Köln - In der 2. Bundesliga geht es am Sonntag um die Tabellenspitze. Der SC Freiburg könnte mit einem Dreier beim Karlsruher SC den VfL Bochum überholen. Den Anschluss halten wollen auch Eintracht Braunschweig und RB Leipzig.

Karlsruher SC – Sport-Club Freiburg 

Erstmals seit mehr als acht Jahren treffen der Karlsruher SC und der Sport-Club Freiburg wieder einmal zum Baden-Derby in einem Ligaspiel aufeinander (Sonntag, 13.15 Uhr im Liveticker). Seitdem gab es nur ein Aufeinandertreffen 2012 im DFB-Pokal (1:0 für Freiburg). Die jüngere Bilanz spricht dabei klar für den Sport-Club, der von den letzten acht Pflichtspielen gegen den KSC nur eins verlor. Der bisher letzte Heimsieg der Karlsruher datiert gar aus dem Jahr 1996. 

Seit sechs Spielen sind die Breisgauer aktuell ungeschlagen. Durch das 2:0 gegen Frankfurt schoben sie sich gar an Bochum vorbei wieder auf den ersten Tabellenplatz. Den will Coach Christian Streich natürlich verteidigen. Er erwartet ein schweres Derby: "Natürlich ist immer ein bisschen Rivalität dabei, deshalb werden wir am Sonntag kämpfen wie die Löwen. Aber genauso erwarte ich auf dem Platz unseren Gegner, weshalb wir da auf der gleichen Ebene sein und definitiv alles einbringen müssen, denn es wird schon ein Kampf."

RB Leipzig – 1. FC Nürnberg

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Vier Punkte beträgt derzeit der Rückstand von RB Leipzig und dem 1. FC Nürnberg auf die Aufstiegsplätze. Beide schielen aber weiterhin nach oben und wollen sich im Duell der punktgleichen Verfolger aus der zweiten Reihe durchsetzen. "Unsere Ziele sind hoch gesetzt. Natürlich wollen wir in die Bundesliga und das so schnell wie möglich", betont RBL-Coach Ralf Rangnick. Dennoch hat er vor den Franken großen Respekt: "Nürnberg hat eine spielstarke Mannschaft und für die 2. Bundesliga überdurchschnittlich gute Spieler, die in der Lage sind, viele Tore zu schießen. Aber das Team kassiert auch viele Treffer."

Die ewige Bilanz zwischen beiden Clubs ist ausgeglichen: Beide trafen erstmals in der Vorsaison in Pflichtspielen aufeinander und gewannen jeweils ihr Heimspiel. FCN-Coach René Weiler sieht eine schwere Aufgabe auf sich zukommen: "Leipzig hat viele Qualitäten. Sie laufen viel und sind abschlussstark. Aber andere Vereine doch gezeigt, dass auch Leipzig verwundbar ist."

Eintracht Braunschweig – 1. FC Union Berlin

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Der Höhenflug der Eintracht mit fünf Spielen ohne Niederlage fand am vergangenen Montag beim 0:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth ihr Ende. Für Coach Torsten Lieberknecht ist die Niederlage aber abgehakt. “Es war echt Schade, dass wir keinen Punkt aus dem Fürth-Spiel mitnehmen konnten. Ich denke, dass wir das aufgrund unserer Chancen verdient gehabt hätten“, zog Lieberknecht ein abschließendes Fazit.

Auch Union-Coach Sascha Lewandowski will die Niederlage der Löwen nicht überbewerten. “Sie haben gegen gut aufgelegte Fürther verloren, das Gefühl kennen wir. Das ändert aber nichts daran, dass Braunschweig eine zu Recht ambitionierte Mannschaft ist. Sie sind stabil, haben eine gute Linie und sind aufgrund ihrer Kompaktheit wahnsinnig schwer auszuspielen.“ Von seiner eigenen Mannschaft fordert er für die Aufgabe vor allem Balance: „Es wird ein schmaler Grat. Wir müssen Druck aufbauen, um zu Torchancen zu kommen. Dabei dürfen wir aber nicht nachlässig werden und Räume für den Gegner freigeben.“ In der letzten Saison hat das gut funktioniert. Union konnte beide Spiele für sich entscheiden.