
Karlsruher SC dreht Spiel mit späten Toren und feiert 3:1-Heimsieg gegen Greuther Fürth
Rafael Pinto Pedrosa (47.), Shio Fukuda (90.+3) und Fabian Schleusener (90.+7) treffen für den KSC, Noel Futkeu (5.) für Fürth. Der KSC dreht nach frühem Rückstand mit späten Toren in der Nachspielzeit das Spiel und feiert den fünften Sieg in Folge gegen Greuther Fürth.
Das 50. Aufeinandertreffen der beiden Teams in der 2. Bundesliga – keine andere Paarung gab es in der Zweitliga-Historie so oft. Mit einer beeindruckenden Bilanz von 24 Siegen in den bisherigen 49 Begegnungen ging der KSC als leichter Favorit ins Spiel, zumal die Badener die letzten vier Duelle gegen das Kleeblatt allesamt für sich entscheiden konnten. Während bei den Gästen der genesene Felix Klaus zurück in die Startelf rückte, kehrten bei den Karlsruhern Nicolai Rapp und Lilian Egloff erstmals in diesem Jahr in die Anfangsformation zurück. Für Fürth ging es darum, sich im Abstiegskampf weiter Luft zu verschaffen, während der KSC nach drei schwächeren Spielen eine Leistungssteigerung anstrebte.
Futkeu schockt den KSC früh
Die Partie begann mit einem Paukenschlag: Nach gerade einmal fünf Minuten ging Fürth in Führung. Nach einem krassen Fehler im Spielaufbau der Karlsruher kam Branimir Hrgota zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Auch der Nachschuss von Dennis Srbeny fand zunächst nicht den Weg ins Tor. Doch der lauernde Noel Futkeu war zur Stelle und schob den zweiten Abpraller ins leere Tor ein. Nach einem kurzen VAR-Check wurde der Treffer bestätigt. Der Rückstand schockte die Hausherren sichtlich, die sich in der Folgezeit schwertaten, klare Torchancen zu kreieren. In der 19. Minute hatte Roko Šimić die große Chance zum Ausgleich, als er nach einem Pass von Marvin Wanitzek freistehend vor dem Tor ein Luftloch schlug. Ein Rückschlag für den KSC war zudem die verletzungsbedingte Auswechslung von Egloff in der 27. Minute, für ihn kam Förster ins Spiel.

Pinto Pedrosa gleicht aus – Wanitzek trifft den Pfosten
Mit dem eingewechselten Fabian Schleusener für Šimić kam der KSC mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. Und das zahlte sich sofort aus: Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff gelang der Ausgleich. Schleusener spielte den Ball links raus auf Dženis Burnić, der den Ball scharf vor das Tor brachte. Dort stand Rafael Pinto Pedrosa goldrichtig und schob zum 1:1 ein – Wiedergutmachung für Burnić, der vor dem 0:1 den Ball verloren hatte. Die Karlsruher waren jetzt deutlich präsenter und setzten die Fürther unter Druck. In der 69. Minute hatte Wanitzek die große Chance zur Führung, als sein Schuss nach Vorlage von Andreas Müller nur den linken Pfosten traf. Im Gegenzug hätte Futkeu beinahe für Fürth getroffen, scheiterte aber am gut positionierten Hans Christian Bernat.
Fukuda und Schleusener drehen das Spiel in der Nachspielzeit
In der Schlussphase sah es lange nach einem Unentschieden aus, das dem Spielverlauf durchaus gerecht gewesen wäre. Doch dann kam der große Auftritt der Karlsruher Joker: In der dritten Minute der Nachspielzeit war es der erst in der 82. Minute eingewechselte Shio Fukuda, der nach einem Freistoß aus großer Distanz per Kopf zum 2:1 traf. Marcel Franke hatte den Ball noch entscheidend verlängert. Die Fürther waren geschockt und konnten nicht mehr reagieren. Stattdessen setzte Schleusener in der siebten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 3:1: Nach einem langen Ball schickte Wanitzek den Stürmer auf die Reise, der vor Fürths Keeper Silas Prüfrock cool blieb und zum 3:1-Endstand einschob. Ein spektakulärer Schlusspunkt unter eine Partie, die lange Zeit auf des Messers Schneide stand.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Karlsruhe 3,61 - Greuther Fürth 1,61
Schnellster Spieler: Sayfallah Ltaief (SGF), 32,87 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 3:1 von Fabian Schleusener (KSC), 26,82 Prozent
Most Pressed Player: Louey Ben Farhat (KSC), 15 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Philipp Ziereis (SGF), 1,44
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