Die schlechte Nachricht für die Aufstiegskämpfer vorweg: 16 Plätze im "Oberhaus" sind vor dem 32. Spieltag der 2. Bundesliga (ab 17:15 Uhr im Live-Ticker) schon vergeben. Der SC Freiburg ist durch. Bleiben also noch zwei Tickets.

Der 1. FC Kaiserslautern (Platz 5, 52 Punkte) gehört zu den Teams, die sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg machen, wobei es am Dienstagabend in Aachen (Platz 6, 49 Punkte) gegen einen direkten Konkurrenten geht.

"Aachen ist sehr heimstark, sie haben zuhause 32 Punkte geholt und spielen auf dem Tivoli starken Offensivfußball. Mit den Fans im Rücken werden sie natürlich alles versuchen, um zu gewinnen", weiß FCK-Interimstrainer Alois Schwartz. Denn: "Verlieren sie das Spiel, ist die Aufstiegschance für Aachen vertan."

Nachdem die Lauterer ihre Hausaufgaben mit dem 1:0 gegen Augsburg am Wochenende erledigt hatten, spielte die Konkurrenz für sie. "Die Ausgangsituation hat sich nach der Niederlage von Mainz und dem Unentschieden zwischen Nürnberg und Greuther Fürth für uns zum Positiven verändert. Das gibt der Mannschaft vielleicht noch mal einen Schub, an das gemeinsame Ziel zu glauben", sagte Schwartz.

Der Coach muss ohne die weiterhin verletzten Tobias Sippel, Moussa Ouattara und Srdjan Lakic auskommen. Der Einsatz von Dario Damjanovic ist noch unklar, auch hinter Josh Simpson, der sich eine Erkältung eingefangen hat, steht noch ein Fragezeichen. Aimen Demai sowie Florian Dick, der seine Gelbsperre abgesessen hat, rücken wieder in den Kader.

"Nur ein Dreier zählt"

Die Gastgeber haben ihr Spiel in Osnabrück zuletzt zwar vergeigt, wollen aber einen letzten Angriff Richtung Bundesliga starten. "Es ist alles besprochen. Wir müssen frei aufspielen und den Rucksack mit Hemmungen und Ballast ablegen", fordert Trainer Jürgen Seeberger.

Cristian Fiel (Gelbsperre) und Seyi Olajengbesi (Rotsperre) stehen dem Trainer nicht zur Verfügung. Die Einsätze von Szilard Nemeth (Oberschenkelzerrung) und Daniel Brinkmann (Nasenbeinbruchs) sind fraglich.

Seeberger fasst die Ausgangslage bündig zusammen: "Es geht um sehr viel. Bei einem Unentschieden würden nur die Gegner gewinnen, die in der Tabelle um uns herum angesiedelt sind. Wir, wie auch der FCK, spielen auf Sieg, denn nur ein 'Dreier' zählt. Der 3. Platz ist noch in Reichweite. Für Lautern allerdings noch näher als für uns."


Hansa Rostock - FC Augsburg

Hansas Aufschwung ist beeindruckend: Unter Trainer Andreas Zachhuber holten die Ostseestädter in bislang acht Partien satte 16 Punkte - gerettet ist die "Kogge" damit aber noch nicht. "Ich bin weiterhin zu hundert Prozent überzeugt, dass wir es schaffen!", sagt Zachhuber aber im Brustton der Überzeugung.

Sebastian Svärd erwartet einen richtigen Fight in der DKB-Arena, richtet den Blick aber auch in die anderen Stadien. "Natürlich schauen wir auch, was die anderen machen, besonders auf Koblenz und Osnabrück. Aber das Schöne ist ja, dass wir es aus eigener Kraft schaffen können."

FCA-Trainer Jos Luhukay weiß ebenfalls, was die Stunde geschlagen hat: "Hansa braucht im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt und auch wir haben immer betont, dass wir noch Zähler brauchen, um den Klassenerhalt zu sichern."

Christian Müller (Adduktorenverletzung) ist nicht mit von der Partie, hinter Imre Szabics' Einsatz (Sehnenprobleme im Sprunggelenk) steht noch ein Fragezeichen. Dafür kehren Patrick Mölzl und Tobias Werner nach Ihren Gelbsperren wieder in den Kader zurück. "Ich bin froh, dass wir durch diese beiden Spieler wieder neue Alternativen haben", sagt Luhukay.


MSV Duisburg - Rot-Weiß Oberhausen

Mit dem 0:0 zuletzt beim FSV Frankfurt verspielte der MSV praktisch seine letzte Aufstiegschance, fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind wohl zu viel. Trainer Peter Neururer sprach von "90 Minuten ohne jede Qualität". Laut Tom Starke sei man aber schon früher gescheitert. Der Keeper meinte damit die zwölf Unentschieden seines Teams - ligaweit der Höchstwert.

Gegner RWO orientiert sich auch an einem Relegationsplatz - allerdings an dem um den Klassenerhalt. Die Heimniederlage gegen Wehen Wiesbaden schmerze, "aber wir dürfen jetzt nicht in Panik verfallen", sagt Trainer Jürgen Luginger. Er bleibt fixiert auf das Ziel, die Saison regulär am 24. Mai als Zweitligist zu beenden: "Tatsache ist, dass wir noch alles selbst in der Hand haben."


SV Wehen Wiesbaden - TSV 1860 München

Genau wie für Freiburg ist auch die Saison für den SVWW schon entschieden. Dennoch verlangt Sandro Schwarz von seiner Mannschaft, dass sie für die Fans spielt, eine gute und engagierte Partie zeigt und so wenigstens noch Tabellenplatz 17 erreicht. Sanibal Orahovac, Sascha Amstätter und Slobodan Lakicevic fehlen verletzungsbedingt, Torge Hollmann ist gelbgesperrt.

Für die Sechziger geht es noch um was: Der Klassenerhalt ist noch nicht sicher. Gäste-Trainer Uwe Wolf will nach dem Last-Minute-Ausgleich gegen Hansa jetzt mehr: "Wir können durch dieses Spiel den ganzen Druck wegnehmen. Deshalb muss jeder alles für einen Sieg tun!" Der 41-Jährige erwartet eine kämpferische Partie: "Wehen wird sich entsprechend aus der 2. Bundesliga verabschieden wollen. Es gibt bestimmt einige Spieler, die sich noch anderen Vereinen präsentieren wollen."

Neben den langzeitverletzten Markus Schroth, Daniel Bierofka, Antonio Di Salvo und Benjamin Schwarz fehlen auch Torwart Michael Hofmann und die Bender-Zwillinge Lars und Sven in der hessischen Landeshauptstadt. Motivationsprobleme wird es keine geben, verspricht Wolf. "Wenn ich einen Spieler vor so einer speziellen Partie motivieren müsste, dann hat er seinen Beruf verfehlt. Deswegen brauche und werde ich nichts aus der Zauberkiste herausholen."


Das Restprogramm der Aufstiegskandidaten

Das Restprogramm der Abstiegskandidaten