Am Abend endet auch für Hansa Rostock und Arminia Bielefeld (ab 20 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) endlich die Winterpause.

Knapp einen Monat nach dem 2:1-Erfolg gegen Düsseldorf präsentieren sich die Hanseaten erneut im eigenen Stadion und hoffen auf einen erfolgreichen Start in die zweite Halbserie:

"Haben etwas gutzumachen"

"Wir wollen auf jeden Fall mit einem Sieg in die Rückrunde starten und damit an die erfolgreiche Schlussphase der ersten Halbserie, in der wir zehn Punkte aus fünf Spielen geholt haben, anknüpfen. Dann wäre kurz nach 22 Uhr endlich auch das Gerede darüber vorbei, wie lange wir schon in den Montagspielen nicht mehr gewonnen haben", hofft Trainer Andreas Zachhuber sogar aus mehreren Gründen auf einen Heimsieg seiner Mannschaft. Hansas "schwarze Montagsserie" dauert immerhin schon 14 Partien (neun Niederlagen, fünf Remis) an.

Zachhuber weiß aber auch, dass diese Aufgabe nicht einfach wird: "Die Bielefelder haben mit 30 Punkten eine gute Hinserie gespielt und sind ein heißer Aufstiegskandidat. Das Hinspiel haben wir in Bielefeld verloren und daher natürlich noch etwas gutzumachen."

Sollte dies gelingen, würden die Hanseaten den Rückstand zum direkten Kontrahenten immerhin auf fünf Punkte verkürzen und den Sprung in das mittlere Tabellendrittel vollziehen. Die Arminia könnte ihrerseits aber mit einem "Dreier" auf den Relegationsplatz klettern.

Neues Gesicht für die Hansa-Fans

Rostocks Coach baut auf eine eingespielte Mannschaft: "Wir haben gegen Düsseldorf auch kämpferisch eine gute Leistung gesehen. Ich sehe eigentlich keinen Anlass, groß etwas zu ändern." Für Bastian Oczipka, der zum FC St. Pauli gewchselt ist, und Fin Bartels (Gelb-Sperre) werden im Vergleich zum letzten Hinrundenspiel allerdings zwei neue Spieler in den 18er-Kader rücken. Dies sind voraussichtlich der wieder genesene Kapitän Martin Retov und Neuzugang Andreas Dahlén.

Verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht am Montag neben Dexter Langen (dickes Knie) und Tom Buschke (Fersenprobleme) auch der neue Verteidiger Florian Grossert, den Achillessehnen-Beschwerden plagen. So werden die Hansa-Fans am Montag mit Dahlén zunächst nur ein neues Gesicht kennen lernen, auch wenn der Schwede zunächst wohl auf der Bank Platz nehmen muss.

Andreas Zachhuber gibt auf der linken Verteidiger-Position weiterhin Bradley Carnell den Vorzug. Und der Südafrikaner will seinen Stammplatz dauerhaft verteidigen: "Ich habe mich nach meiner Verletzung gegen Bastian Oczipka durchgesetzt und will dies nun auch gegen Andreas Dahlen schaffen. Immerhin habe ich den Traum von der WM-Teilnahme noch nicht aufgegeben. Den kann ich mir aber nur erfüllen, wenn ich regelmäßig spiele."

Arminia beschwört den Teamgeist

Für einen positiven Rückrundenauftakt beschworen die Ostwestfalen am Freitag noch einmal den Mannschaftsgeist: Nach dem Training standen ein gemeinsames Essen und ein anschließender Besuch eines Bowlingcenters auf dem Programm.

Ein guter Start gegen Rostock sei laut Arminia-Coach Thomas Gerstner ungemein wichtig, um den eigenen Rhythmus zu finden. Denn nach der Winterpause wisse momentan kein Profiverein so genau, wo er nun steht, "das wird sich erst nach zwei, drei Spieltagen zeigen."

Gut möglich, dass gegen Hansa Rostock, dessen Stärken Gerstner eindeutig in der Kompaktheit sieht, Oliver Kirch sein Comeback in der Startelf gibt. Der lange verletzte Mittelfeldmann sei wieder zu 100 Prozent fit, er könnte den beim Afrika-Cup weilenden Chris Katongo ersetzen.

An das 3:1 im Hinspiel auf der Bielefelder Alm - übrigens auch am Montag - wird sich Giovanni Federico gern erinnern. Bielefelds Toptorjäger erzielte gegen Hansa den ersten seiner insgesamt neun Saisontreffer. Seit dem 11. Spieltag wartet der Offensivmann aber nunmehr auf den nächsten persönlichen Erfolg.