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Moritz-Broni Kwarteng bejubelt seinen Treffer zum 1:2 mit Matúš Bero – der entscheidende Moment des Spiels
Moritz-Broni Kwarteng bejubelt seinen Treffer zum 1:2 mit Matúš Bero – der entscheidende Moment des Spiels - © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda
Moritz-Broni Kwarteng bejubelt seinen Treffer zum 1:2 mit Matúš Bero – der entscheidende Moment des Spiels - © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda
2. Bundesliga

Der VfL siegt in der Speicherstadt

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Der VfL Bochum 1848 gewinnt beim Karlsruher SC mit 2:1 (1:1). Kjell Wätjen (4.) und Moritz-Broni Kwarteng (70.) treffen für die Gäste, Shio Fukuda (19.) erzielt den zwischenzeitlichen Ausgleich für den KSC. Ein letzter Saisonauftritt mit Höhen und Tiefen – lesen Sie, wie Bochum den Abschluss perfekt macht.

Am letzten Spieltag der Saison 2025/26 empfing der Karlsruher SC den VfL Bochum 1848 im BBBank Wildpark. Für beide Teams stand sportlich nichts mehr auf dem Spiel.

KSC-Trainer Christian Eichner bestritt sein letztes Spiel auf der Bank der Fächerstädter, nachdem sein Abschied zum Saisonende bereits bekannt gegeben worden war. 

Auf Seiten der Gäste kehrten Kjell Wätjen und Farid Alfa-Ruprecht  nach wochenlanger Pause in die Startelf zurück. Für den KSC begann Paul Scholl erstmals seit drei Monaten von Beginn an.

VfL-Bochum-Trainer Uwe Rösler vor dem Anpfiff im BBBank Wildpark – für ihn eine Rückkehr an einen besonderen Ort - IMAGO/Eibner-Pressefoto/Jan Prihoda

Wätjen trifft früh für Bochum

Die Partie begann verhalten, doch Bochum schlug früh zu. In der 3. Minute versuchte es Gerrit Holtmann von der linken Strafraumkante, sein Schuss ging jedoch am Tor vorbei.

Nur eine Minute später war es dann so weit: Ein traumhafter Pass von Farid Alfa-Ruprecht fand Kjell Wätjen, der allein auf Keeper Hans Christian Bernat zulief und den Ball durch die Beine des KSC-Schlussmanns zum 0:1 schob (4.).

Der Treffer wurde zunächst wegen eines vermeintlichen Handspiels überprüft, der VAR gab jedoch grünes Licht. Bochum hatte damit zwölf Saisontore in der Anfangsviertelstunde erzielt – kein anderes Team in dieser Saison traf öfter so früh.

Der VfL bejubelt die frühe Führung17.05.2026

Fukuda gleicht aus

Nach dem frühen Rückstand fanden die Gastgeber immer besser in die Partie. In der 15. Minute hatte Shio Fukuda die beste Chance für den KSC: Sie setzte sich gegen Noah Loosli durch, doch Erhan Mašović blockte den Schuss – der Ball klatschte gegen den Außenpfosten. 

Die erste Ecke wurde zunächst geklärt, doch in der zweiten Instanz legte Fabian Schleusener auf Marcel Franke ab, dessen Schuss Timo Horn noch parierte – Shio Fukuda reagierte am schnellsten und hämmerte die Kugel zum 1:1 ins Netz (19.). Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit übernahm der KSC zunehmend die Kontrolle und drängte auf das 2:1, ohne jedoch zu einem weiteren Torerfolg zu kommen. 

Shio Fukuda erzielt den Ausgleichstreffer zum 1:1 – der Japaner trifft nach einem Abpraller von Timo Horn - IMAGO/Taisei Iwamoto

Zweite Halbzeit: Kwarteng entscheidet

Holtmann versuchte es direkt nach Wiederanpfiff mit einem Dribbling, sein Abschluss landete jedoch am Außennetz (46.). Die Partie verlief in der Folge zäh, ohne klare Chancen auf beiden Seiten.

In der 63. Minute reagierte Uwe Rösler und brachte Moritz-Broni Kwarteng für Holtmann sowie Owono-Darnell Keumo für den angeschlagenen Leandro Morgalla. In der 70. Minute fiel die Entscheidung: Loosli gewann das Duell gegen Fukuda, legte auf Matúš Bero ab, der wiederum Kwarteng bediente.

Der Einwechselspieler dribbelte an und schoss aus rund 24 Metern – Bernat kam noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern: 1:2 für Bochum (70.).

Förster mit der Riesenchance auf das 2:217.05.2026

KSC drängt vergeblich auf den Ausgleich

Nach dem 1:2 warf der KSC alles nach vorne. In der 72. Minute vergab Philipp Förster aus bester Position – sein Schuss aus zehn Metern flog über die Querlatte. Elf Minuten später traf ein Eckball von Wanitzek den Pfosten, nachdem Frankes Kopfball abgefälscht worden war. Trotz einer Welle von Ecken in der Schlussphase – insgesamt elf Eckbälle für den KSC – fand die Heimelf keinen Weg zum Ausgleich.

In der 86. Minute wurde Schleusener unter großem Applaus ausgewechselt: Es war sein 221. und letztes Spiel für den KSC. Roko Šimić ersetzte ihn. Auch in der Nachspielzeit von sechs Minuten blieb Bochum standhaft. Der Schlusspfiff besiegelte den 2:1-Auswärtssieg für den VfL.

Kjell Wätjen trifft zum 0:1 – der Bochumer Mittelfeldspieler feiert seinen frühen Führungstreffer mit seinen Teamkollegen - IMAGO/Taisei Iwamoto

Bundesliga Match Facts
xGoals: Karlsruher SC 2,39 - VfL Bochum 1848 0,82
Schnellster Spieler: Moritz-Broni Kwarteng (BOC), 34,24 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:2 von Moritz-Broni Kwarteng (BOC), 3 Prozent
Most Pressed Player: Philipp Förster (KSC), 24 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Philipp Förster (KSC), +5,18