München - Aus dem illustren Kreis der Aufstiegsfavoriten in der 2. Bundesliga hat sich am 1. Spieltag lediglich 1860 München schadlos gehalten - und das nur mit viel Mühe beim knappen Sieg gegen Regensburg. Bei Dynamo Dresden will das Team von Trainer Reiner Maurer am Montagabend nachlegen - auch in spielerischer Hinsicht (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

"Wir werden in Dresden sicher mehr Platz als gegen Regensburg bekommen", sagt Maurer: "Vor allem fußballerisch müssen wir aber nachlegen." Seine "Löwen" bekommen es mit einem angeschlagenen Gegner zu tun. Dynamo kassierte zum Auftakt eine Pleite in Bochum, bei der das Team von Trainer Ralf Loose eine Führung verspielte. Das Resümee des Dynamo-Übungsleiters: "Das war unnötig." Gegen die Süddeutschen erwartet er eine Steigerung. Vor allem in der Offensive haperte es, was sich in der Aufstellung zum Montagsspiel niederschlägt.

Ouali ersetzt Fort



Mickael Potes Sturmpartner Pavel Fort überzeugte nicht gegen den VfL. Für ihn rückt der Franzose Idir Ouali in die Anfangself. Als Mittelfeldspieler soll er Fort aber nicht eins zu eins ersetzen. Verzichten muss Loose auf Innenverteidiger Bjarne Thoelke, der sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat.

Looses Gegenüber Reiner Maurer muss Grigoris Makos entbehren. Der defensive Mittelfeldspieler zog sich im Training einen Riss des Syndesmosebandes am linken Sprunggelenk zu, fällt mindestens zwei Monate aus. Alternativen sind Dominik Stahl, Kai Bülow und Christopher Schindler, von denen wohl Stahl die besten Chancen auf die Startelf hat. Offen ist, wer auf den Außenbahnen spielt. Mit Maximilian Nicu, Daniel Halfar, Marin Tomasov und Moritz Stoppelkamp stehen Maurer vier Spieler für zwei Positionen zur Verfügung. Bei Stoppelkamp ist aber auch denkbar, dass er wie in der Vorbereitung als hängende Spitze agiert. Viel Arbeit erwartet Coach Maurer vor allem in einem anderen Mannschaftsteil.

Maurer kennt das richtige Mittel



Wichtig sei, "dass wir in der Defensive gut stehen. Da werden wir genug Arbeit bekommen", glaubt Maurer. Besonders an Dynamo-Angreifer Pote haben die "Löwen" schlechte Erinnerungen. Im letzten Jahr schnürte der Stürmer aus dem Benin einen Dreierpack beim Gastspiel in München (4:2).

Mut macht die Auswärtsbilanz: Fünf Mal in Folge blieben die "Löwen" in der Fremde zuletzt ohne Pleite. Die letzten vier Montagsspiele in der Fremde gingen aber allesamt verloren. Maurers nicht ganz ernst gemeinter Plan, um die nächste Montagsdepression zu vermeiden: "Da muss ich wohl jedem Spieler bevor er auf den Platz läuft eine Watsch'n geben, damit er hellwach ist."

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