München - Wenn man die Vita von Jasmin Fejzic liest, kommt einem fast schon automatisch das Wort "Pechvogel" in den Sinn. Und das nicht erst seit dem Moment, der ihn deutschlandweit bekannt machte.

Damals, im März 2012 in Fürth, als der Bosnier im Pokal-Halbfinale gegen Dortmund als Fürths Elfmeter-Killer zwei Minuten vor Ende der Verlängerung eingewechselt wurde, und ihm ein Pfostenschuss von Ilkay Gündogan an den Rücken und ins Tor sprang. Einfach - unglücklich eben. Über weite Strecken seiner Karriere war Fejzic nur die Nummer zwei. Immer, wenn er sich einen neuen Club suchte, war eben genau dann einer da, der einen Tick besser war. Bei den Stuttgarter Kickers oder bei zwei Versuchen in Fürth.

Glücksgriff für Aalen

Doch das Blatt hat sich gewendet für Fejzic. Beim damaligen Drittligisten Braunschweig erkämpfte er sich in seiner zweiten Saison einen Stammplatz und fand anschließend in Aalen sein Glück. Anfangs balgte er sich noch mit Aufstiegs-Keeper Daniel Bernhard um den Stammplatz, dann setzte er sich durch. Und überzeugte: Fejzic hielt zwölf Mal die Null, wehrte 74 Prozent der Bälle ab - damit liegt er klar über dem Ligadurchschnitt.

Und die Belohnung für den 28-Jährigen folgt: Fejzic darf zur WM. Noch wartet er zwar auf sein Debüt für Bosnien-Herzegowina und hinter Asmir Begovic von Stoke City ist Fejzic vor Turnierstart die Nummer 2. Doch deswegen hat Jasmin Fejzic noch nie aufgegeben.