Bochum - Der VfL Bochum 1848 hat den Vertrag mit Cheftrainer Friedhelm Funkel modifiziert. Ursprünglich galt die Vereinbarung nur im Falle des Aufstiegs bis zum 30. Juni 2012, jetzt besitzt sie auch Gültigkeit für die 2. Bundesliga. Dementsprechend wurden auch die Verträge von Co-Trainer Christoph John und Peter Greiber angepasst. Das gab die Vereinsführung am Mittwoch, 13. April, bekannt.

"Wir haben Herrn Funkel als ausgezeichneten Fußballfachmann und versierten Trainer kennen und schätzen gelernt", erklärt Ernst-Otto Stüber, Vorsitzender des Aufsichtsrats des VfL Bochum 1848. "Deshalb mussten wir nicht lange beraten, um der Empfehlung des Vorstands zu folgen. Friedhelm Funkel passt sehr gut zum VfL. Seine ruhige besonnenen Art, seine soziale Kompetenz und sein Engagement nicht zuletzt im Nachwuchsbereich sprechen für ihn."

Schon länger einig

Für Sportvorstand Thomas Ernst liegen die Gründe für die Modifikation des Vertrages auf der Hand. "Wir sind von seiner Arbeit überzeugt. Und das unabhängig vom letztendlichen Ausgang der laufenden Saison. Eigentlich waren wir uns schon in der vergangenen Woche einig, doch wir wollten den Fokus komplett auf das Spitzenspiel gegen Hertha BSC legen."

Trotz der 0:2-Niederlage gegen den Tabellenführer hat der VfL sein großes Ziel nicht aus den Augen verloren. "Wir haben weiterhin die Chance, in die Bundesliga aufzusteigen. Dafür müssen wir die Kräfte bündeln. Mit dieser Entscheidung haben wir eine weitere wichtige Weichenstellung realisiert", sagte Ernst, der die Meinung vertritt, dass Friedhelm Funkel genau ins Anforderungsprofil des VfL passt. "Er hat die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt, besitzt eine natürliche Autorität und hat viele junge Spieler integriert. Ihm ist genau wie der Vereinsführung eine enge Vernetzung zwischen Nachwuchsbereich und der Lizenzspielerabteilung sehr wichtig und er setzt sie konsequent um."

Funkel setzt auf Nachwuchsspieler

So machte Funkel nicht nur den ehemaligen VfL-Nachwuchsspieler Andreas Luthe zu seiner Nummer 1 im Tor, er baute mit Matthias Ostrzolek, Kevin Vogt und Mirkan Aydin weitere Nachwuchskräfte aus der eigenen Jugend in seine Stammformation ein. Auch der 22-jährige Björn Kopplin gab unter dem 57-Jährigen sein Debüt im Profifußball.

"In dieser Truppe steckt viel Potenzial. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und über das klare Bekenntnis der Vereinsführung zum jetzigen Zeitpunkt", sagt Friedhelm Funkel. "Wir werden in den kommenden Wochen alles geben, um wieder in die Bundesliga zurückzukehren."