knacken zu können", so der Trainer.

Verzichten muss Neuhaus auf Stürmer Shergo Biran, der mit grippalem Infekt das Bett hüten muss. Leichten Trainingsrückstand weisen dazu Neuzugang Chinedu Ede (Nagel-OP) und Mittelfeldmann Hüzeyfe Dogan (leichte Erkältung) auf. Ob es neben der zweiten Neuverpflichtung Paul Thomik auch für Chinedu Ede zu einem Platz in der Startaufstellung reichen wird, ließ Trainer Neuhaus noch offen.

"Es ist alles ziemlich eng"

Eine gänzlich andere Form der Vorbereitung als sein Berliner Kollege wählte Oberhausens Trainer Jürgen Luginger.

Mit einem Trainingslager in der Türkei entfloh der Tabellen-14. den chaotischen deutschen Witterungsbedingungen. Dort setzte allerdings eine Lebensmittelvergiftung mehrere Spieler und Mannschaftsverantwortliche außer Gefecht.

Luginger bangt um den Einsatz von Thomas Schlieter. Der Verteidiger hatte sich im Wintertrainingslager eine Rückenverletzung zugezogen. Eine der Alternativen heißt Kevin Kolberg. Der 19-jährige Defensivspieler aus der eigenen U23 kam im Trainingslager in beiden Testspielen zum Einsatz.

Obwohl weiterhin mit Benjamin Reichert, der voraussichtlich in der nächsten Woche mit dem Mannschaftstraining starten wird, Tim Kruse und Dominik Borutzki drei Spieler für die Defensive sowie Stürmer Felix Luz und Torwart Christoph Semmler ausfallen, sieht der RWO-Trainer einen harten Konkurrenzkampf. "Es ist alles ziemlich eng", so Luginger, der in Berlin die Defensive stabilisieren will: "Das bedeutet nicht, dass wir uns verstecken werden, aber unser primäres Ziel wird es sein, defensiv zu denken."




SC Paderborn - Fortuna Düsseldorf

In Paderborn kommt es zum Aufsteigerduell - mit unterschiedlichen Vorzeichen. Während sich der SC Paderborn im gesicherten Mittelfeld der Tabelle eingerichtet hat, strebt Fortuna Düsseldorf in Richtung Aufstiegsplätze. Mit einem Sieg würde die Fortuna zumindest vorübergehend auf den Relegationsplatz klettern.

"Düsseldorf hat einiges zu bieten", räumt SCP-Coach Andre Schubert angesichts der Ausgangslage ein, und fügt hinzu: "Aber wir auch."

Personell kann Schubert bis auf die Langzeitverletzten weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Die leichten Blessuren von Daniel Brückner (Schnupfen) und Sven Krause (Magen/Darm) sollten kein Problem für Freitag sein. Lediglich Sören Halfar, der sich im Training das Knie verdreht hat, fällt für die Partie gegen Düsseldorf definitiv aus.

"Duell auf Augenhöhe"

Düsseldorfs Cheftrainer Norbert Meier erwartet ein "Duell auf Augenhöhe", hofft aber gleichzeitig, dass sein Team das bessere Ende für sich hat, gut aus den Startlöchern kommt und somit optimal in die Rückrunde startet.

Personell kann Meier nahezu aus dem Vollen schöpfen, bis auf die verletzten Axel Lawaree, Dimitri Bulykin und Deniz Kadah sowie den gesperrten Ranisav Jovanovic, dessen Einspruch vor dem Bundesgericht des DFB am Freitagmorgen verhandelt wird, sind alle Mann an Bord. Wieder mit von der Partie ist auch "Bamba" Anderson, der nach seiner Kapselzerrung im Knie wieder voll im Mannschaftstraining ist und durchaus eine Option für den Kader für das Spiel sein könnte.