München - Die Samstagsspiele in der 2. Bundesliga versprechen Ausgeglichenheit. Sowohl in Berlin als auch in Bochum treffen punktgleiche Tabellennachbarn aufeinander.

An der Alten Försterei hat der 1. FC Union Berlin den FC St. Pauli zu Gast, im rewirpowerSTADION treffen der VfL Bochum und der SC Paderborn aufeinander (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker).

Der 1. FC Union Berlin will gegen den punktgleichen FC St. Pauli seine Serie von fünf ungeschlagenen Spielen ausbauen. "Wir würden nach dem Spiel gerne von uns behaupten, dass die Tendenz weiter nach oben geht", sagt Trainer Uwe Neuhaus. "Der Verlierer wird sich im breiten Mittelfeld einordnen müssen und benötigt danach ein wenig mehr Geduld." Bei den Eisernen hat sich die Personallage nicht großartig verändert. Mario Eggimann, der seine Sprunggelenksverletzung überstanden hat, hat sowohl das schwere Spiel beim FSV Frankfurt als auch die Trainingseinheiten in der vergangenen Woche gut überstanden. Nicht zum Kader gehören werden definitiv Baris Özbek (Muskelfaserriss) und die langzeitverletzten Youngster Björn Jopek und Waseem Razeek (beide Kreuzbandriss).

Erst am Montag feierte der FC St. Pauli einen dramatischen 2:1-Erfolg gegen die SG Dynamo Dresden. "Fußballerisch war das über weite Strecken so, wie ich es mir vorstelle", sagte Trainer Michael Frontzeck im "kicker". Am 6. Spieltag wartet mit Union Berlin allerdings ein anderes Kaliber. In der zurückliegenden Saison sieht die Bilanz der Kiezkicker gegen die Köpenicker eher durchwachsen aus - das Hinspiel am Millerntor endete 2:2, während das Rückspiel auswärts 2:4 verloren wurde. Frontzeck kann gegen Union voraussichtlich auf denselben Kader zurückgreifen, der auch gegen Dynamo punktete. Kevin Schindler steht ebenso im Aufgebot wie Fabian Boll (Schlag auf die Wade) und Fin Bartels (Schwellung überm Auge). Jan-Philipp Kalla ist nach überstandenem Magen-Darm-Infekt wieder dabei. Philipp Ziereis bleibt aufgrund von muskulären Problemen in Hamburg.



Schiedsrichteransetzungen

Der VfL Bochum und der SC Paderborn befinden sich mit jeweils fünf Zählern auf Augenhöhe. Das soll sich aus Bochumer Sicht auf jeden Fall zum Positiven ändern, doch auch die Ostwestfalen reisen nach vier ungeschlagenen Partien am Stück mit neuem Selbstvertrauen ins Ruhrgebiet. Allzu sehr will sich VfL-Trainer Peter Neururer trotzdem nicht auf den Kontrahenten fokussieren, viel mehr stehe das Abrufen der eigenen Fähigkeiten im Vordergrund. "Ganz egal, ob Paderborn nun offensiv oder defensiv ausgerichtet ist, wir müssen unsere Stärken ausspielen. Wir werden offensiv agieren und wollen am Wochenende drei Punkte einfahren", sagte der 58-Jährige, der auf Felix Bastians (Mittelfußprellung), Selim Gündüz, Jan Gyamerah (beide Aufbautraining), Lukas Sinkiewicz (Reha) und vermutlich auch auf Heiko Butscher verzichten muss.

Der erste Sieg gegen den TSV München 1860 vor Wochenfrist war Balsam für die Seele des SC Paderborn. Trainer Andre Breitenreiter sieht darin eine Bestätigung der guten und kontinuierlichen Trainingsarbeit, betonte allerdings auch: "Wir wollen unseren Weg weitergehen. Ich erwarte die Gier auf mehr, denn wir wollen mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause gehen." Mit Mario Vrancic und Rick ten Voorde haben sich zwei Akteure besonders für die Startelf angeboten. Breitenreiter verdeutlichte aber auch, dass Markus Krösche und Mahir Saglik hohen Stellenwert genießen. Demnach wird es also ein Gerangel um die Plätze in der ersten Elf geben. Lediglich Alban Meha (Rückstand nach Knie-OP) ist nicht einsatzbereit.



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