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Köln - Hannover 96 setzt im Aufstiegsrennen auf seine neue Defensivstärke. In den fünf Partien blieben der Tabellen-Dritte ohne Gegentor. Nun steigt das große Niedersachsen-Derby gegen den direkten Aufstiegskonkurrenten Eintracht Braunschweig. Vor dem Hit spricht 96-Verteidiger Fabian Hübner im Interview mit bundesliga.de über den Saisonendspurt und die Gründe, die für Hannovers Rückkehr in die Bundesliga sprechen.

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bundesliga.de: Florian Hübner, in der Hinrunde hatten Sie nur einen Kurzeinsatz für 96, nun sind Sie seit Wochen Stammspieler in einer Abwehr, die seit fünf Spielen kein Gegentor mehr bekommen hat. Beschreiben Sie doch einmal Ihren gegenwärtigen Gemütszustand. Wird jetzt in Hannover für Sie doch noch alles gut?

Florian Hübner: Ich glaube, “zufrieden” trifft es. Wir sind zufrieden mit dem, was die letzten fünf Spiele passiert ist, in denen wir kein Gegentor gefangen haben. Trotzdem ist es schade, dass wir zuletzt gegen Würzburg nicht gewonnen haben, weil uns ein Sieg in der Tabelle noch besser in Position gebracht hätte. Dennoch: Wenn wir in den nächsten Wochen weiterhin hinten so stabil stehen, werden wir auch vorne unsere Tore machen – und dann wird das eine erfolgreiche Sache werden.

bundesliga.de: Auch unter dem neuen Coach Andre Breitenreiter haben Sie Ihren Platz verteidigt. Wie geht der Trainer mit der Mannschaft um? Worauf legt er vor allem Wert?

Hübner: Der Trainer bringt viel Spaß rein. Taktisch haben wir zunächst einmal nur Nuancen verändert. Er versucht, mit jedem einzelnen Spieler zu reden. Darauf legt er großen Wert. In den Gesprächen geht es einfach darum, wie es uns geht, wir sprechen über den Fitnesszustand und darüber, was der Einzelne noch verbessern kann.

bundesliga.de: Wie haben sich die Spielweise und das System unter Breitenreiter verändert?

Hübner: Das Ziel ist es noch mehr, uns möglichst nach vorne zu kombinieren und weniger auf lange Bälle zu setzen, auch wenn das in der 2. Bundesliga sicherlich nicht ganz so leicht ist. Da haben wir auch schon einige gute Abläufe reingebracht – und ich denke, auch wenn die letzten Spiele bestimmt keine leichten waren, hat man das darin auch schon gesehen. Defensiv laufen wir etwas anders an. Wenn wir alle geschlossen als Mannschaft draufgehen können, dann pressen wir zusammen.

bundesliga.de: Der Vierkampf an der Tabellenspitze ist an Dramatik kaum zu überbieten. Welche Trümpfe sprechen aus Ihrer Sicht im Endspurt für Hannover 96? Wie wichtig ist in den Topspielen zunächst gegen Eintracht Braunschweig und später gegen den VfB Stuttgart der Heimvorteil?

Hübner: Unsere Heimstärke spricht ganz klar für uns. Zwei unserer drei verbleibenden Heimspiele sind gegen direkte Konkurrenten. Das kann ein ganz großer Vorteil für uns sein. Insgesamt sind wir eine sehr gefestigte Mannschaft, verteidigen geschlossen als Team und sind nach vorne immer gefährlich.

bundesliga.de: Am Samstag kommt es zum brisanten Niedersachsen-Derby gegen die seit neun Spielen ungeschlagenen Braunschweiger. Bei einer Niederlage droht 96 den Anschluss an die beiden direkten Aufstiegsplätze zunächst einmal verlieren. Wie groß ist der Druck? Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?

Hübner: Natürlich ist der Druck schon enorm groß, aber wenn du aufsteigen willst, dann musst du dich dem Druck stellen. Wir spielen zuhause vor unseren eigenen Fans, haben ein Derby – ein geiles Spiel. Vor zwei Wochen haben wir gegen einen anderen direkten Konkurrenten zuhause auch einen Riesendruck gehabt und gewonnen. Ich denke, dass wir in der Mannschaft so viel Qualität haben, um auch im Derby zuhause als Sieger vom Platz zu gehen. Der Schlüssel wird – wie in den letzten Wochen – darin liegen, gut zu stehen, am besten in Führung zu gehen und die Fans mitzunehmen. Jeder muss wissen, worum es am Wochenende geht und jeder muss kämpferisch eine Super-Leistung abrufen – das ist die Basis, um in diesem Spiel erfolgreich zu sein.

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bundesliga.de: Vollenden Sie doch bitte abschließend den Satz: Hannover packt den Bundesliga-Aufstieg, weil...

Hübner: …wir uns sehr gut stabilisiert und gefestigt haben, immer ein Tor schießen können und als Team enorm stark sind. Deshalb werden wir am Ende erfolgreich sein!

Die Fragen stellte Tobias Gonscherowski