Zusammenfassung

  • Fortuna Düsseldorf steht als erster Aufsteiger in die Bundesliga fest

  • Für den Club wie auch für Trainer Friedhelm Funkel ist es bereits der sechste Aufstieg

  • In der Saison gab es auch so manche Hürden zu bestreiten

Köln – Nun ist es fix: Fortuna Düsseldorf hat den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Die Rheinländer spielen nach fünfjähriger Abstinenz in der Saison 2018/19 wieder erstklassig.

Vater des Erfolgs ist Friedhelm Funkel, ein Trainer der sich in Sachen Aufstieg in der 2. Bundesliga bestens auskennt. Für den 64-Jährigen, nach Jupp Heynckes übrigens der älteste Trainer im deutschen Profifußball, ist es bereits der sechste Aufstieg. Zwei Mal gelang ihm das mit Bayer Uerdingen und je einmal mit dem MSV Duisburg, dem 1. FC Köln und zuletzt 2005 mit Eintracht Frankfurt. Und auch für die Fortuna ist es der sechste Aufstieg in die Bundesliga.

Hennings: "Von den Emotionen her das schönste Tor meiner Karriere"

"Was die Mannschaft in diese Saison geleistet hat, kann man nicht mit Worten beschreiben", sagte der überglückliche Coach nach dem Spiel. "Jeder Düsseldorfer kann sich freuen, dass wir endlich wieder in der Bundesliga sind." Mit Blick auf das letzte Heimspiel kommende Woche Sonntag meinte Funkel: "Wir werden nächsten Sonntag ein großes Fest in der Esprit-Arena feiern."

>>> Zum Spielbericht: Hennings schießt Düsseldorf in die Bundesliga

Bis der Aufstieg perfekt war, musste Düsseldorf allerdings lange zittern. Erst in der 90. Minute markierte Rouven Hennings mit seinem 13. Saisontor das 2:1 - danach brachen in der Mannschaft, die direkt zu den 3.000 mitgereisten Fans in die Kurve stürmte, alle Dämme. "Es ist schwer zu beschrieben, was man in diesem Moment fühlt", sagte Hennings nach dem Spiel. "Ein Tor zu schießen, ist immer geil. Aber so ein entscheidender Treffer übertrumpht alles. Von den Emotionen her war es das schönste Tor meiner Karriere."

Der Jubel kennt bei Rouven Hennings und Co. keine Grenzen
Der Jubel kennt bei Rouven Hennings und Co. keine Grenzen © gettyimages / Matthias Kern

Niederlagenserie und Co-Trainer-Wechsel bringen die Elf nicht aus dem Konzept

Seit Funkel im März 2016 das Zepter bei der F95 übernommen hat, ist viel geschehen. Der Coach hatte zunächst alle Hände damit zu tun, die Rheinländer vor dem Abstieg in die 3. Liga zur retten. Erst am letzten Spieltag 2016/17 wurde der Klassenerhalt gesichert. In der aktuellen Spielzeit nistete sich die Mannschaft dann aber von Beginn an ganz oben in der Tabelle ein. Seit dem 25. Spieltag steht Düsseldorf nun ununterbrochen auf Platz eins und daran konnte auch eine ziemliche Durststrecke zwischen Spieltag 28 und 30, als die Mannschaft drei Mal in Folge verlor, nichts ändern.

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Auch der Wechsel des hoch angesehenen Co-Trainers Peter Herrmann, der in der Winterpause zum FC Bayern München wechselte, um dort seinen alten Freund Jupp Heynckes zu unterstützen, konnte die Fortuna letztlich auffangen. So übernahm einfach Axel Bellinghausen, nominell noch immer im Spielerkader, den vakanten Posten als Co-Trainer.

 Japanische Flügelzange sorgt für Furore

Eine gute Mischung aus erfahrenen Zweitligaspielern um Torjäger Rouwen Hennings, den Mittelfeldspielern Oliver Fink und Adam Bodzek, den beiden Außenverteidigern Niko Gießelmann und Jean Zimmer sowie den jungen Wilden Florian Neuhaus, Kaan Ayhan und Raman Benito ebnete der Fortuna den Weg nach oben. Hinzu kam die japanische Flügelzange um Takashi Usami und den im Winter von Hertha BSC geliehenen Genki Haraguchi, die das ein- oder andere Mal für Furore sorgten.

Video: Düsseldorfs Japaner starten durch

Während der Aufstieg in Dresden nun auf fremdem Platz gefeiert wurde, ist der Düsseldorfer Rathausbalkon am 14. Mai für die offizielle Aufstiegsfeier reserviert. Bis dahin gilt es in den verbleibenden Spielen noch, die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen. Dann darf sich die Bundesliga ab August wieder auf einen traditionsreichen Club freuen, der das Spieljahr 2018/19 gewiss bereichern wird.