Darmstadt - Er stand nach seiner Verletzung doch in der Startelf und machte ein starkes Spiel: Aber auch Stürmer Marco Sailer konnte die 1:3-Niederlage von Darmstadt 98 im Relegations-Hinspiel gegen Arminia Bielefeld nicht verhindern.

Enttäuscht, aber nicht hoffnungslos gab er den Journalisten nach dem Spiel Auskunft über die verbliebenen Chancen seiner Mannschaft in der Relegation und die Rolle der Fans.

Frage: Herr Sailer, was hat Darmstadt 98 heute zu einem Erfolg gefehlt?

Marco Sailer: Bielefeld war sehr effizient vor dem Tor. In der ersten Halbzeit haben sie aus zwei Chancen, zwei Tore gemacht. Das haben wir nicht hinbekommen und wir haben insgesamt zu wenige Möglichkeiten produziert. In manchen Situationen kam dann auch noch Pech dazu.

Frage: Auch in der zweiten Halbzeit hat man den Willen der Mannschaft zum Sieg gespürt. Wie ging Ihnen das auf dem Platz?

Sailer: Ja, wir haben alles gegeben und der Anschlusstreffer hat uns sehr geholfen. Nach dem 1:2 waren wir am Drücker und wollten unbedingt noch das Unentschieden erreichen. Dabei hat uns die fantastische Unterstützung unserer Fans sehr geholfen. Leider konnte ich am Ende nicht mehr mithelfen, weil ich die Nachwirkungen meiner Verletzung gespürt habe und raus musste. Der dritte Gegentreffer war sehr ärgerlich und macht es für uns schwer im Rückspiel.

Frage: Vor dem Spiel wurde verbreitet, dass Sie auf keinen Fall spielen können. Wie kam es dazu, dass es doch mit einem Einsatz geklappt hat?

Sailer: Wir haben das sehr kurzfristig entschieden. Beim Abschlusstraining war ich nach vier Wochen Pause wieder dabei und hatte ein gutes Gefühl. Das habe ich dem Trainer gesagt.

Frage: Sie haben das mit einer starken Leistung bestätigt. Wie haben Sie die Standing Ovations bei Ihrer Auswechslung empfunden?

Sailer: So genau bekommt man das in dem Moment nicht mit. Da ist der Gedanke beim Spiel. Es ist aber schon eine schöne Sache. Unsere sensationellen Fans sind ein großer Teil unserer Motivation am Montag doch noch den Aufstieg zu schaffen.

Frage: Welche Chancen rechnen Sie sich und Ihrer Mannschaft im Rückspiel aus?

Sailer: Es wird natürlich unglaublich schwer, aber wir haben in dieser Saison auch auswärts schon gewonnen. Zum Beispiel 4:0 in Duisburg. Das würde ja reichen. Wir wissen also, dass wir das können.

Frage: Mit welchem Gefühl geht es am Montag nach Bielefeld zum entscheidenden Spiel?

Sailer: Die Vorfreude und Aufregung ist immer noch da. Wir haben uns vorgenommen in den zwei Spielen alles zu geben und probieren am Montag noch mal alles. Jetzt müssen wir aufstehen und weitermachen. Wir haben eine unglaubliche Saison gespielt und können immer noch den Aufstieg schaffen.

Aus Darmstadt berichtet Alexander Dionisius