München - Am Sonntag gibt der neue Coach Michael Frontzeck seinen Einstand beim FC St. Pauli. Beim SC Paderborn wollen die Hamburger endlich die Wende schaffen und sich aus dem Tabellenkeller befreien. Doch die seit drei Spielen sieglosen Gastgeber peilen gleichermaßen die drei Punkte an.

Das tabellarische Topspiel steigt jedoch andernorts: Der Überraschungsaufsteiger VfR Aalen empfängt den FC Energie Cottbus. Komplettiert wird der Zweitliga-Sonntag vom FC Union Berlin, der sich mit dem FSV Frankfurt misst (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Beide Vereine trafen am 34. Spieltag der vergangenen Saison letztmals aufeinander - allerdings mit gänzlich anderen Vorzeichen. Sowohl der SC Paderborn als auch der FC St. Pauli schielten damals noch in Richtung Aufstieg - davon sind beide Clubs nun ein ganzes Stück entfernt.

Um in naher Zukunft wieder in diese Tabellenregion vorzustoßen hat der FC St. Pauli vor der Länderspielpause reagiert und mit Michael Frontzeck einen neuen Trainer präsentiert, der nun in Paderborn sein Pflichtspiel-Debüt feiert. "Ich bin sehr davon angetan, was ich qualitativ gesehen habe. Die Jungs sind sehr lernwillig und versuchen das, was man vorgibt, umzusetzen", sagt Frontzeck über seine ersten Tage als Cheftrainer. Gegen Paderborn will Frontzeck vor allem in der Offensive den Schalter umlegen: "Wir werden eine ausgewogene Mischung von Offensive und Defensive auf den Platz bringen. Allerdings werde ich auch das Augenmerk darauf legen, dass wir unser Offensivpotential ausschöpfen." Sören Gonther (Knieverletzung) und Lennart Thy (Reizung im Knie) werden dabei nicht mithelfen können. Auch Florian Bruns und Florian Mohr sind wegen Rückenproblemen nicht einsatzfähig.

Bei Gastgeber Paderborn haben einige Spieler die Länderspielpause genutzt, um ihre Blessuren auszukurieren. So kehren neben Kapitän Markus Krösche auch Jens Wissing und Patrick Ziegler zurück in den Kader. Weiterhin fehlen werden hingegen Manuel Zeitz (Rotsperre), Manuel Gulde (Verletzung) und David Pojanec (Aufbautraining). "Wir wollen mit aller Macht die drei Punkte hier behalten. Dafür werden wir alles investieren", sagt Trainer Stephan Schmidt, der "einen kampfstarken und kompakten Gegner" erwartet.



Schiedsrichteransetzungen

Zwar gab es zuletzt eine für die Aalener enttäuschende 0:1-Niederlage gegen Mit-Aufsteiger Sandhausen, dennoch steht die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem 9. Spieltag noch immer in den oberen Tabellenregionen. "Wir sind jetzt in einer Phase der Saison, in der es gilt, das bisher Gezeigte weiter zu bestätigen", sagt Sportdirektor Markus Schupp - und Hasenhüttl ergänzt: "Wir sind noch nicht satt! Und keiner wird sich auch nur einen Millimeter zurücklehnen." In personeller Hinsicht kann der Trainer wieder auf Innenverteidiger Tim Kister zurückgreifen, der ebenso wieder fit ist, wie Daniel Buballa, Benjamin Hübner, Martin Dausch und Nico Zimmermann. Einziger Ausfall beim Gastgeber ist Selim Aydemir.

Von einer solch entspannten Personalsituation kann Gäste-Coach Rudi Bommer derzeit nur träumen. In der Abwehr muss Bommer auf Innenverteidiger Uwe Hünemeier verzichten, der aufgrund einer Bänderdehnung im Sprunggelenk passen muss. In der Offensive hat Bommer nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Daniel Adlung, Nicolas Farina und Marco Stiepermann Jugendspieler Darryl Guerts nachnominiert. "Darryl hat einen guten Eindruck hinterlassen, er ist schnell und trickreich", begründet Rudi Bommer die Nominierung des U-23-Spielers. Mit dabei sein werden darüber hinaus Marc-Andre Kruska, Sebastian Glasner und auch Boubacar Sanogo, der seine Kniebeschwerden überwunden hat.



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An der alten Försterei will der FC Union Berlin auch im fünften Spiel in Folge ungeschlagen bleiben - zuhause gab es zuletzt zwei Siege. "Wir haben momentan einen guten Lauf, hoffentlich bleibt es so", sagt Marc Pfertzel. Das klappt am besten, wenn hinten die Null steht - allerdings gelang dies den "Eisernen" saisonübergreifend seit zwölf Partien nicht. Gegen Frankfurt müssen die Berliner ohne den gesperrten Fabian Schönheim antreten und auch die Langzeitverletzten Luis Felipe Gallegos, Michael Parensen und Björn Kopplin sind verhindert.

Die vier Spiele ohne Niederlage haben auch bei den Frankfurtern Eindruck hinterlassen. "Das wird eine anspruchsvolle und schwierige Aufgabe. Berlin hat in den letzten Wochen sehr gut und erfolgreich gespielt", sagt Gäste-Trainer Benno Möhlmann, der dennoch auf Punkte in der Hauptstadt schielt. "Die Möglichkeiten und Fähigkeiten, die wir grundsätzlich haben, sind ausreichend genug, um mit etwas Zählbarem aus Berlin zurück zu kommen." Verzichten muss der Coach vorerst noch auf Zafer Yelen, der aufgrund einer Entzündung im Sprunggelenk nicht mitreisen wird. Ferner fehlen Gledson (Meniskus-OP), Marcel Gaus (Schambeinentzündung) und Tufan Tosunoglu (Reha). Mathew Leckie und Anthony Jung feiern derweil ihre Rückkehr in den Kader.



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