München - Erstmals darf sich St. Paulis neuer Trainer Michael Frontzeck am heimischen Millerntor beweisen, nachdem seine Premiere in Paderborn (1:1) immerhin einen Zähler einbrachte. Der Gegner der Hamburger heißt Dynamo Dresden, das ebenfalls im Tabellenkeller feststeckt (alle Spiele ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

In den beiden anderen Partien messen sich Union Berlin und Paderborn, sowie der FSV Frankfurt und Jahn Regensburg.

Die SG Dynamo Dresden zu Gast beim FC St. Pauli - dieses Duell war vor gut einem Jahr ein Spiel zwischen dem Aufsteiger aus Sachsen und dem Bundesliga-Absteiger aus der Hansestadt, das die Kiezkicker trotz Rückstandes am Ende noch mit 3:1 für sich entschieden. Nun treffen die beiden Traditionsvereine erneut aufeinander, doch die Vorzeichen sind anders. Beide Mannschaften stecken aktuell tief im Tabellenkeller der 2. Bundesliga fest und wäre es nicht erst der 11. Spieltag der laufenden Saison, würde man von einem Abstiegsduell mit wegweisendem Charakter sprechen.

Bei den Gastgebern sitzt Michael Frontzeck zum ersten Mal in einem Heimspiel auf der Trainerbank. Der 48-Jährige rechnet damit, dass die Gäste aus Sachsen , "tief und kompakt in der Defensive spielen werden. Aber sie haben auch die Spieler, die schnell in die Spitze stoßen und uns gefährlich werden können. Es wird definitiv ein anderes Spiel als das gegen Paderborn." Personell sieht es bei den Braun-Weißen nicht gerade rosig aus. Neben Sören Gonther (Kreuzbandriss) werden Lennart Thy (Kniereizung), Patrick Funk (Oberschenkel) und Mahir Saglik (Fuß) nicht zur Verfügung stehen.

Auch Dynamo-Trainer Ralf Loose muss auf einige wichtige Akteure verzichten, doch als Problem will er das nicht gelten lassen. "Wir müssen diesen Umstand als Herausforderung annehmen, weil es in der Meisterschaft dazugehört, dass jemand nicht zum Einsatz kommen kann", sagt der Coach und verweist auf seinen Kader, der groß genug ist, um die Ausfälle von Robert Koch, Romain Bregerie (beide nach Platzverweis gesperrt) und Filip Trojan (Schienbeinprellung) zu verkraften. Zudem musste Looses bester Stürmer Mickael Pote wegen eines Magen-Darm-Infektes eine Trainingspause einlegen, sein Einsatz ist gefährdet.



Schiedsrichteransetzungen

Union Berlin hat den schwachen Saisonstart mittlerweile - speziell vor eigenem Publikum - ausgebügelt, zuletzt landeten die "Eisernen" drei souveräne Heimsiege in Folge. "Ich hoffe, dass wir die Heimserie ausbauen können", sagte Verteidiger Patrick Kohlmann. Für Trainer Uwe Neuhaus ist der erhoffte Dreier jedoch kein Selbstläufer. "Ich warne auch in diesem Jahr vor Paderborn, auch wenn sie die halbe Mannschaft verloren haben. Sie haben aber die gleiche Qualität wieder eingekauft", sagte der 52-Jährige. Personell hat er nach dem Ablauf von Fabian Schönheims Rotsperre eine zusätzliche Alternative.

Trotz der guten Serie der Ost-Berliner nimmt sich SCP-Trainer Stephan Schmidt für die Partie An der Alten Försterei einiges vor: "Wir fahren dorthin, um etwas mitzunehmen". Personell bieten sich dem 36-Jährigen wieder mehr Möglichkeiten.

Innenverteidiger Manuel Gulde meldete sich nach seinem Muskelfaserriss zurück. Auch Mario Vrancic und Thomas Bertels, die zuletzt auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten, drängen in die Startelf. Weiterhin fehlen werden Sebastian Lange (Schambeinprobleme), Markus Palionis (Reha), Manuel Zeitz (Rotsperre) und David Poljanec (Sprunggelenk).



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Der FSV Frankfurt erinnert sich gerne an das letzte Aufeinandertreffen mit dem SSV Jahn Regensburg: Am 31. Mai 2008 besiegten die Bornheimer die Oberpfälzer mit 2:0 und feierten an diesem letzten Saisonspieltag den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Am Sonntag treffen die Schwarz-Blauen erstmals seitdem wieder auf den Jahn.

"Regensburg wird kompakt defensiv arbeiten, aber sicherlich auch immer wieder den Weg nach vorne suchen", ist sich FSV-Trainer Benno Möhlmann sicher. "Speziell mit Franky Sembolo, Marco Djuricin und Jim-Patrick Müller haben sie gute Offensivkräfte, die ihre Chance immer wieder suchen werden." Gegen den Aufsteiger werden Marc Heitmeier (Gelb-Rot-Sperre), Zafer Yelen (Sprunggelenkbeschwerden), Gledson (Meniskusoperation), Marcel Gaus (Schambeinentzündung) und Tufan Tosunoglu (Reha nach Quadrizepsmuskelriss) nicht dabei sein.

Im letzten Heimspiel gegen den 1. FC Köln zeigte der Jahn bis zur 87. Minute eine gute Leistung und führte mit 2:0. Dann gab man das Spiel noch aus der Hand, die "Geißböcke" siegten mit 3:2. Diese bittere Niederlage gilt es nun aus den Köpfen zu bekommen, um die Konzentration voll auf das Spiel gegen Frankfurt richten zu können. "Der FSV wird ein sehr schwer zu spielender Gegner sein. Sie haben sich in der 2. Bundesliga etabliert und sind sehr heimstark", weiß Regensburgs Trainer Oscar Corrochano. "Gerade die vordere Abteilung der Frankfurter ist mit vielen schnellen Spielern sehr stark besetzt." Kapitän Laurito (Gesichtsfraktur) und Thomas Kurz (Aufbautraining) werden gegen die Bornheimer nicht im Kader stehen.



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