Der 1. FC Kaiserslautern kehrt in die 2. Bundesliga zurück! - © DFL
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2. Bundesliga

Herzlich willkommen zurück in der 2. Bundesliga, 1. FC Kaiserslautern!

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Das vielleicht schwierigste Kapitel in der Vereinshistorie ist vorerst zu Ende. Nach dem 2:0-Sieg im Relegations-Rückspiel gegen Dynamo Dresden kehrt der 1. FC Kaiserslautern nach vier Jahren in die 2. Bundesliga zurück!

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Der 1. FC Kaiserslautern ist zurück in der 2. Bundesliga! Vier Jahre lang hatten die "Roten Teufel" zuletzt in der 3. Liga gespielt. Zuvor war der Pfälzer Traditionsverein von 1963 bis 2018 ausschließlich Teilnehmer der Bundesliga und der 2. Bundesliga gewesen, wurde 1991 und 1998 sogar Deutscher Meister. Nach den vier dunkelsten Jahren der jüngeren Klub-Geschichte steht nun der Wiederaufstieg. In der Relegation konnte sich der FCK gegen Dynamo Dresden nach dem 0:0 im Hinspiel im Rückspiel mit 2:0 durchsetzen.

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft! Auch ein bisschen Glück geklappt in der einen oder anderen Szene, aber insgesamt sind wir verdient aufgestiegen. Wir haben den Fokus darauf gelegt, dass Relegation keine Strafe, sondern eine Chance ist. Die Mannschaft hat das super gemacht und lässt sich jetzt zu Recht feiern. Wir sind beim Feiern relativ spontan, aber ich denke, wir werden uns etwas einfallen lassen", sagte ein euphorisierter FCK-Coach Dirk Schuster, der auch gleich schon einmal den Blick auf die kommende Spielzeit legte: "Wir wollen eine gute Rolle spielen", so der 54-Jährige.

Daniel Hanslik erzielt das wichtige 1:0 in Dresden - IMAGO/Michael Taeger/IMAGO/Jan Huebner

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Die Saison glich indes einer Achterbahnfahrt. Nach dem 9. Spieltag Ende September schien es, als würde es in diesem Spieljahr eher um den Erhalt der Klasse gehen. Kaiserslautern fand sich auf Platz 15 wieder. Dann begann bis Weihnachten aber eine eindrucksvolle Aufholjagd unter Trainer Marco Antwerpen. Sieben der elf verbleibenden Spiele wurden gewonnen, Mitte Dezember stand die Mannschaft plötzlich auf Platz zwei.

Das Korsett des Teams bildeten dabei Torwart Matheo Raab, Innenverteidiger Boris Tomiak, der äußerst emsige Rechtsverteidiger Philipp Hercher (16 direkte Torbeteiligungen in der Liga), die beiden Spielgestalter Marlon Ritter und Mike Wunderlich, sowie der erst in der Rückrunde dazugekommene Mittelstürmer Terrence Boyd, der mit acht Toren noch bester Lauterer Torschütze wurde.

Am Ende musste dann aber doch noch einmal kräftig gezittert werden. Mit drei Niederlagen zum Saisonabschluss rutschte der FCK noch von Platz zwei auf Relegationsrang drei. Die Club-Führung reagierte sogar noch einmal mit einem Trainerwechsel auf der Zielgerade, stellte Marco Antwerpen frei und holte zur Relegation den erfahrenen Dirk Schuster. Mit Erfolg: Schuster, dem bereits 2015 der Bundesliga-Aufstieg mit dem SV Darmstadt gelungen war, führte die "Roten Teufel" in zwei intensiven Relegations-Spielen zurück in die Zweitklassigkeit.

Die 2. Bundesliga darf sich indes auf eine atemberaubende Atmosphäre freuen. Das Fritz-Walter-Stadion, besser bekannt als Betzenberg, hat noch immer einen nahezu mystischen Ruf. Die Fans hielten dem Club auch in den zuletzt schwierigen Zeiten stets die Treue. Im Schnitt kamen rund 16.300 Anhänger ins Stadion. Damit läge Kaiserslautern schon jetzt im oberen Drittel der 2. Bundesliga. Doch nächstes Jahr - kein Zweifel - dürften es noch viel mehr werden.

Herzlich willkommen zurück in der 2. Bundesliga, 1. FC Kaiserslautern!