
Vierter Sieg in Folge: Hertha BSC grüßt von der Spitze
Hertha BSC schlägt den 1. FC Magdeburg 2:1 (1:1) und übernimmt die Tabellenführung der 2. Bundesliga. Josip Brekalo (10.) und Oluwaseun Victor Adewumi (47.) trafen für die Berliner, Falko Michel (31.) glich zwischenzeitlich aus. Paul Seguin (62.) und Tobias Müller (73.) sahen jeweils Gelb-Rot.
Die Ausgangslage vor Anpfiff war klar: Gewinnt Hertha BSC auch das vierte Saisonspiel, würden die Berliner den 1. FC Nürnberg überholen und wären als einziges Team mit der optimalen Ausbeute von zwölf Punkten neuer Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Um dieses Ziel zu erreichen, schickte BSC-Coach Stefan Leitl dieselbe Startelf wie beim 5:3-Sieg gegen Eintracht Braunschweig ins Rennen.
Mit dem 1. FC Magdeburg traf die Alte Dame allerdings auf das einzige Team, gegen das die Hertha in der vergangenen Saison torlos blieb. Der FCM gewann beide Duelle (1:0 zu Hause, 2:0 auswärts) und reiste demzufolge mit breiter Brust in die Hauptstadt. FCM-Coach Petrik Sander, der als Trainer bislang alle seine fünf Partien gegen die Hertha gewann, rotierte gegenüber dem 2:0-Sieg gegen Holstein Kiel lediglich auf einer Position: Herbert Bockhorn rückte für Pierre Nadjombe in die Anfangsformation.

Brekalo trifft früh, Michel gleicht aus
Hertha startete druckvoll und ging schon in der 10. Minute in Führung: Nach einem schnellen Umschaltmoment über mehrere Stationen bediente Mads Pedersen den in den Strafraum ziehenden Josip Brekalo, der aus spitzem Winkel mit links ins lange Eck traf.
Magdeburg fand danach besser ins Spiel und belohnte sich in der 31. Minute: Baris Atik trat eine Ecke von rechts, Falko Michel stieg höher als sein Gegenspieler und köpfte zum 1:1 ein. Vor der Pause parierte FCM-Keeper Dominik Reimann stark gegen Jón Dagur Thorsteinsson, mit dem Pausenstand von 1:1 ging es in die Kabine.

Blitzjoker Adewumi und zwei Platzverweise
Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung für Soufian Gouram traf Oluwaseun Victor Adewumi in der 47. Minute zum 2:1: Paul Seguin fand Thorsteinsson rechts, dessen Zuspiel rollte durch bis zum am zweiten Pfosten lauernden Adewumi, der zum dritten Mal in Folge als Einwechselspieler traf.
Nur neun Minuten später unterlief Gersbeck ein haarsträubender Fehler. Der Keeper spielte Moritz-Broni Kwarteng den Ball quasi in die Füße, nach Doppelpass mit Zukowski schob der Magdeburger locker zum vermeintlichen 2:2 ein, wurde dann aber zurückgepfiffen, weil Zukowski zuvor im Abseits stand. Die Partie kippte in der 62. Minute, als Seguin nach einem Foul an Mateusz Zukowski seine zweite Gelbe Karte sah.
Magdeburg erhielt in der Folge seine beste Phase, ehe auch Tobias Müller in der 73. Minute nach einem Einsteigen gegen Adewumi mit Gelb-Rot vom Platz musste. Baris Atik traf mit einem Distanzschuss von Michel nur die Latte (69.), Alexander Nollenberger rettete zudem für den FCM auf der Linie. Trotz zehn gegen zehn Feldspielern brachte Hertha die knappe Führung über die Zeit und grüßt nun von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga.
Bundesliga Match Facts
xGoals: Hertha BSC 1,58 - Magdeburg 1,26
Schnellster Spieler: Oluwaseun Victor Adewumi (BSC), 35,18 km/h
Tor mit der geringsten Torwahrscheinlichkeit: 1:1 von Falko Michel (FCM), 6 Prozent
Most Pressed Player: Alexander Nollenberger (FCM), 22 Mal unter Gegnerdruck
Beste Pass Effizienz: Dominik Reimann (FCM), +1,82

