Zusammenfassung

  • Marc Schnatterer ist der Dauerbrenner beim 1. FC Heidenheim

  • Markus Karl (SV Sandhausen) hat die meisten Spiele in der 2. Bundesliga aller derzeit dort aktiven Akteure absolviert

  • Fabian Klos ist der Rekordtorschütze bei Arminia Bielefeld

Köln – Am Wochenende startet die 2. Bundesliga in die neue Spielzeit. Auch die Saison 2018/19 wird wieder geprägt sein von engen Spielen, großartigen Toren und herausragenden individuellen Leistungen. Nicht immer sind es dabei die schillernden Stars ihrer Mannschaft, die dies ermöglichen. bundesliga.de stellt mehrere heimliche Helden der 2. Bundesliga vor.

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Marc Schnatterer (1. FC Heidenheim)

Marc Schnatterer ist mittlerweile auch außerhalb Heidenheims zur Kultfigur avanciert © imago / Eibner

Wir starten mit einem großen Namen – zumindest was die Zahlen in der 2. Bundesliga anbetrifft. Marc Schnatterer zählte in den vergangenen Spielzeiten stets zu den Stützen der Heidenheimer und war auch liga-weit immer unter den besten Scorern. Zudem war der Routinier eine verlässliche Größe: Erst im Endspurt der zurückliegenden Spielzeit riss Schnatterers imposante Serie von 133 Spielen in Folge im FCH-Trikot – bis dato hatte der Club keine Partie in der 2. Bundesliga ohne seinen Spielmacher absolviert. Auch außerhalb Heidenheims konnte sich der schussgewaltige und technisch starke Rechtsfuß mittlerweile Kultstatus erarbeiten – ein nicht mehr ganz so heimlicher Held also!

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Martin Männel (FC Erzgebirge Aue)

Martin Männel (FC Erzgebirge Aue) zählt zu den besten Torhütern der 2. Bundesliga © imago / Picture Point

Eine ebenso treue Seele wie der Heidenheimer Offensivmann ist Martin Männel, der seit einem Jahrzehnt für den FC Erzgebirge Aue zwischen den Pfosten steht. Trotz Abstiegen blieb der Brandenburger bei den Sachsen und avancierte dank seiner Paraden zunehmend zum Publikumsliebling bei den FCE-Anhängern. "Ich habe mein komplettes Fußballer-Leben in Aue verbracht. Sollte jetzt kein Bundesliga-Verein kommen, wird das auch so bleiben", betonte Männel gegenüber "Tag24". 212 Partien absolvierte der 30-Jährige bereits für die Sachsen – und wenn nichts dazwischenkommt, werden in der anstehenden Spielzeit einige hinzukommen. Als Rückhalt ist Männel für den FCE ein kaum zu unterschätzende Säule im Kampf um den erneuten Klassenerhalt.

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Markus Karl (SV Sandhausen)

Markus Karl (l.) ist im Abwehrzentrum des SV Sandhausen ein Leistungsträger © imago / Nordphoto

Ein richtiger Dauerbrenner steht beim SV Sandhausen unter Vertrag: Mit 262 Partien in der 2. Bundesliga ist Markus Karl von den aktiven Spielern derjenige mit den meisten Einsätzen. Der 32-jährige Abwehrmann ist dabei ordentlich herumgekommen: Neben seinem aktuellen Verein war Karl bei Greuther Fürth, dem FC Ingolstadt, Union Berlin und dem 1. FC Kaiserslautern in der 2. Bundesliga aktiv. Der Routinier hat noch längst nicht genug: Als "wichtiger Eckpfeiler" der Sandhäuser Defensive verlängerte sich sein Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr – und wenn Karl wie in der Vorsaison als Leistungsträger im Abwehrzentrum glänzt, dann wird er auch in dieser Spielzeit ein heimlicher Held für den SVS sein.

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Lukas Fröde (MSV Duisburg)

Der MSV Duisburg setzt auch in Zukunft auf die Dienste des zuverlässigen Mittelfeldabräumers Lukas Fröde © imago / Revierfoto

Ein Fixpunkt, wenngleich ein eher unauffälliger ist Lukas Fröde im Mittelfeld des MSV Duisburg. In der Schaltzentrale der "Zebras" neben Kapitän Fabian Schnellhardt gesetzt ist der ehemalige Bremer eher für die rustikaleren Momente zuständig. Das erledigt Fröde, im Sommer 2017 aus Würzburg in den Ruhrpott gewechselt, allerdings derart zuverlässig, dass der MSV den Vertrag mit dem 23-Jährigen noch vor der anstehenden Saison vorzeitig verlängerte. "Lukas ist eine echte Bank, auf die wir uns immer verlassen können. Er hat eine hervorragende Saison gespielt", lobt ihn Duisburgs Trainer Ilia Gruev über den grünen Klee. Eine Wertschätzung, die defensive Mittelfeldspieler in der Öffentlichkeit nicht oft genießen – für Fröde Ansporn, auch in der kommenden Saison an seine Leistungen aus dem Vorjahr anzuknüpfen.

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Fabian Klos (DSC Arminia Bielefeld)

Fabian Klos gilt als Identifikationsfigur bei Arminia Bielefeld © imago / pmk

Rekordmann und Symbolfigur: Mit diesen Attributen wird Fabian Klos bei Arminia Bielefeld beschrieben. Der groß gewachsene Angreifer, der mittlerweile seit 2011 für die Ostwestfalen auf Torejagd geht, schoss sich in der vergangenen Saison zum besten Torschützen der Vereinsgeschichte (113 Pflichtspieltreffer) und ist mittlerweile eine der Identifikationsfiguren in der 2. Bundesliga. "Ich bin sehr froh, dass er da ist und glaube nicht, dass man ihn sich woanders vorstellen kann. Er gehört nach Bielefeld", sagt Arminias Cheftrainer Jeff Saibene über den 30-Jährigen. Seit der Luxemburger die Ostwestfalen übernommen hat, ist Klos in einer anderen Rolle unterwegs: Hinter Torjäger Andreas Voglsammer stellt sich der wuchtigen Offensivmann in den Dienst seiner Mannschaft. Auch deshalb ist er ein heimlicher Held in der 2. Bundesliga.

Thomas Reinscheid