2. Bundesliga

Bielefelds neuer Trainer Rüdiger Rehm: <br>"Das Paket bei Arminia passt einfach perfekt"

bundesliga.de: Rüdiger Rehm, Arminia Bielefeld wirbt damit, "stur, hartnäckig und kämpferisch" zu sein - eben typisch ostwestfälisch. Wie intensiv haben Sie diese Eigenschaften bereits verinnerlicht?

Rüdiger Rehm: Einige habe ich schon drin. Aber ich habe meinen eigenen Stil, den ich der Mannschaft vermitteln möchte. In manchen Momenten bin ich dann auch stur, allerdings immer ein Teamplayer. Wir gehen hartnäckig an die bevorstehenden Aufgaben und versuchen, die Jungs dahin zu bringen, dass sie auch das tun, was wir von ihnen verlangen. Das hat in den ersten beiden Wochen sehr gut geklappt, die Jungs haben super mitgezogen.

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bundesliga.de: DSC-Geschäftsführer Gerrit Meinke hat sie als einen der gefragtesten Trainer im deutschen Profigeschäft bezeichnet. Ihnen lagen mehrere Angebote vor, nicht nur aus Bielefeld, sondern auch von anderen namhaften Clubs. Warum haben Sie sich für den DSC Arminia entschieden?

Rehm: Ich habe immer gesagt, dass ich die SG Sonnenhof Großaspach nur verlasse, wenn ich 100 Prozent von dem neuen Verein überzeugt bin. Diese Überzeugung habe ich bei der Arminia vorgefunden. Ich habe mich in intensiven Gesprächen mit der Sportlichen Leitung ausgetauscht und auch mit den Strukturen des Vereins beschäftigt. Das Paket bei Arminia passt einfach perfekt.

bundesliga.de: Der Verein hat noch unter Norbert Meier bereits zwei Spieler verpflichtet, Tomasz Holota von Slask Breslau und Florian Hartherz vom SC Paderborn. Zudem kommt Manuel Prietl vom SV Mattersburg. Auf welchen Positionen sehen Sie noch Nachholbedarf?

Rehm: Der Kader ist bereits sehr gut strukturiert. Wir werden aber sicherlich noch mal tätig werden. In welchem Rahmen, das werden wir intern besprechen. Der Markt ist noch voll, es gibt genug Spieler, die auf Vereinssuche sind. Aber sie müssen zu uns passen. Wir haben keine Eile. Natürlich ist es immer so: Je früher der Kader vollständig ist, desto besser.

bundesliga.de: Sie haben bei Ihrer Vorstellung gesagt, in der kommenden Saison besser abschneiden zu wollen als Platz 12 und 42 Punkte, die Arminia in der Spielzeit 2015/16 holte. Heißt das automatisch, dass Bielefeld mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben wird?

Rehm: Nein. Es geht immer bei Null los und wir müssen uns erst einmal von unten absetzen. Aber mein Ziel ist es, die Leistung der Mannschaft und jeden Spieler kontinuierlich zu verbessern. Und wenn ich sage, der Kader ist mindestens so bestückt wie im letzten Jahr, dann muss es unser Anspruch sein, diese 42 Punkte und diesen 12. Platz zu überbieten. Trotzdem gibt es in jeder Saison Situationen, die man nicht vorhersehen kann. Sei es durch Verletzungen oder andere Einflüsse.