Er überzeugte in insgesamt 174 Spielen für den FC St. Pauli und erzielte dabei 44 Tore. Aber nicht nur sportlich war Thomas Meggle stets ein Gewinn für den Verein.

Wenn man sich mit ihm über Fußball und den Verein unterhält, merkt man schnell, dass der Sport nicht nur ein Beruf für Meggle darstellt. Seine Verbindung zum Club geht viel tiefer: "Das Schönste ist, dass braun-weiße Trikot mit unserem Emblem überzuziehen und als Akteur den Verein zu vertreten."

Volle Identifikation

Nach einem Kreuzbandriss im Jahr 2008 folgten erst eine Operation und dann Reha. Sein Comeback gab er 2009, doch das Knie machte wieder Probleme - 2010 folgte eine weitere Operation. Auch wenn der gebürtige Münchener bereits seit knapp einem Jahr nicht mehr auf dem Platz stehen konnte, ist er nach wie vor ein Vollblutfußballer. Wenn immer es geht, ist er bei Spielen am Millerntor-Stadion anzutreffen. Diese Besuch sind für Meggle schön und schwer zugleich.

"Der Einmarsch auf den Platz wird mir am meisten fehlen. Je näher das Karriereende beim FC St. Pauli kam, desto öfter stand ich im Spielertunnel und wollte den Einmarsch bewusst miterleben. Ich wusste, dass es mir fehlen wird, als Fußballspieler auf den Platz zu gehen, und selbst von dieser Position aus war es für mich gigantisch. Das war der erste Schritt zum Abschied, denn dieses Gefühl wirst du nie wieder erleben. Wenn du auf den Platz gehst, repräsentierst du in diesem Moment den FC St. Pauli."

Er hat wahrhaftig vieles mit den Braun-Weißen er- und durchlebt. Schöne und weniger schöne Momente, Aufstiege so wie Abstiege, die B-Serie, er ist Weltpokalsiegerbesieger, nun beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

"Eine bombastische Truppe"

Für den Moment seines Karriereendes hätte er wahrscheinlich keinen besseren Zeitpunkt wählen können "Der Verein feiert seinen 100-jährigen Geburtstag und ich durfte noch einmal mit dabei sein und in die Bundesliga aufsteigen. Zur Mannschaft muss ich eigentlich nichts mehr sagen, dass ist selbstredend. Eine bombastische Truppe. Da kann ich mich bei allen noch einmal bedanken. In so einer Situation den FC St. Pauli zu verlassen, dass ist für mich ein wundervoller Abschied."

Was der Mittelfeldakteur nach seiner aktiven Laufbahn machen wird, steht noch nicht genau fest, auch wenn es bereits erste Überlegungen gibt.