Frankfurt - In Schale geworfen hat sich Benno Möhlmann auch an seinem Jubiläum nicht. Trainingshose, Sportschuhe, Anorak - im gewohnten Outfit nahm der Coach des FSV Frankfurt im Heimspiel gegen den TSV 1860 München wieder auf der Bank Platz, als er sein 500. Spiel als Trainer in der 2. Bundesliga bestritt.

"Das ist eben das Ergebnis, wenn man so lange dabei ist", sagte Möhlmann, mit Blick auf die besondere Zahl lapidar. Doch seine Bilanz kann sich durchaus sehen lassen. Von seinen 500 Partien als Trainer gewann er mit seinen Mannschaften 196, 172-mal musste er den Gegner zum Sieg gratulieren. Seinen größten Erfolg feierte er jedoch im Jahr 2002, als er Arminia Bielefeld in die Bundesliga führte.

Auch das eine oder andere Fußballfest durfte er erleben, zwei Mal siegten seine Mannschaft mit 6:1 und bescherten dem Coach damit die höchsten Erfolge als Zweitliga-Coach (im März 2013 gewann er so hoch mit Frankfurt gegen Aalen und am 1. Februar 2009 mit Fürth gegen Ingolstadt).

"Dann gebe ich der Mannschaft einen aus"

Zu seinem Jubiläum wollte Möhlmann eigentlich wieder feiern. Allerdings aus anderem Anlass. "Dann gebe ich der Mannschaft einen aus. Jedoch wegen des geschafften Klassenerhalts, nicht wegen meines Jubiläums", sagte er vor dem Spiel. Darauf muss der Trainer nun noch etwas warten. Stolz empfindet der 60-Jährige aber natürlich schon, wenn er an das Jubiläum denkt. "Es ist schön, dass ich so lange fast ohne Pause in diesem Geschäft arbeiten konnte.“

Schon als Aktiver war Möhlmann in der Bundesliga und in der 2. Bundesliga unterwegs, zusammengerechnet wirkte er als Spieler und Trainer bei 1079 Partien mit - nur Rehhagel und Funkel an mehr. Doch Schluss ist noch lange nicht. Mindestens fünf Jahre soll man ihn noch an der Seitenlinie sehen. "Es macht mir immer noch viel Spaß. Bis 65 möchte ich arbeiten, dann gehe ich in Rente."