
Achterbahn-Fahrt anne Castroper: Bochum dreht irres Spektakel gegen Lautern
Der VfL Bochum 1848 hat ein spektakuläres Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 (1:1) gewonnen. Philipp Hofmann (10.), Callum Marshall (66.) und Mats Pannewig (69.) trafen für die Gastgeber. Norman Bassette (30.) und Marlon Ritter (50.) erzielten die Tore für die Gäste aus der Pfalz. Die Bochumer drehten damit einen 1:2-Rückstand in der zweiten Halbzeit und setzten sich am Ende verdient durch.
Der VfL Bochum ging mit einer besonderen Motivation in das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Gäste hatten zuletzt vor über zehn Jahren an der Castroper Straße gewonnen - im September 2015 mit 2:1. Für Philipp Hofmann war es eine besondere Begegnung: Der Stürmer schoss in der Saison 2014/15 sechs Tore für den FCK, blieb aber in sechs Zweitliga-Spielen gegen die Roten Teufel ohne Sieg und Tor.
Bochums Trainer Uwe Rösler hatte hingegen beste Erinnerungen an seine Zeit als Spieler beim FCK, für den er 13 Tore in 37 Pflichtspielen erzielt hatte. Lauterns Coach Torsten Lieberknecht musste das Spiel nach Gelb-Rot in der Vorwoche von der Tribüne aus verfolgen.

Starker Beginn und verdiente Führung für Bochum
Die Bochumer starteten energisch in die Partie und zeigten eine Reaktion auf die Niederlage gegen Düsseldorf in der Vorwoche. Bereits in der achten Minute jubelte Alfa-Ruprecht über einen Treffer, der jedoch wegen Abseits nicht zählte. Nur zwei Minuten später fiel dann das verdiente 1:0: Maximilian Wittek flankte perfekt aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo sich Hofmann geschickt positionierte und per Kopf einnetzte (10.).
Mit der Führung im Rücken dominierten die Gastgeber das Geschehen und hatten in der 20. Minute eine weitere gute Chance durch Francis Onyeka, der jedoch aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss. Wie aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich: Die Gäste konterten schnell über die linke Seite, Paul Joly flankte zum zweiten Pfosten, wo Norman Bassette Strompf entwischte und aus kurzer Distanz zum 1:1 einschob (30.).
Achterbahnfahrt in Halbzeit zwei
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte sah Pannewig die Gelbe Karte und fehlt damit im nächsten Spiel in Berlin. In der 50. Minute schlug dann der FCK zu: Redondo steckte auf Marlon Ritter durch, der in den Strafraum eindrang, mit einer Pirouette Onyeka aussteigen ließ und Timo Horn durch die Beine zum 1:2 traf. Bochum reagierte mit einem Doppelwechsel: Für Alfa-Ruprecht und Bero kamen Wätjen und Callum Marshall (58.).
Die Einwechslungen zahlten sich aus: Marshall erzielte nach starker Vorarbeit von Koji Miyoshi, der durch die FCK-Abwehr wirbelte, den Ausgleich zum 2:2 (66.). Nur drei Minuten später vollendete Mats Pannewig eine Ecke von Wittek aus spitzem Winkel per Aufsetzer an die Unterlatte zum 3:2 (69.).
Dramatische Schlussphase
In der Schlussphase erhöhten die Gäste den Druck und hatten durch Mërgim Berisha eine gute Chance, die aber im Außennetz landete (77.). Beide Teams hatten in der sechsminütigen Nachspielzeit noch die Möglichkeit, das Ergebnis zu verändern: Zuerst verpasste Marshall alleine vor Krahl die Entscheidung, dann verfehlte Naatan Skyttä auf der Gegenseite knapp das Bochumer Tor.
Mit viel Kampfgeist und dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung brachten die Bochumer den knappen Vorsprung über die Zeit. Der VfL zeigte sich vor allem in der Chancenverwertung effizient: Bei neun Schüssen auf das Tor erzielten die Gastgeber drei Treffer und verwandelten so einen 1:2-Rückstand in einen wichtigen Heimsieg.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Bochum 2,5 - Kaiserslautern 1,59
Schnellster Spieler: Farid Alfa-Ruprecht (BOC), 33,11 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:2 von Marlon Ritter (FCK), 14,08 Prozent
Most Pressed Player: Naatan Skyttä (FCK), 18 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Maximilian Wittek (BOC), 2,92
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