Zwei Spiele, sechs Punkte und als einziges Team der 2. Bundesliga ohne Gegentor: Aufsteiger Union Berlin will seine makellose Bilanz am Freitag gegen Hansa Rostock (ab 17:45 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) ausbauen.

Trotz des Traumstarts üben sich die Berliner in Understatement. "Wir heben nicht ab, jeder will den Klassenerhalt, nur darum geht es", betont Stürmer Karim Benyamina.

"Ich sehe keinen Favoriten"

Für Trainer Uwe Neuhaus befinden sich beide Mannschaften auf Augenhöhe: "Ich sehe keinen Favoriten", erklärte der Coach.

Personell sieht der Trainer keinen Grund, im Vergleich zum Düsseldorf-Spiel Akteure zu wechseln. "Nach einem Sieg ist der Bedarf etwas zu ändern nicht besonders hoch."

Ähnlich vehält es sich bei den Gästen. Rostock feierte beim jüngsten 2:1 gegen 1860 München seinen ersten Pflichtspielsieg seit dem 1. Mai (5:1 gegen Kaiserslautern).

Orestes fehlt

"Eine siegreiche Mannschaft ändert man natürlich nur ungern", sagte Hansa-Cheftrainer Andreas Zachhuber. Voraussichtlich mit nur einer personellen Änderung er seine Elf auf den Rasen schicken. Für den verletzten Orestes, der gegen den TSV 1860 München wegen eines Muskelfaserrisses ausgewechselt werden musste, wird Oliver Schröder in die Startelf rücken.

"Oliver Schröder hat seine Sache im defensiven Mittelfeld sehr gut gemacht und so habe ich auch keine Bedenken, ihn diesmal von Beginn an zu bringen", erklärte Zachhuber.

Die Position von Orestes in der Innenverteidigung wird erneut Kai Bülow ausfüllen. Einen Favoriten für die Begegnung mit dem Aufsteiger gibt es für den Trainer nicht. "Ich denke, die Chancen stehen 50:50", meint Zachhuber.

Auf Grund der speziellen Rivalität zwischen Teilen der Anhängerschaft beider Vereine wurde das Spiel als Risiko-Spiel eingestuft. In insgesamt drei Sicherheitsbesprechungen haben Vertreter beider Vereine und der Polizei ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das einen friedlichen Ablauf des Spiels ermöglichen soll.

FSV Frankfurt - SC Paderborn

Die seit acht Pflichtspielen sieglosen Frankfurter warten noch auf den ersten Punktgewinn in
dieser Saison. Gegen Paderborn will das derzeitige Schlusslicht die Negativserie beenden. "Wir müssen eine Reaktion zeigen, wir haben in der Woche gut gearbeitet und jeder weiß, wie es geht", sagt Mittelfeldspieler Nikolas Ledgerwood.

Der SC Paderborn "ist ein Aufsteiger mit viel Potential und Euphorie", warnt allerdings FSV-Cheftrainer Tomas Oral.

Paderborn sei ein Gegner auf Augenhöhe, glaubt Oral. Er ist sich trotz einiger angeschlagener Spieler sicher, "dass wir elf sehr gute Fußballer ins Rennen schicken werden, die dem SC Paderborn Paroli bieten werden."

"Wieder an Grenzen gehen"

Auch Aufsteiger Paderborn will eine negative Bilanz aufpolieren. Der SC konnte keines seiner letzten fünf Zweitliga-Auswärtsspiele gewinnen. Sportlicher Leiter und Chef-Trainer Andre Schubert erwartet von seiner Mannschaft, dass sie "wieder an ihre Grenzen geht". Trotz einer kurzen Trainingspause wird Kapitän Markus Krösche die Paderborner im Frankfurter Volksbank Stadion auf den Platz führen.

Über die Einsatzfähigkeit von Torwart Kasper Jensen, der wieder leichtes Training aufgenommen hat, wird erst noch entschieden. Positive Nachrichten gibt es von Innenverteidiger Florian Mohr, der sich wieder im Lauftraining befindet.

Dass der FSV an den ersten zwei Spieltagen nicht überzeugen konnte, sieht Schubert nicht als Vorteil: "Ob der FSV zuletzt gewonnen oder verloren hat, macht uns die Aufgabe nicht leichter. Außerdem steht keine Mannschaft nach zwei Spieltagen mit dem Rücken zur Wand".

Fortuna Düsseldorf - TuS Koblenz

Aufsteiger Düsseldorf hat saisonübergreifend seine letzten vier Heimpartien zu Null gewonnen. Gegen Koblenz soll die Serie fortgesetzt werden.

Koblenz kassierte in jedem seiner vergangenen elf Zweitligaspiele mindestens einen Gegentreffer. Allerdings kommt die TuS gestärkt nach Düsseldorf. Zuletzt bog die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder einen 0:2-Rückstand gegen Bielefeld in einen 3:2-Sieg um.

Der Coach hat dennoch mächtig Respekt vor dem rheinischen Rivalen: "Die Mannschaft macht auf mich einen guten Eindruck. Mit Spielern wie Marco Christ oder Stephan Sieger ist das Mittelfeld hervorragend besetzt. Und auch im Sturm hat mein Kollege Norbert Meier sehr gute Optionen."

Rapolder plagen Personalprobleme: "Sicher ausfallen werden Lars Bender und Emmanuel Krontiris. Bender hat nach einem Knöchelbruch immer noch Probleme, bei Krontiris sorgt die Bandscheibe für Beschwerden", sagte der Coach.