Köln - Der FC St. Pauli und der VfL Bochum sind nach dem Sieg der Nürnberger in ihren Spielen gegen Heidenheim und Bielefeld im Aufstiegsrennen gefordert. Der MSV Duisburg muss in Braunschweig gewinnen um den letzten Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrecht zu erhalten.

1. FC Heidenheim - FC St. Pauli

Nur einen Tag nachdem der FC St. Pauli den Rückstand auf Platz drei auf zwei Punkte verkürzt hatte, legte der 1. FC Nürnberg gegen Kaiserslautern nach und vergrößerte seinen Vorsprung wieder auf fünf Zähler.

Die Spieler vom Kiez stehen nun unter Zugzwang um den Anschluss an das Spitzentrio zu halten. Zumal sich Freiburg und Leipzig am Montag direkt duellieren. Gegner von St. Pauli ist der 1. FC Heidenheim. "Sie haben mit Robert Leipertz, der bereits acht Tore erzielt hat, und Marc Schnatterer, er hat fünf Mal getroffen, sehr torgefährliche Spieler in ihren Reihen", sagt Paulis Trainer Ewald Lienen über den FCH. Die Belastungen der englischen Woche sind jedoch deutlich zu spüren. "Jetzt geht es darum, zu Kräften zu kommen. Wir brauchen all unsere Energie für das Spiel am Sonntag", sagt Lienen. Positive Impulse gab es unter der Woche, als bekannt wurde, dass Christopher Buchtmann seinen Vertrag in Hamburg bis 2019 verlängert.

Die Heidenheimer hatten unter der Woche Spitzenreiter RB Leipzig am Rande einer Niederlage. Nach gutem Auftritt musste sich das Team von Frank Schmidt letztlich aber dennoch mit 1:3 geschlagen geben. Den FC St. Pauli sieht Schmidt als gefährlichen Gegner an: "Die Mischung stimmt bei St. Pauli, deshalb spielen sie um den Aufstieg mit", sagt Schmidt vor dem Spiel. Neben einem "überragenden Torhüter" sieht Schmidt auch Coach Ewald Lienen als großen Erfolgsfaktor der Hamburger. "Wenn einer Erfahrung hat, dann er. Seit er dort ist, ging es Schritt für Schritt nach oben", so Schmidt.

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VfL Bochum - Arminia Bielefeld

© gettyimages / Tom Starke/Bongarts

Anschluss halten heißt es in gewisser Weise auch für Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen wollen weiter am Tabellenmittelfeld dranbleiben - positiv formuliert. Man könnte auch sagen, sie wollen den Vorsprung auf die Abstiegsplätze vergrößern. Dazu muss eine Trendwende her, denn die letzten Partien waren nicht sehr erfolgreich. "Wir haben jetzt das erste Mal in dieser Saison die Situation, dass wir zwei Spiele in Folge verloren haben und schon seit vier Partien kein Sieg mehr holen konnten", sagt Trainer Norbert Meier, verweist aber auch darauf, dass das für einen Aufsteiger nicht ungewöhnlich ist. Bochum begegnet er mit Respekt, "aber auch die Bochumer sind sicherlich nicht frei von Fehlern und diese müssen wir für uns zu nutzen wissen."

Diese Fehler will der VfL Bochum natürlich so gering wie möglich halten. In der englischen Woche gelang das mit zwei Siegen gegen Sandhausen und Düsseldorf schon sehr gut. "Wenn wir das umsetzen, was uns stark macht, dann ist keine Mannschaft in der Lage, uns über 90 Minuten unter Druck zu setzen", gibt sich VfL-Coach Gertjan Verbeek selbstbewusst. "Wir müssen auch gegen Bielefeld in der Lage sein, unser Spiel durchzuziehen und weiter das Vertrauen haben. Das sind die Voraussetzungen für den Sieg. Und das muss auch die Aufgabe für uns sein." Mit einem Dreier würde Bochum Kontakt zur Spitzengruppe halten und könnte bei einer Niederlage des FC St. Pauli auf Platz vier klettern.

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Eintracht Braunschweig - MSV Duisburg

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Eintracht Braunschweig hat unter der Woche durch eine Niederlage gegen St. Pauli das Aufstiegsrennen etwas aus den Augen verloren. "Die Niederlage hatten die Jungs nicht verdient, aber wir müssen das wegstecken, aufstehen und das nächste Spiel gewinnen", schaut Torsten Lieberknecht aber gleich wieder nach vorne. Der MSV Duisburg ist als Schlusslicht nur vermeintlich leichte Beute für die Braunschweiger Löwen : "Ich ziehe meine Hut davor, wie sie Woche für Woche Hoffnung schöpfen und sich nach Rückschlägen immer wieder aufrichten", sagt Lieberknecht, der vor allem von der Leidenschaft und Kampfkraft des MSV beeindruckt ist.

Beim MSV Duisburg gilt genau diese Marschroute: Kämpfen bis zum Umfallen. "Das ist der MSV, wie er sein muss. Niemals aufgeben und immer kämpfen. Dafür stehen die Zebras", sagt Trainer Ilia Gruev und lobt damit den Einsatz seiner Mannschaft beim 3:3 gegen den FSV Frankfurt. Duisburg hat mit zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz keine guten Aussichten auf den Klassenerhalt. Ein Sieg heute würde die Tür zum Ligaverbleib aber wieder ein Stückchen weiter öffnen - und den Druck auf Paderborn und Düsseldorf erhöhen.

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