München - Zweitliga-Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth hat zwei neue Jäger: Nach der Punkteteilung im direkten Duell der Aufstiegskonkurrenten Eintracht Frankfurt und Energie Cottbus, übernehmen der FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf die Rollen der schärfsten Verfolger des Tabellenführers. Davon unbeeindruckt festigten die Fürther beim 2:1 (0:0) gegen den MSV Duisburg mit dem sechsten Sieg in Folge ihre Spitzenposition.

Stephan Fürstner (57.) und Christopher Nöthe (64.) brachten die Franken in Führung, Jürgen Gjasula (66.) gelang für den MSV nur noch der Anschlusstreffer. "Wir sollten jetzt geerdet bleiben, auch wenn wir derzeit laufend gewinnen und die Fans euphorisiert sind. Die Entwicklung ist positiv, wir müssen jedoch weiterhin kleine Schritte machen", sagte Fürths Trainer Mike Büskens.

St. Pauli und Düsseldorf furios

Mit einem 4:2 (0:1)-Erfolg gegen 1860 München kletterte der FC St. Pauli Rang zwei. Zwischenzeitlich hatten die Gastgeber nach einem verwandelten Foulelfmeter von Benjamin Lauth (44.) und einem Eigentor von Kevin Schindler (46.) schon mit 0:2 zurückgelegen. Mit einer furiosen Aufholjagd drehten dann aber Marius Ebbers (56.), Sebastian Schachten (57.) und Max Kruse (64./74.) mit ihren Toren noch die Partie.

Der Vereinsrekord von 18 Heimspielen in Serie ohne Niederlage hat Fortuna Düsseldorf den Sprung auf Rang drei beschert. Beim 4:2 (2:1) gegen den Karlsruher SC gelang den Rheinländern sogar der saisonübergreifend achte Heimsieg in Folge. In einer unterhaltsamen Partie schossen Jens Langeneke per Foulelfmeter (12.), Sascha Rösler (18.) und Thomas Bröker (67./75.) die Fortunen auf einen Aufstiegsplatz. Für den KSC trafen Bogdan Müller (43.) und Luis Ngwat-Mahop (80.). "Das war ein schweres Spiel, aber unter dem Strich ist unser Sieg verdient", äußerte sich der zweifache Torschütze Bröker.

Eintracht Frankfurt bleibt ungeschlagen

Erstliga-Absteiger Eintracht Frankfurt verhinderte bei Energie Cottbus mit einem Endspurt zum 3:3 (0:1) zwar seine erste Saisonniederlage, verliert aber weiter an Boden auf den Spitzenreiter aus Fürth. "In jedem Trainingsspiel waren wir aggressiver als in der ersten Halbzeit", sagte Eintracht-Trainer Armin Veh. Nach dem Anschlusstreffer von Rob Friend (66.) sorgten Ümit Korkmaz (72.) und Mohamadou Idrissou (89.) für das Unentschieden, zuvor hatte Cottbus durch Dimitar Rangelow (10./50.) sowie Daniel Adlung (70.) schon zweimal mit jeweils zwei Toren geführt.

Für Cottbus war die Punkteteilung nach diesem Spielverlauf eine gefühlte Niederlage. "Das ist ein Nackenschlag, den die Mannschaft erst einmal wegstecken muss. Die 0:5-Niederlage gegen 1860 München hat mir nicht weh getan. Aber das hier ist ein Knockout", bedauerte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Odonkor gibt sein Debüt für Aachen

Einen Dämpfer erhielt auch das Überraschungsteam Eintracht Braunschweig. Im Duell der Aufsteiger bei Hansa Rostock kamen die Niedersachsen nicht über ein 0:0 hinaus und ließen nach zwei Auswärtssiegen zum Auftakt erstmals Punkte auf fremdem Platz liegen. Während sich Union Berlin mit 4:1 gegen den FC Ingolstadt durchsetzte, trennten sich der FSV Frankfurt und Erzgebirge Aue 1:1-Remis.

Aachen bleibt auch mit David Odonkor weiter sieglos. Beim 0:0 in Paderborn wurde der Ex-Nationalspieler eingewechselt. "Ich wollte schon lange zurück nach Deutschland und habe mich über meinen Einsatz gefreut. Aber wir hätten das Spiel gewinnen müssen", sagte der Rückkehrer. Zwar sicherte sich die Alemannia den dritten Punktgewinn der Saison, trotzdem bleibt die Mannschaft von Trainer Peter Hyballa weiter Tabellenschlusslicht.