
Störche-Party in Kiel: Lautern ohne Chance
Holstein Kiel hat den 1. FC Kaiserslautern mit 3:0 (3:0) besiegt. Umut Tohumcu (16.), Phil Harres (36.) und David Zec (40.) erzielten die Tore für die Gastgeber. Ein Traumtor von Tohumcu leitete den klaren Sieg ein und bescherte Kiel den ersten Heimsieg unter Trainer Tim Walter.
Die Vorzeichen für Holstein Kiel vor dem wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern standen nicht besonders gut. Nur einen einzigen Heimsieg gegen die Roten Teufel konnten die Störche bisher verbuchen – ein 2:1 im September 2017. Im Hinspiel musste sich die KSV mit 1:4 geschlagen geben, als Naatan Skyttä mit einem Dreierpack glänzte.
Auch Trainer Tim Walter war in seiner Karriere bislang sieglos gegen Kaiserslautern (zwei Remis, eine Niederlage mit dem HSV). Umso bedeutsamer war dieser Freitagabend für die Kieler im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga, zumal Jonas Meffert sein 100. Zweitligaspiel für Kiel bestritt.
Tohumcu eröffnet das Schützenfest
Die Anfangsphase gehörte den Gästen aus Kaiserslautern. In der 4. Minute köpfte Naatan Skyttä knapp am Tor vorbei. Noch gefährlicher wurde es in der 10. Minute, als Marlon Ritter nach einem Angriff der Pfälzer nur den Außenpfosten traf.
Doch mit dem ersten ernsthaften Angriff schlug Kiel eiskalt zu: Umut Tohumcu ließ in der 16. Minute aus 22 Metern einen Gegenspieler aussteigen und hämmerte den Ball mit 104,31 km/h an den Innenpfosten und ins Tor – ein Traumtor zum 1:0. Für die Kieler war es der erste Führungstreffer in einem Heimspiel unter Coach Walter.
Danach drehte Kiel richtig auf: In der 36. Minute eroberte Ikem Ugoh den Ball auf der rechten Seite und spielte auf Phil Harres, der aus spitzem Winkel überraschend zum 2:0 traf. Nur vier Minuten später köpfte David Zec nach einer Ecke von Tohumcu aus kurzer Distanz zum 3:0-Pausenstand ein (40.).

Kiel verwaltet souverän die Führung
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht reagierte zur Pause mit einem Doppelwechsel: Luca Sirch und Jisoo Kim ersetzten Ritter und Norman Bassette. Doch am Spielverlauf änderte das wenig. Kiel kontrollierte das Geschehen und hatte durch Jonas Therkelsen zwei gute Möglichkeiten (50., 53.).
In der 59. Minute verpasste Harres eine Riesenchance zum 4:0, als er nach einer Vorlage von Zec aus aussichtsreicher Position das Außennetz traf. Kaiserslautern versuchte mit weiteren Wechseln (64. Minute: Daniel Hanslik und Kenny Prince Redondo für Mërgim Berisha und Skyttä) neuen Schwung zu bringen, doch erst in der 73. Minute wurde es gefährlich: Semih Şahin kam im Strafraum zum Abschluss, doch Timon Weiner rettete stark mit dem Fuß.
In der Schlussphase wechselte auch Walter mehrfach und schonte seine Leistungsträger. Die Partie plätscherte ohne weitere Höhepunkte dem Ende entgegen.

Bundesliga Match Facts
xGoals: Holstein Kiel 1,71 - Kaiserslautern 0,79
Schnellster Spieler: Ikem Ugoh (KSV), 34,18 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:0 von Umut Tohumcu (KSV), 4,5 Prozent
Most Pressed Player: Jonas Therkelsen (KSV), 18 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Jonas Meffert (KSV), 2,97
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