München - Zwei Teams, die sich noch Hoffnungen auf den Aufsteig machen, sind am Sonntag gefordert: Der Tabellenvierte, die SpVgg Greuther Fürth, hat es mit dem SC Paderborn zu tun, Erzgebirge Aue gastiert bei Alemannia Aachen. Im Duell der "Kellerkinder" empfängt Schlusslicht Arminia Bielefeld den Tabelenvorletzten Rot-Weiß Oberhausen (alle Sonntagsspiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn

Nach der Ankündigung von Paderborns Cheftrainer Andre Schubert, seine Tätigkeit beim SC nach der Spielzeit zu beenden, ist das Team schnell zur Tagesordnung übergegangen. "Wr hatten eine sehr gute Trainingswoche und eine konzentrierte Vorbereitung auf das Auswärtsspiel", betont der Coach.

Die Fürther haben trotz der Niederlage des VfL Bochum gegen Hertha BSC Berlin im Montag-Spiel (0:2) noch Chancen auf den Aufstieg. Ähnlich wie der SCP schalten die Franken auf dem Platz schnell um und sind sogar die konterstärkste Mannschaft der 2. Bundesliga. "Wir müssen das Aufbauspiel des Gegner stören", richtet Schubert den Fokus auf die tiefen Pässe und Konterdribblings der Gastgeber.

Für den erkrankten Markus Palionis kehrt Jukka Raitala nach überstandener Grippe in die Anfangsformation zurück. Enis Alushi und Markus Krösche haben ihre zwischenzeitlichen Probleme überwunden. Nach seinem ersten Kurzeinsatz gegen Ingolstadt wird Edmond Kapllani von Beginn an auflaufen. An seiner Seite könnte mit Gaetano Manno ein zweiter Angreifer stehen, zumal Sören Brandy aufgrund seiner Gelbsperre ausfällt.

Während Schubert also zum Saisonende aufhört, macht Fürths Trainer weiter: Am Freitag verlängerte der Coach seinen Vertrag um ein weiteres Jahr - doch auch Büskens kehrte schnell zur Tagesordnung über: "Wir wollen dranbleiben, denn der Druck auf alle Beteiligten im Aufstiegsrennen nimmt zu. Für uns ist das ein positiver Druck, denn weil der VfL Bochum was liegen ließ, sind wir in einer guten Ausgangsposition."

Mergim Mavraj kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück und ist somit eine weitere Alternative. Büskens wies darauf hin, dass Stephan Schröck und Kingsley Onuegbu voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche wieder Teile des Mannschaftstrainings bestreiten können und so die Hoffnung besteht, dass beide im Saison-Endspurt nochmal eingreifen können.




Alemannia Aachen - Erzgebirge Aue

Nachdem die Alemannia in der Tabelle jenseits von Gut und Böse ist, hat Aachens Coach Peter Hyballa eine neue Zielvorgabe gestellt: "Wir haben jetzt 41 Punkte, mindestens 50 sollen es am Ende der Saison sein. Wir haben schließlich noch drei Heimspiele." Der Einsatz von Aimen Demai entscheidet sich erst am Samstag, der Rechtsverteidiger klagt über muskuläre Probleme. Weitere Änderungen in der Formation lässt Hyballa noch offen.

Hyballa: "Aue ist die positive Überraschung dieser Saison, sie haben noch kleine Chancen auf den Relegationsplatz. Aue ist sehr ballorientiert, ihre ganz große Stärke sind natürlich die Standardsituationen", erläutert der Coach. Freistöße gilt es also zu vermeiden, und damit Zweikämpfe gar nicht erst entstehen wollen die "Schwarz-Gelben" den Ball mit möglichst wenigen Kontakten in den eigenen Reihen halten.

Aues Cheftrainer Ricco Schmitt will die Gunst der Stunde nutzen und ohne Druck für eine Überraschung sorgen. "Wir wollen uns groß machen und zeigen, dass wir 49 Punkte haben. Es wird nicht einfach, aber wir haben überhaupt nichts zu verlieren." Tomasz Kos ist nach wie vor verletzt und steht den Erzgebirglern nicht zur Verfügung - ebenso wie Jörn Wemmer und Patrick Milchraum. Ansonsten kann Schmitt aus dem Vollen schöpfen.




Arminia Bielefeld - Rot-Weiß Oberhausen

Trotz der ausweglosen Situation im Abstiegskampf will die Arminia kein Punktelieferant für andere Teams sein. "Das hier wird keine Abschiedstournee. Wir werden weiterhin alles geben und die Besten der Mannschaft aufstellen", sagt Ewald Lienen. "Ich stehe als Trainer mit meinem Namen dafür, wie die Mannschaft auftritt. Deshalb werde ich in dieser Situation bestimmt keinen Ausverkauf starten und auf Kosten des Spiels herumexperimentieren. Gerade jetzt, wo die Mannschaft sich gefestigt hat und auf Augenhöhe in die Spiele gehen kann, werden wir weiterhin 100 Prozent geben. Das sind wir uns selbst, den anderen Vereinen und den Fans schuldig!"

Personell gibt es zum Spiel gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Oberhausener nicht viel Neues: Immerhin ist Markus Bollmann nach zwei Tagen Pause wieder mit im Training und wird wohl auch am Sonntag zur Verfügung stehen.

Bei Rot-Weiß Oberhausen stehen die Zeichen voll auf Sieg. "Wir wollen und müssen dieses Spiel gewinnen, dann ist es der Klassenerhalt für uns noch ein realistisches Ziel", so RWO-Trainer Theo Schneider. Er fordert: "Die Mannschaft muss ein Zeichen setzen und diese Chance beim Schopfe packen."

Schneider muss weiterhin auf den gesperrten Dimitrios Pappas, die verletzten Moses Lamidi, Yohannes Bahcecioglu, Steven Ruprecht und Mike Tullberg sowie auf Marinko Miletic und Felix Luz (beide noch Trainingsrückstand) verzichten. Ebenfalls nicht dabei ist Torwart Stephan Loboué (Außenbandzerrung im Knie), für ihn zählt Marcel Dietz zum Kader